30.06.2021 | Presseinfo Nr. 22

Positive Arbeitsmarktentwicklung setzte sich im Juni fort. Nachfrage nach Arbeitskräften stieg stark.

Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens für den Juni 2021.

Dem westpfälzischen Arbeitsmarkt bescherte der Juni einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit und gleichzeitig ein erfreuliches Angebot an offenen Stellen. Die saisonale Belebung aus dem Frühjahr setzte sich damit auch in den vergangenen vier Wochen fort und zeigte einen ähnlichen Verlauf wie in den Jahren vor Corona. Die Zahl der Arbeitslosen reduzierte sich damit im vierten Monat in Folge.

Die Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens (umfasst die kreisfreien Städte Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken, die Landkreise Kaiserslautern, Kusel, Südwestpfalz sowie den Donnersbergkreis) zählte im Juni insgesamt 17.729 Arbeitslose.

In den westpfälzischen Städten und Landkreisen ist die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen damit gegenüber dem Vormonat um 296 bzw. 1,6 Prozent zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern 1.715 bzw. 8,8 Prozent weniger Arbeitslose gemeldet.

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Eine Sommerflaute ist derzeit nicht erkennbar. Es ist erfreulich, dass die Arbeitslosigkeit in den vergangenen Monaten nach der Corona-Krise weiter zurückgegangen ist. Es meldeten sich erneut weniger Menschen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos und gleichzeitig konnten mehr Frauen und Männer eine neue Arbeit aufnehmen“, so Peter Weißler, der Leiter der Agentur für Arbeit.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, lag bei 6,3 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkt unter dem Wert des Vormonats und 0,6 Prozentpunkte unter dem des Vorjahresmonats.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen verlief in den vergangenen vier Wochen ähnlich. Zwar profitierten die arbeitslosen Menschen in der Arbeitslosenversicherung stärker als die in der Grundsicherung. Jedoch konnten auch bei den Jobcentern gemeldete Männer und Frauen die Arbeitslosigkeit beenden.

Bei der für die Arbeitslosenversicherung zuständigen Agentur für Arbeit waren im Juni 7.080 Arbeitslose gemeldet. Das waren 146 bzw. zwei Prozent weniger als im Mai und 1.394 bzw. 16,5 Prozent weniger als im Juni des vergangenen Jahres.

Die Jobcenter, die die Arbeitslosen in der Grundsicherung betreuen, zählten 10.649 Arbeitslose, 150 bzw. 1,4 Prozent weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 321 bzw. 2,9 Prozent gesunken.

„Mit dem vorhandenen Stellenangebot gibt es auch in den in den kommenden Monaten weitere guten Chancen und Perspektiven für Arbeitssuchende. Es entstehen zunehmend Möglichkeiten für Menschen, die derzeit auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind“, stellt Weißler fest.

Das Arbeitsstellenangebot

Mit der verbesserten Stimmung in den Unternehmen nach den Lockerungsschritten ging die Zurückhaltung mit Blick auf Neueinstellungen zurück und es bot sich schon in den vergangenen Monaten ein attraktives Stellenangebot. Mit den im Juni von den Arbeitgebern der Region 1.146 neu gemeldeten Arbeitsstellen setzte sich diese Entwicklung fort. Im Bestand des Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit waren damit zum Zähltag 5.459 offene Arbeitsplatzangebote registriert.

„Die Nachfrage der Unternehmen nach Fachkräften bewegte sich auf einem hohen Niveau und erreichte den höchsten Wert in einem Mai der letzten fünf Jahre. Die seit Jahresbeginn mehr als 5.500 neu gemeldeten Arbeitsstellen sind ein deutliches Signal. Alleine im Bereich der Softwareentwicklung wurden im Juni rund 300 Stellen neu gemeldet“, so Weißler.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Mit den aktuellen Arbeitsmarktdaten liegen auch Zahlen zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in der Westpfalz zum Stichtag 31. Dezember 2020 vor. In der Region waren demnach insgesamt 166.474 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 380 bzw. 0,2 Prozent weniger als im Vorquartal.

„Zum Jahresende ging die Zahl der Beschäftigten wie üblich zurück. Sich verschlechternde Bedingungen für wetterabhängige Brachen trafen auf die gesunkene Einstellungsbereitschaft der Betriebe und die Corona-Pandemie“, schildert Weißler die Gründe für den Rückgang.

Gegenüber dem Vorjahresquartal ist die Zahl der Beschäftigten um 913 bzw. 0,5 Prozent gesunken. Die Entwicklung der Beschäftigung in der Westpfalz blieb hinter der des Bundeslandes Rheinland-Pfalz zurück, in dem die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant blieb.

Der Ausbildungsmarkt in der Westpfalz

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit zählte seit Oktober 2.815 Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 348 bzw. elf Prozent weniger als vor einem Jahr. Im gleichen Zeitraum wurden der Agentur für Arbeit 2.626 Berufsausbildungsstellen gemeldet und damit 62 bzw. 2,3 Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

„Am Ausbildungsmarkt geht es in den Endspurt und es sind noch zahlreiche Ausbildungsstellen unbesetzt. Entscheidungen müssen nach dem Abwarten während der Pandemie spätestens jetzt reifen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Jugendliche im Sommer ohne Ausbildungsplatz und Unternehmen ohne Auszubildenden und damit ohne die künftige Fachkraft da stehen“, appelliert Weißler an beide Seiten.

   

Entwicklung in den Städten und Landkreisen

Stadt Kaiserslautern

In der Stadt Kaiserslautern waren im Juni 5.099 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 18 bzw. 0,4 Prozent weniger als im Mai und 549 bzw. 9,7 Prozent weniger als im Juni des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote lag zum Vormonat unverändert bei 9,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist sie um 0,9 Prozentpunkt zurückgegangen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Kaiserslautern 604 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 266 mehr als im Mai und 411 mehr als im Juni des vergangenen Jahres. Zum Zähltag befanden sich 2.057 offene Stellen im Bestand.

Stadt Pirmasens

In der Stadt Pirmasens waren im Juni 2.436 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 73 bzw. 2,9 Prozent weniger als im Mai und 153 bzw. 5,9 Prozent weniger als im Juni des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von zwölf Prozent im Mai auf nun 11,6 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 0,7 Prozentpunkte zurückgegangen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Pirmasens 98 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 17 mehr als im Mai und 28 mehr als im Juni des vergangenen Jahres. Es befanden sich zum Zähltag noch 502 offene Stellen im Bestand.

Stadt Zweibrücken

In der Stadt Zweibrücken waren im Juni 1.218 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren fünf bzw. 0,4 Prozent mehr als im Mai und 52 bzw. 4,1 Prozent weniger als im Juni des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote lag zum Vormonat unverändert bei 6,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist sie um 0,2 Prozentpunkt zurückgegangen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Zweibrücken 71 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 51 weniger als im Mai und 13 mehr als im Juni des Vorjahres. Es befanden sich zum Zähltag noch 470 offene Stellen im Bestand.

Donnersbergkreis

Im Donnersbergkreis waren im Juni 2.314 arbeitslose Menschen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter gemeldet. Das waren 55 bzw. 2,3 Prozent weniger als im Mai und 169 bzw. 6,8 Prozent weniger als im Juni des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 5,7 Prozent im Mai auf nun 5,6 Prozent gesunken. Sie lag 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Donnersbergkreis 92 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 21 weniger als im Mai und 32 mehr als im Juni des letzten Jahres. Im Bestand befanden sich zum Zähltag noch 601 offene Stellen.

Landkreis Kaiserslautern

Im Landkreis Kaiserslautern waren im Juni 2.968 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 28 bzw. 0,9 Prozent weniger als im Mai und 369 bzw. 11,1 Prozent weniger als im Juni des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 5,3 Prozent im Mai auf nun 5,2 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 0,7 Prozentpunkte zurückgegangen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Kaiserslautern 140 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren vier weniger als im Mai und 49 mehr als im Juni des vergangenen Jahres. Es befanden sich zum Zähltag noch 935 offene Stellen im Bestand.

Landkreis Kusel

Im Landkreis Kusel waren im Juni 1.676 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 45 bzw. 2,6 Prozent weniger als im Mai und 164 bzw. 8,9 Prozent weniger als im Juni des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 4,7 Prozent im Mai auf nun 4,6 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 0,3 Prozentpunkte zurückgegangen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Kusel 50 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 36 weniger als im Mai und elf weniger als im Juni des vergangenen Jahres. Damit befanden sich zum Zähltag noch 359 offene Stellen im Bestand.

Landkreis Südwestpfalz

Im Landkreis Südwestpfalz waren im Juni 2.018 Menschen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 82 bzw. 3,9 Prozent weniger als im Mai und 259 bzw. 11,4 Prozent weniger als im Juni des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 4,1 Prozent im Mai auf nun 3,9 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 0,5 Prozentpunkte zurückgegangen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Südwestpfalz 91 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren sieben mehr als im Mai und 16 mehr als im Juni des vergangenen Jahres. Damit befanden sich zum Zähltag noch 535 offene Stellen im Bestand.