01.09.2020 | Presseinfo Nr. 57

Arbeitsmarktbericht für den Kreis Plön

Daten und Einschätzungen zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt

Peter Garbrecht, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Kiel, sagte zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen im Kreis Plön:

„Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Plön im Vergleich zum Vormonat Juli leicht zurückgegangen. Das ist eine für den Kreis durchaus normale Entwicklung. Im Kreis Plön wirken sich Saisongeschäft in den Tourismuszentren des Kreises und Ferienzeiten viel stärker auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt aus, als beispielsweise in der Landeshauptstadt Kiel. So ist auch in der Vergangenheit schon häufiger die Zahl der im Kreis registrierten arbeitslosen Frauen und Männer im Hochsommermonat August im Vergleich zum Juli zurückgegangen. Erfreulich ist dabei, dass die Zahl derjenigen, die eine neue Beschäftigung aufgenommen haben, die Zahl derjenigen übersteigt, die sich aktuell arbeitslos melden mussten. Für eine zusätzliche Entlastung sorgte zudem der Abgang vieler junge Menschen aus Arbeitslosigkeit in Ausbildung. Schaut man aber auf die langfristige Entwicklung am Arbeitsmarkt“, fährt Garbrecht fort, „so wird deutlich, dass sich die Arbeitslosigkeit im Kreis Plön coronabedingt im August 2020 auf einem deutlich höheren Niveau als in den letzten Jahren bewegt. Diese Zahl wäre vermutlich noch deutlich höher ausgefallen, wenn wir nicht das Instrument der Kurzarbeit gehabt hätten. Seit März wurden nunmehr 1.230 durch die Unternehmen im Kreis Plön gestellte Anzeigen auf Kurzarbeit geprüft. Auch wenn die Betriebe nicht für alle der bislang in den Anzeigen benannten 9.417 Personen im Kreis die Leistungen final abrufen sollten, so trägt das Kurzarbeitergeld dennoch zu einer wesentlichen Entlastung des Arbeitsmarktes bei.“

Zur Stellenseite des Arbeitsmarktes im Kreis Plön sagte er:

„Auf der Nachfrageseite fällt es schwerer, die Auswirkungen des Lock-Down zu überwinden. Die Zahl der seit Jahresbeginn gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen liegt immer noch um 173 oder 17,7 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Aber auch hier zeigen sich erste positive Signale. Betrachtet man die einzelnen Monate, so liegt die Zahl der gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen erstmals in diesem Monat wieder über dem Vorjahresniveau. Das ist sehr erfreulich. Offenbar haben insbesondere Betriebe in den Tourismusregionen des Kreises Stellenmeldungen in der laufenden Hochsaison nachgeholt“