28.10.2021 | Presseinfo Nr. 49

Arbeitsmarktbericht für die Landeshauptstadt Kiel

Daten und Einschätzungen zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt.

 

Petra Eylander, Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel, sagte zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in der Landeshauptstadt:

„Der Schwung der beginnenden Herbstbelebung im September konnte auch in den Oktober mitgenommen werden.  Erneut gab es kurzfristige, also zum Vormonat, sowohl langfristige, zum Vorjahr, Rückgänge der Arbeitslosigkeit. Begriffe wie Stabilität und Robustheit sind nun vermehrt zutreffende Beschreibungen für den Kieler Arbeitsmarkt. Mit Blick auf den kommenden Winter sind dies wichtige Signale der Wirtschaft, denn die Zugänge in Arbeitslosigkeit aus Beschäftigung sanken auch im Oktober. Und der „Gegenspieler“, die Abgänge aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung, ist zwar nicht mehr im Vollsprintmodus der Vormonate unterwegs, liegt aber gleichwohl immer noch sehr gut im Rennen. Um in der Sportsprache zu bleiben, liegen diese mit 724 Arbeitsaufnahmen auch im Oktober klar noch in Führung und damit über dem Niveau der 654 Zugänge. Die Nachfrage nach Arbeitskräften hält stabil an und deutet eine Rückkehr zum goldenen Oktober an“.

Zur Stellennachfrage sagte sie:

„Der Vormonat September war im Stellenzugang ein starker Monat, so dass auf den ersten flüchtigen Blick die Arbeitskräftenachfrage im Oktober mit seinen „nur“ 599 neu gemeldeten sozialversicherungs-pflichtigen Stellen etwas Luft zu holen scheint. Die Rückgänge zum Vormonat bestätigen aber nur die zum Ende des Sommers starken Nachholbedarfe, die jetzt zum Teil befriedigt werden konnten.

Dem gemeinsamen Arbeitgeberserviceteam der Arbeitsagentur und Jobcenter wurden seit Jahresbeginn 6.779 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Dies ist ein Anstieg von 1.285 oder 23,4 Prozent zum Vorjahr. Dieser Zuwachs von fast einem Viertel im Jahresverlauf zu 2020 zeigt die wiedergewonnene Stärke der Nachfrage der Kieler Wirtschaft.

Auch die Vergleichswerte vor den pandemiebedingten Einschränkungen in 2019 mit 7.010 Stellen sind damit nicht mehr weit entfernt. Wir freuen uns auf jede Arbeitsstelle und werden weiter nicht müde zu betonen, dass jede Stelle auch eine neue Chance unseren arbeitsuchenden Kundinnen und Kunden bedeutet, um wieder auf dem Arbeitsmarkt einzumünden.“