06.11.2020 | Presseinfo Nr. 72

Ausbildungsmarktbilanz zum Ende des Beratungsjahrs

Agentur für Arbeit stellt Bilanz zum Ausbildungsmarkt 2020 vor

-Stellenseite-

In der Zeit vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im Kreis 444 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 54 oder 10,8 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

„Dies als alleinige Auswirkung der Corona-Pandemie zu werten, wäre jedoch verfehlt! Die meisten Betriebe melden ihre Berufsausbildungsstellen bereits bis März. In diesem Jahr waren es 370. Damit lag die Zahl bereits zu diesem Zeitpunkt um 12,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Fakt ist, dass in der Zeit nach Corona aufgrund der demographischen Entwicklung der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften steigen wird. Insofern gilt unverändert: Wer seinen Betrieb für die Zukunft aufstellen will, ist gut beraten, seine künftigen Fachkräfte jetzt auszubilden. Aufgrund der schwierigen Lage in einigen Branchen ist dies aktuell eine Herausforderung, dennoch sollte das Thema Ausbildung immer mitgedacht werden.
Deshalb freue ich mich, dass uns dennoch bis Ende September 2020 444 Ausbildungsplätze von den Betrieben aus dem Kreis Plön gemeldet wurden“.

-Bewerberseite-


„In diesem Beratungsjahr haben wir bei den bei der Berufsberatung registrierten Bewerberinnen und Bewerber im Kreis Plön einen Rückgang zu verzeichnen. Vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 nahmen 579 junge Menschen das kostenfreie Angebot an. Das sind 44 oder 7,1 Prozent weniger als vor einem Jahr“, so die Agentur-Chefin beim Blick auf die Bewerberseite des Ausbildungsmarktes. In den Monaten vor den Auswirkungen der Pandemie haben bereits zahlreiche Berufsorientierungs-veranstaltungen und Sprechstunden in den Schulen stattgefunden Nach dem Lockdown im März konnten die Beratungsfachkräfte in telefonischen Beratungen an die bis dahin gelegten Grundlagen anknüpfen. Die Bundesagentur für Arbeit hat zudem für die Vorbereitung auf diese Gespräche ihre digitalen Angebote gezielt ausgebaut. Jugendlichen steht beispielsweise das Selbsterkundungstool Check-U zur Verfügung, um sich auch von zu Hause auf das Gespräch mit den Beratungsfachkräften vorzubereiten“.