05.11.2020 | Presseinfo Nr. 70

Landeshauptstadt Kiel: Vielen Jugendlichen gelingt trotz rückläufiger Stellenmeldungen der Sprung in Ausbildung

Agentur für Arbeit veröffentlicht Jahresergebnisse

-Stellenseite-

In der Zeit vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter in der Landeshauptstadt Kiel 1.717 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 324 oder 15,9 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
„Dies als alleinige Auswirkung der Corona-Pandemie zu werten, wäre jedoch verfehlt! Die meisten Betriebe melden ihre Berufsausbildungsstellen bereits bis März. In diesem Jahr waren es fast 1.500. Damit lag die Zahl bereits zu diesem Zeitpunkt um 16,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Fakt ist, dass in der Zeit nach Corona aufgrund der demographischen Entwicklung der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften steigen wird. Insofern gilt unverändert: Wer seinen Betrieb für die Zukunft aufstellen will, ist gut beraten, seine künftigen Fachkräfte jetzt auszubilden. Aufgrund der schwierigen Lage in einigen Branchen ist dies aktuell eine Herausforderung, dennoch sollte das Thema Ausbildung immer mitgedacht werden.
Deshalb freue ich mich, dass uns dennoch bis Ende September 2020 mehr als 1.700 freie Ausbildungsplätze von den Kieler Betrieben gemeldet wurden“.

-Bewerberseite-

„Erfreulich ist,“ fährt die Agentur-Chefin fort, „dass die Zahl der Jugendlichen, die das kostenlose und neutrale Gesprächsangebot der Berufsberatung in Anspruch nehmen, stabil geblieben ist“. Im abgelaufenen Beratungsjahr – vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 – wurden 1.681 junge Menschen als Bewerberinnen und Bewerber bei der Berufsberatung registriert. Das ist ein kleiner Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 39 oder 2,4 Prozent.
„Corona zum Trotz ist die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Kiel immer noch eine gefragte Adresse, wenn es um Berufsorientierung und Berufswahl geht. In den Monaten vor den Auswirkungen der Pandemie haben bereits zahlreiche Berufsorientierungsveranstaltungen und Sprechstunden in den Schulen stattgefunden. Rund 75 Prozent aller Bewerberinnen und Bewerber haben sich bis dahin bei der Berufsberatung registriert. Die Bundesagentur für Arbeit hat zudem für die Vorbereitung auf diese Gespräche ihre digitalen Angebote gezielt ausgebaut. Jugendlichen steht beispielsweise das Selbsterkundungstool Check-U zur Verfügung, um sich auch von zu Hause auf das Gespräch mit den Beratungsfachkräften vorzubereiten“. Nach dem Lockdown im März konnten die Beratungsfachkräfte in telefonischen Beratungen an die bis dahin gelegten Grundlagen anknüpfen.