31.03.2021 | Presseinfo Nr. 22

Arbeitsmarktbericht für den Kreis Plön

Daten und Einschätzungen zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt

Petra Eylander, Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel, sagte zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen im Kreis Plön:

„Im Vergleich zum Vormonat Februar haben wir einen saisontypischen Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Dieser ist mit 205 oder 6,2 Prozent recht deutlich ausgefallen. Das ist ein kleiner Lichtblick. Zuletzt gab es im Jahr 2012 von Februar auf den März einen ähnlich hohen Rückgang. Das ist auf den ersten Blick erfreulich, wird aber ein wenig dadurch getrübt, dass sich die Arbeitslosigkeit auf einem deutlich höheren Niveau als in den beiden letzten Jahren bewegt. Allerdings muss man bei der Betrachtung der langfristigen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt berücksichtigen, dass der März 2020 statistisch noch nicht von der Pandemie betroffen war. Aber auch in der langfristigen Betrachtung gibt es erstmals seit Monaten wieder ein positives Zeichen. Die Jugendarbeitslosigkeit ist um 24 oder 8,4 Prozent zurückgegangen. Ob sich diese positiven Tendenzen in den Folgemonaten fortsetzen werden, ist aktuell nicht absehbar“.

Beim Blick auf die Stellennachfrageseite des Arbeitsmarktes sagte sie: „Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt auch im März stabil. Sowohl gegenüber dem Vormonat haben wir mit einem Plus 3 oder 2,4 Prozent als auch im noch wichtigeren Vorjahresvergleich mit einem Zuwachs von 2 oder 1,6 Prozent jeweils eine kleinere Steigerung der Stellennachfrage zu verzeichnen. Es ist Bewegung auf dem Stellenmarkt.
Es zeigt deutlich, dass die Betriebe im Kreis Plön trotz des eingeschränkten Ostergeschäfts weiterhin daran arbeiten, sich auf einen Start nach dem Lockdown vorzubereiten und entsprechend rechtzeitig Fachkräfte zu suchen“.