17.07.2020 | Presseinfo Nr. 51

Die Ausbildungsprämie kommt.

Das Ausbildungsprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ wurde von der Bundesregierung beschlossen. Danach können Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten, die Ihr Ausbildungsniveau halten oder gar erhöhen, Zuschüsse bekommen.

Auch wenn das COVID-19 Virus an ganz unterschiedlichen Stellen des Arbeitsmarktes seine Spuren hinterlässt, eins bleibt unverändert: der Bedarf an Fachkräften. „Es ist deshalb auch in der gegenwärtigen Situation wichtig, dass Betriebe weiterhin in Ausbildung investieren“, so Petra Eylander, Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel.

Um dies zu unterstützen, hat die Bundesregierung das Ausbildungsprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ für klein und mittelständische Unternehmen (KMU) ins Leben gerufen. Danach erhalten Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten, die von der Corona-Krise erheblich betroffen sind, in vier Fällen Zuschüsse:  Wenn das Ausbildungsangebot nicht verringert oder sogar erhöht wird, wenn Azubis von der Kurzarbeit ausgenommen werden und wenn Azubis anderer Betriebe, die pandemiebedingt Insolvenz anmelden mussten, übernommen werden.

Gerade mit Blick auf das in Kürze beginnende neue Ausbildungsjahr kann insbesondere die Ausbildungsprämie, die Entscheidung der Betriebe neue Ausbildungsverhältnisse abzuschließen, unterstützen. In die Förderung grundsätzlich einbezogen werden sollen Ausbildungen, die frühestens am 1. August 2020 beginnen. Auf den Zeitpunkt des Abschlusses des Ausbildungsvertrags kommt es dabei nicht an.

In Zahlen ausgedrückt beträgt die Ausbildungsprämie für KMU, die ihr Ausbildungsplatzangebot im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrechterhalten, für jeden in 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag 2.000 Euro.

KMU, die über das Niveau der Vorjahre ausbilden, erhalten für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag eine Ausbildungsprämie von 3.000 Euro. In beiden Fällen ist es eine einmalige Leistung nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit.

Die Summe von 3.000 Euro können auch kleine und mittelständische Unternehmen in Form einer Ausbildungs- bzw. Übernahmeprämie erhalten, wenn diese Unternehmen Auszubildende aus Betrieben übernehmen, die in der Pandemie Insolvenz anmelden müssen.

Förderbar sind Berufsausbildungen in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen.

„Die Corona-Pandemie hat die Kieler und Plöner Ausbildungsbetriebe und ihre Auszubildenden in eine schwierige Lage gebracht“, so Eylander weiter.

 „Die Ausbildungsprämie kann eine gute Motivation für die Betriebe sein, auch unter schwierigen Bedingungen ihre Ausbildungsanstrengungen aufrecht zu erhalten. Aktuell befindet sich die Umsetzung der Förderrichtlinie für die Ausbildungsprämien zwar noch in der Abstimmung. Der gemeinsame Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Kiel wird Sie aber wie bei der Suche nach Arbeitskräften und Auszubildenden auch bei der Ausbildungsprämie unterstützen,“ erläutert Petra Eylander.

„Die Prämie ist eine wichtige Maßnahme, um die berufliche Ausbildung zu stärken und damit sowohl jungen Menschen eine Zukunftsperspektive zu geben, als auch Fachkräfte für die Unternehmen der Region in der schwierigen Corona-Zeit zu sichern. Nutzen Sie unsere Onlineangebote unter www.arbeitsagentur.de oder die gebührenfreie Arbeitgeberhotline unter 0800 4 555520,“ schließt Eylander.