29.04.2021 | Presseinfo Nr. 25

Arbeitsmarktbericht für die Landeshauptstadt Kiel

Daten und Einschätzungen zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt

Petra Eylander, Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel, sagte zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in der Landeshauptstadt:
„Die sonst übliche Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt wird pandemiebedingt gedrosselt. In der langfristigen Betrachtung der Daten ist es erstmals möglich, zwei Monate, die durch die Pandemie beeinflusst waren, zu vergleichen. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer liegt in Kiel leicht über dem Wert von April 2020 und damit des ersten kompletten Monats im Lockdown. Insgesamt haben wir durch die Auswirkungen von ‚Corona‘ ein höheres Niveau bei der Zahl der registrierten arbeitslosen Menschen zu verzeichnen. Höher war deren Zahl davor in einem April zuletzt im Jahr 2017. Dennoch gibt es trotz der durch die Pandemie bestimmten Rahmenbedingungen Lichtblicke am Arbeitsmarkt. Die Zahl derjenigen die sich aus Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit abmelden liegt mit 50 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert. Im gleichen Zuge haben sich fast ein Drittel weniger Menschen als im April 2020 nach vorheriger beruflicher Tätigkeit arbeitslos gemeldet. Darüber hinaus ist die Zahl derjenigen, die zu den kurzzeitigen Arbeitslosen zählen und damit durch die Agentur für Arbeit betreut werden sowohl im Vergleich zum Vormonat März um 226 oder 6,8 Prozent als auch im Vergleich zum April des Vorjahres um 13 oder 0,4 Prozent zurückgegangen.“

Zur Stellennachfrage sagte sie:
„Es ist sehr erfreulich, dass die Betriebe uns trotz der pandemiebedingten Beschränkungen mehr Stellen als im Vormonat März zur Besetzung gemeldet haben. Der deutliche Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Stellen gegenüber dem Vorjahr ist aber eher dem Umstand geschuldet, dass im April des Vorjahres unsere Wirtschaft erstmals durch ‚Corona‘ heruntergefahren wurde. Dennoch machen die Zahlen Mut und Hoffnung für die Zeit nach der Pandemie. Zeigen sie doch, dass die Betriebe in den Startlöchern stehen und der Bedarf, Fachkräfte einzustellen, weiterhin gegeben ist.“