02.09.2022 | Presseinfo Nr. 53

Der Start in Ausbildung ist unverändert möglich!

Jetzt einen Berufsberatungstermin holen!

Der 1. August und der 1. September gelten langläufig als die Termine, wo das neue Ausbildungsjahr beginnt.

Dennoch ist für Jugendliche, die bislang keine Ausbildungsstelle gefunden haben, auch für das Jahr 2022 noch nichts verloren.

„Der Starttermin für das Ausbildungsjahr ist nicht mehr in Stein gemeißelt“, betont Hans-Martin Rump, Leiter der Agentur für Arbeit Kiel.

„Erfahrungsgemäß ist es noch weit bis in den Herbst hinein möglich, eine Ausbildungsstelle zu finden. Gerade in den letzten Jahren hat sich durch die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie der Ausbildungsmarkt weiter flexibilisiert. Eine Grund-Voraussetzung bleibt aber unverändert: Die jungen Leute und die Betriebe müssen zueinander finden. Da helfen wir mit unserer Berufsberatung“, rät er dazu, kurzfristig einen Beratungstermin zu vereinbaren.

Aktuell sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Kiel noch 635 Berufsausbildungsstellen unbesetzt. Das sind zwar 6 oder 0,9 Prozent weniger als vor einem Jahr dennoch im Hinblick auf die künftigen Bedarfe der Wirtschaft noch zu viele, wie Rump weiter ausführt: „Wir haben auch jetzt immer noch zahlreiche attraktive duale Ausbildungsstellen im Köcher. Die Spannweite reicht dabei von ‚A‘ wie Anlagenmechaniker/in über ‚K‘ wie verschiedene kaufmännische Berufe bis ‚Z‘ wie Zahnmedizinische Fachangestellt/e. Jugendliche die räumlich aber auch in der Auswahl ihrer Ausbildungsstelle flexibel sind, sollten die sich noch bietenden Chancen schnell nutzen“, so Rump weiter.

„Karriere und gutes Geld verdienen funktioniert am besten, wenn eigene Interessen und Fähigkeiten maßgeblich für die Berufswahl sind, weil Freude am Job Türen öffnet. Wer lieber praktisch arbeitet als theoretisch lernt, sollte sich ernsthaft mit einer dualen Ausbildung auseinandersetzen. Sie bietet eine ebenso gute Grundlage für eine gutes berufliches Fortkommen wie ein Studium, was wiederum nicht in jedem Falle zu einem überdurchschnittlichen Einkommen führt,“ erläutert Rump die Entscheidungsparameter für eine Berufsausbildung.

Dabei kommt es nicht nur auf die Noten im letzten Schulzeugnis an: „Betrieben, die ihre Ausbildungsplätze bislang aus verschiedensten Gründen nicht besetzen konnten, rate ich auch auf die Talente der jungen Leute zu schauen, indem Gespräche geführt oder ein persönliches Kennenlernen auf andere Art organisiert wird. Oft wird dann der zweite Blick zur ersten Wahl. Und wenn es mal in der Berufsschule Probleme gibt, helfen wir gern mit ausbildungsbegleitenden Hilfen – eine Art Nachhilfeunterricht – weiter“.

Aktuell gelten noch 607 bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit als unversorgt. Das sind immerhin 170 oder 21,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.

„Wir sind gemeinsam mit allen Akteuren in der Region weiterhin am Ball, um möglichst vielen Jugendlichen ein Angebot machen zu können“, erläutert Rump.

So haben der gemeinsame Arbeitgeber-Service und die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Kiel aktuell Bewerbertage bei Firmen in der Region initiiert, um Jugendliche und Ausbildungsbetriebe zusammen zu bringen. Vor wenigen Tagen fand erneut eine Messe für ‚unversorgte‘ Jugendliche im Berufsinformationszentrum statt.

„Wenn es trotz aller Bemühungen mit der Ausbildung in diesem Jahr nicht klappen sollte, lassen wir die Jugendlichen nicht im Regen stehen. Es gibt auch Überbrückungsangebote, wie zum Beispiel die Berufsvorbereitung, über die unsere Berufsberatung gern informiert“, so der Agentur-Chef abschließend.

Service:

Ein Termin bei der Berufsberatung kann ganz einfach über die Sammelrufnummer 0431 709 1000 oder über www.arbeitsagentur.de/eservices  gebucht werden.

Betriebe können sich bei Fragen zum Stellenbesetzungsverfahren gern an den gemeinsa-men Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Kiel und der Jobcenter Kiel und Kreis Plön wenden. Die gebührenfreie Rufnummer lautet hier: 0800 4 5555 20.