31.03.2020 | Presseinfo Nr. 27

Beschäftigung mit Kurzarbeitergeld sichern

Agentur für Arbeit arbeitet mit Hochdruck an der Bearbeitung

„Die Zahlung von Kurzarbeitergeld hilft in der aktuellen Situation den Betrieben in der Landeshauptstadt Kiel und im Kreis Plön, Arbeitsplätze und ihre eingearbeiteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten. Betrieben, die von Kurzarbeit betroffen sind, rate ich deshalb, diese umgehend anzuzeigen. Die entsprechenden Formulare und eine Anleitung, worauf beim Ausfüllen des Anzeige-Formulars geachtet werden muss, finden Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in unserem Internet-Angebot“, gibt Petra Eylander, Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel, wichtige Infos zum Kurzarbeitergeld.

 

Derzeit liegen nur erste Daten zu den Kurzarbeitergeld-Anzeigen vor, was mit dem Prozess der Gewährung von Kurzarbeitergeld zusammenhängt: „Wenn Betriebe Kurzarbeit planen, müssen sie dies zunächst bei der Agentur für Arbeit anzeigen. Dies ist sehr wichtig, denn ohne Anzeige ist später keine Zahlung von Kurzarbeitergeld möglich“, mahnt Eylander eindringlich. Sofern es dann zur Kurzarbeit kommt, kann der Betrieb innerhalb von drei Monaten die erforderlichen Abrechnungslisten einreichen. „Erst danach haben wir einen endgültigen Stand darüber, wie viele Personen in welcher Branche von Kurzarbeit betroffen sind und wie groß der Arbeitsausfall war,“ erläutert Petra Eylander weiter. Nach ersten überschlägigen Auswertungen liegen für den Bezirk der Agentur für Arbeit Kiel (Landeshauptstadt und Kreis Plön) bislang rund 2.400 Anzeigen vor. Diese Zahl überschreitet die ansonsten zu dieser Jahreszeit 50 – 60 Anzeigen aufgrund witterungsbedingten Arbeitsausfalls deutlich und macht die Herausforderungen klar, vor denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sachbearbeitenden Bereiche aktuell stehen.

 

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, diese Anzeigen abzuarbeiten, damit im nächsten Schritt Anträge gestellt und final das Geld ausgezahlt werden kann. Die sachbearbeitenden Bereiche werden deshalb deutlich aus den übrigen Bereichen der Agentur für Arbeit gestärkt. In dieser Woche wird eine große Zahl an zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für diese wichtige Aufgabe geschult.

 

Kurzarbeitergeld ist wie das Arbeitslosengeld eine Pflichtleistung. „Wer einen Anspruch hat, erhält auch diese Leistung“, stellt Eylander klar. „Im Haushalt der Bundesagentur für Arbeit wurde genau für solche Situationen eine Rücklage aus den Beitragsmitteln gebildet. Reicht diese nicht aus, gibt es Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt.“

Für Fragen zum Kurzarbeitergeld steht Betriebe die gebührenfreien Hotline 0800 4 5555 20 zur Verfügung (montags bis freitags von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr).

 

„Wichtig ist mir, den Betrieben in dieser Situation das Vertrauen zu geben, dass alles möglich gemacht wird, um ihnen schnellstmöglich Informationen und Unterlagen zukommen zu lassen und eingehende Anzeigen und Anträge zu bearbeiten“, so Eylander abschließend.

 

Hintergrundinfo zum Verfahren/Zahlung von Kurzarbeitergeld

Wer die Voraussetzungen für die Zahlung von Kurzarbeitergeld erfüllt und diese beantragen will, muss die Kurzarbeit zunächst anzeigen. Das entsprechende Formular ist unter www.arbeitsagentur.de  zu finden. Die Anzeige ist Grundlage für das weitere Verfahren zur Gewährung von Kurzarbeitergeld. Die örtlich zuständige Agentur für Arbeit trifft die Grundsatzentscheidung, ob Kurzarbeitergeld gewährt werden kann. Der Betrieb erhält darüber einen schriftlichen Bescheid. Wird es bewilligt, können Betriebe zum Beispiel mit Hilfe von Lohnabrechnungssoftware oder über ihre Steuerberater die Auszahlungen berechnen. An die Beschäftigten wird dann das Geld für die bereits geleisteten Arbeitsstunden ausgezahlt. Dazu kommt dann noch das Kurzarbeitergeld für die Ausfallstunden. Das heißt, die Betriebe gehen zunächst in Vorleistung. Sie können sich dann das an die kurzarbeitenden Beschäftigten ausgezahlte Kurzarbeitergeld monatlich nachträglich erstatten lassen.