01.02.2022 | Presseinfo Nr. 8

Arbeitsmarktbericht für den Kreis Plön

Daten und Einschätzungen zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt

Petra Eylander, Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel, sagte zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen im Kreis Plön:

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen im Kreis Plön ist gegenüber dem Vorjahr signifikant gesunken. Im Januar wurden 2.810 arbeitslose Frauen und Männer registriert und damit 502 oder 15,2 Prozent weniger als im Januar 2021. Damit bleibt die Zahl der arbeitslosen Menschen auch im Januar deutlich unter der 3.000er-Marke. Das gab es in den letzten 40 Jahre erst einmal – im Januar 2020. Damals wurde 2.927 arbeitslose Menschen im Kreis Plön gezählt. Der aktuelle Stand der Arbeitslosigkeit ist somit auch der niedrigste im ersten Monat des Jahres seit den 1980ziger Jahren. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt deshalb auch weiterhin bei erfreulich niedrigen 4,2 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen um 209 oder acht Prozent gestiegen. Dabei handelt es sich um saisontypische Winterarbeitslosigkeit. Viele Betriebe – insbesondere im Tourismusgeschäft – machen nach der Weihnachtssaison erst einmal Pause. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bewegt sich zudem in einem für die Jahreszeit üblichen Rahmen. Ob es zum Februar – wie in den letzten Jahren – schon einen Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen gibt, bleibt abzuwarten. In Pandemie-Zeiten spielen auch noch andere als saisonale Faktoren eine Rolle, so dass wir von Monat zu Monat weiterschauen, in welche Richtung sich der Arbeitsmarkt bewegen wird.“

Zur Stellenseite des Arbeitsmarktes im Kreis Plön sagte sie:

„Auch die Zahl der unserem gemeinsamen Arbeitgeber-Service gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen bleibt auf einem hohen Niveau. Zwar sind uns im Vergleich zum Dezember 20 oder 16,1 Prozent weniger Stellen gemeldet worden, gegenüber dem Januar 2021 sind es aber 44 oder 73,3 Prozent mehr. Richtig deutlich wird diese positive Entwicklung erst, wenn man sich die Jahre vor Corona anschaut. So wurden uns unmittelbar vor den ersten Auswirkungen der Pandemie im Januar 2020 lediglich 84 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, im Jahr zuvor waren es zum gleichen Zeitpunkt sogar nur 77. Deshalb ist der Start in das neue Jahr mit der aktuellen Zahl von 104 sozialversicherungspflichtigen Stellen durchaus gelungen. Das macht Hoffnung für die nächsten Monate, wenngleich auch für die weitere Entwicklung der Stellennachfrage immer die Einflüsse der aktuellen Corona-Lage berücksichtigt werden müssen.“