18.02.2022 | Presseinfo Nr. 10

Auf ins Abenteuer Zukunft

Berufsorientierung in einem Erlebnisparcours

In der Landeshauptstadt Kiel startete am Mittwoch dieser Woche der „Stärken-Parcours“, der innovative Erlebnisparcours zur Stärkenentdeckung, Beruflichen Orientierung und Lebensplanung für Schülerinnen und Schüler. Im Terminal am Ostseekai werden bis zum 25. Februar 2022 rund 1.000 Schüler/innen aus 13 Schulen der Landeshauptstadt teilnehmen.

Petra Eylander, Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel, sagt zu diesem erstmals in Kiel angebotenen Projekt: „Die Herausforderungen am Übergang von der Schule in den Beruf sind größer denn je. So gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl möglicher Ausbildungs- und Studienangebote. Da fällt dann die berufliche Orientierung schwer.

Junge Menschen benötigen frühzeitig kreative Unterstützungsangebote, um sich ihre Stärken und Talente bewusst zu werden. Der Stärken-Parcours ist hierfür hervorragend geeignet und ich freue mich sehr, dass wir dieses Angebot erstmal in Kiel vorhalten können.“

Unter dem Motto „Finde heraus, was dich interessiert! Du kannst viel mehr, als du bislang weißt!“ werden Jugendliche der siebten Klassen der Gemeinschaftsschulen beim frühzeitigen Entdecken eigener Stärken und Interessen unterstützt. Spielerisch bietet der Stärken-Parcours Orientierungs- und Entscheidungshilfe für die Berufs- und Lebensplanung und unterstützt bei der Entwicklung realisierbarer Zukunftsperspektiven. Finanziert wird der Stärken-Parcours vom Land Schleswig-Holstein und der Bundesagentur für Arbeit.

Im Mittelpunkt des neuen Stärken-Parcours steht der rund 500 Quadratmeter große Erlebnisparcours. Spielerisch geht es auf eine Reise durch sechs Spielstationen: vom Reiseterminal über den Zeittunnel ins Labyrinth und von der sturmfreien Bude über die Bühne in die Auswertung. Je nach Wahl von Aufgabe und Lösungsweg sammeln die Jugendlichen ihr individuelles Feedback in Form verschiedener Stärkensymbole und üben sich auch in der Selbsteinschätzung. An sogenannten „Stärkenschränken“ entdecken die Jugendlichen am Ende des Parcours, welche Tätigkeiten und Berufsfelder zu ihren Stärken passen und in welchen Praktika sie sich ausprobieren könnten. Neben der Beruflichen Orientierung spielt die Lebensplanung eine wichtige Rolle im Projekt. Die Jugendlichen setzen sich mit ihren Lebensträumen, Rollenbildern und Chancen auseinander: „Wie will ich später einmal leben – was ist wie möglich?“. Sie erfahren beim Lösen handlungsorientierter Aufgaben, dass sie zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen und eigene Entscheidungen treffen können.

Parallel dazu werden für die begleitenden Lehrkräfte und schulischen Begleitpersonen eigene Workshops durchgeführt, in denen sie Informations- und Unterrichtsmaterial in Form von Print- und Onlinematerialien zur nachhaltigen Vertiefung im Berufswahlunterricht erhalten.

 „Der Stärken-Parcours ist ein Projekt, das Jugendlichen – losgelöst vom räumlichen Kontext Schule – bereits in der 7. Klasse einen Raum gibt, ihre eigenen Stärken zu entdecken und anschließend in Bezug auf die Berufliche Orientierung zu reflektieren. Den Erziehungs- und Sorgeberechtigten, als erste Ansprechpersonen der Jugendlichen zum Thema Lebensplanung, bieten wir einen separaten Elternabend an, an dem regionale Unterstützungsangebote vorgestellt werden. Neben den Jugendlichen selbst wird somit das gesamte Umfeld in den beginnenden Prozess der Lebensplanung von Anfang an mit eingebunden“, sagte Antje Ruppert von der Sinus – Büro für Kommunikation GmbH.