29.04.2021 | Presseinfo Nr. 26

Arbeitsmarktbericht für den Kreis Plön

Daten und Einschätzungen zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt

Petra Eylander, Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel, sagte zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen im Kreis Plön:

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen im Kreis Plön ist im Vergleich zum Vormonat März saisontypisch gesunken. Der Rückgang von März auf den April bewegt sich dabei in den Jahren vor der Pandemie üblichen Rahmen. Deutlich spannender ist die Entwicklung der Zahl der arbeitslosen Menschen im Vorjahresvergleich. Der April 2020 war der erste komplette Monat, indem sich der erste Lockdown direkt auf den Arbeitsmarkt auswirkte. Umso erfreulicher ist es, dass die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer im Kreis Plön im Vergleich zum Vorjahr um 162 oder 5,2 Prozent gesunken ist. Das ist ein echter erster Lichtblick auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der arbeitslosen Menschen im Kreis liegt mit 2.974 erstmals wieder seit 13 Monaten unter der 3.000er-Marke und bewegt sich in etwa auf dem Niveau von April 2018. Damals wurden 3.011 Frauen und Männer als arbeitslos registriert. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zu April 2020 von 4,7 Prozent auf nunmehr 4,5 Prozent gesunken. Der Arbeitsmarkt im Kreis Plön erweist sich trotz der fortbestehenden pandemiebedingten Einschränkungen und der ausgefallenen Ostersaison in den Tourismusgebieten außerordentlich robust. Die Monat für Monat steigende Zahl der Abgänge aus Arbeitslosigkeit in eine Erwerbstätigkeit bestätigt den aktuell positiven Trend am Arbeitsmarkt. 
Viele Betriebe haben in der Krise ihre Beschäftigten gehalten und stehen in den Startlöchern, wenn die Einschränkungen durch Corona aufgehoben werden.“

Beim Blick auf die Stellennachfrageseite des Arbeitsmarktes sagte sie: „In diesem Monat sind unserem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter Kreis Plön 129 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden, das sind 3 oder 2,4 Prozent mehr als im März. Im langfristigen Vergleich haben wir es gegenüber dem April 2020 mit einer deutlichen Steigerung zu tun. Diese ist aber einzig und allein darauf zurück zu führen, dass vor einem Jahr die Nachfrage nach Arbeitskräften durch die unmittelbaren Auswirkungen der Pandemie nahezu eingebrochen war. Die Tendenz in diesem Frühjahr stimmt jedoch. Es ist Bewegung auf dem Stellenmarkt. Seit Jahresbeginn haben wir 438 sozialversicherungspflichtige Stellen für das Jahr 2021 gemeldet bekommen. Das sind 65 oder 17,4 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2020.“