25.05.2020 | Presseinfo Nr. 44

Pflegebranche: Jetzt die Fachkräfte für morgen sichern!

Agentur für Arbeit fördert berufliche Weiterbildung

Wie wichtig qualifizierte Pflegekräfte sind, macht die aktuelle Corona-Krise mehr als deutlich. Doch der Fachkräftemangel ist auch in dieser Branche hoch und offene Stellen lassen sich häufig erst nach langem Suchen besetzen. Umso bedeutender ist es, neben der klassischen betrieblichen Ausbildung auch in den eigenen Reihen nach Mitarbeitern zu schauen, die mit einem anerkannten Berufsabschluss oder einer qualifizierten Weiterbildung zu kompetenten Mitarbeitern von morgen werden können.

Mit dem Qualifizierungschancengesetz (QCG) fördert die Agentur für Arbeit den Erwerb eines anerkannten Berufsabschlusses und Anpassungsweiterbildungen von Beschäftigten und stieß gerade in der Altenpflege auf eine sehr große Resonanz. Zu mehr als 80 Prozent ist dieser Bereich aktuell hessenweit der Spitzenreiter bei der abschlussorientierten beruflichen Weiterbildung.

Was kann gefördert werden?

Gefördert werden können Berufsabschlüsse (extern bei Bildungsträgern, betriebsintern, Teilqualifikationen oder Externenprüfung) sowie Weiterbildungen bei Bildungsträgern. Die Förderung beinhaltet je nach Qualifizierungsziel die Übernahme der Fortbildungskosten beim Träger. Darüber hinaus kann der Arbeitgeber über den Arbeitsentgeltzuschuss unterstützt werden, indem er für die betrieblichen Ausfallzeiten der Mitarbeiter einen individuellen Anteil der Lohnkosten zurückerhält.

In der Pflege besteht die gesetzliche Besonderheit, dass eine Förderung über die gesamten drei Jahre der Ausbildung möglich ist, wenn keine Verkürzungstatbestände vorliegen bzw. durch die Agentur für Arbeit geprüft wurden. Wenn die Möglichkeit der Verkürzung besteht, werden hier auch nur die Kosten für die verkürzte Ausbildungsdauer übernommen.

Wer kann gefördert werden?

Hinsichtlich der Erlangung von Berufsabschlüssen werden Beschäftigte ohne Berufsabschluss gefördert, die bereits drei Jahre Berufstätigkeit nachweisen können. Bei Engpassberufen wie der Pflegefachkraft muss keine vorherige Berufstätigkeit nachgewiesen werden.

Bei Beschäftigen mit Berufsabschluss ist eine Förderung möglich, wenn sie seit mindestens vier Jahren eine an- oder ungelernte Tätigkeit verrichtet haben und ihren bisherigen Ausbildungsberuf nicht mehr ausüben können.