31.03.2021 | Presseinfo Nr. 21

Arbeitsmarktbericht für die Landeshauptstadt Kiel

Daten und Einschätzungen zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt

Petra Eylander, Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel, sagte zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in der Landeshauptstadt:
„Die sonst übliche Dynamik am Arbeitsmarkt wird pandemiebedingt gedrosselt. Das zeigt die langfristige Entwicklung der Zahlen. Allerdings muss man bei der Betrachtung der Daten berücksichtigen, dass der März 2020 statistisch noch nicht von der Pandemie betroffen war. Die Zahl der arbeitslosen Menschen liegt deshalb aktuell auf einem deutlich höheren Niveau als vor einem Jahr. Die für den März typische Frühjahrsbelebung fällt zudem in diesem Jahr deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Ein kleiner Lichtblick ist aber allein schon die Tatsache, dass die Zahl der arbeitslosen Menschen in der Landeshauptstadt Kiel wieder unter die 12.000er-Marke gefallen ist. Das ist unter den aktuellen durch die Pandemie bestimmten Rahmenbedingungen keinesfalls selbstverständlich. Das Instrument der Kurzarbeit bleibt auch im zwölften Pandemie-Monat ein mitbestimmender Faktor für die Entwicklung des lokalen Arbeitsmarktes. Es schützt die Menschen vor Arbeitslosigkeit und schafft für Betriebe die Möglichkeit einen schnellen Re-Starts, sobald es wieder denkbar und möglich ist.“

Zur Stellennachfrage sagte sie:
„Die in diesem Monat gemeldeten 623 sozialversicherungs-pflichtigen Stellen verdeutlichen, dass es weiterhin Bewegung auf dem Arbeitsmarkt gibt. Auch wenn wir rein statistisch betrachtet gegenüber dem März 2020 46 oder 6,9 Prozent weniger Stellen im aktuellen Monat zu verzeichnen haben, liegt das vor allem daran, dass im Vorjahr uns der Großteil dieser im März gezählten freien Arbeitsplätze bereits vor dem eigentlichen Lockdown Mitte des Monats gemeldet wurde.

Die Betriebe sind bereit und warten auf ein Startsignal, dass es möglichst bald wieder losgeht. Das zeigt auch nur der geringe Rückgang der Stellenmeldungen gegenüber dem Vormonat Februar von 31 oder 4,7 Prozent. In den Meldungen für den Februar war sicherlich das eine oder andere Stellenangebot aufgrund der erhofften Ostersaison enthalten. Deshalb zeigt sich trotz der Pandemie auch die Stellenseite des Arbeitsmarktes durchaus robust.“