29.07.2021 | Presseinfo Nr. 39

Arbeitsmarktbericht für den Kreis Plön

Daten und Einschätzungen zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt

Petra Eylander, Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel, sagte zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen im Kreis Plön:

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Vergleich zum Vormonat Juni saisontypisch gestiegen. Allerdings fällt dieser Anstieg um 16 oder 0,6 Prozent im langjährigen Vergleich moderat aus, eine bessere Entwicklung gab es zuletzt im Juli 2016. Im Hochsommer beenden viele jüngere Menschen ihre Ausbildung. Nicht alle werden von ihren Lehrbetrieben unmittelbar übernommen und melden sich dementsprechend arbeitslos. Auch Quartalsentlassungen zum 30. Juni wirken sich auf die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen aus. Gegenüber dem Vorjahr setzt sich der positive Trend am Arbeitsmarkt der letzten Monate aber fort. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer ist erneut deutlich zurückgegangen. Wir nähern uns Monat für Monat den Zahlen im Jahr vor der Pandemie an.“

Beim Blick auf die Stellennachfrageseite des Arbeitsmarktes sagte sie: „Nach verständlicherweise verhaltenem Start zu Beginn des Jahres - mitten im zweiten Lockdown - erholte sich die Zahl der Stellenmeldungen im Kreis Plön im Verlaufe des Frühjahrs. Mit den aktuell für den Juli 157 gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen im Kreis Plön haben wir einen neuen Höchststand im Jahr 2021 erreicht. Auch bei den Stellenmeldungen lohnt sich ein Blick in die Vor-Corona-Zeit. Im Juli 2019 wurden uns 161 freie Arbeitsplätze gemeldet. Damit haben wir aktuell fast die Zahl der gemeldeten freien Stellen im Juli vor der Krise erreicht. Das zeigt deutlich, dass nicht nur der Tourismussektor in den letzten Wochen im Kreis Fahrt aufgenommen hat, sondern dass der Bedarf an Fachkräften in der Wirtschaft unverändert vorhanden ist. Damit steigen dann auch die Chancen für die bei uns arbeitslos gemeldeten Menschen, eine neue Beschäftigung zu finden. Es macht aber auch deutlich, wie wichtig das Thema Fort- und Weiterbildung bleibt, wenn nur noch 20 Prozent der uns gemeldeten Stellen keine Qualifizierung erfordern.“