11.11.2021 | Presseinfo Nr. 55

Landeshauptstadt Kiel: Agentur für Arbeit zieht Ausbildungsmarktbilanz

Agentur für Arbeit veröffentlicht Jahresergebnisse

In der Landeshauptstadt Kiel haben sich im Berichtszeitraum Oktober 2020 bis Ende September 2021  1.436 Jugendliche als Bewerberinnen und Bewerber in der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Kiel registrieren lassen. Das sind 245 oder 14,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Zum 30. September 2020 waren 1.681 und im „Vor-Corona-Jahr“ 2019 1.642 junge Menschen bei der Berufsberatung gemeldet.

389 Jugendliche haben aktuell aus unterschiedlichen Gründen noch keine Anschlussperspektive gefunden.

Zugleich wurden bis Ende September 2021 von der Betrieben der Landeshauptstadt Kiel 1.772 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 55 oder 3,2 Prozent mehr als zum September des Vorjahres. Zum 30. September 2019 - und damit in der Zeit vor der Pandemie -  waren dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter Kiel 2.041 Ausbildungsplätze in der Landeshauptstadt gemeldet worden.

111 der 1.772 gemeldeten Ausbildungsstellen gelten zum Ende des Berichtszeitraums noch als unbesetzt.

Petra Eylander, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kiel, analysierte die Ausbildungsmarkt-Zahlen für die Landeshauptstadt Kiel im Rahmen einer Pressekonferenz in der Technischen Akademie Nord: „Die Rahmenbedingungen am Ausbildungsmarkt waren in der Zeit von Oktober 2020 bis September 2021 von Corona-bedingten Einschränkungen geprägt. Die zweite Welle der Pandemie und damit verbunden der Lockdown der Wirtschaft im Winter bis weit in das Frühjahr hinein hat die Entwicklung des lokalen Ausbildungsmarktes beeinflusst. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass die Betriebe in der Landeshauptstadt eine unverändert hohe Ausbildungsbereitschaft zeigen. Unserem gemeinsamen Arbeitgeber-Service wurden 1.772 freie Ausbildungsplätze gemeldet.

Im ersten von der Pandemie beeinflussten Berichtsjahr 2019/2020 waren es 1.717 und damit 55 oder 3,2 Prozent weniger Lehrstellen. Auch wenn wir noch ein stückweit unter der Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze aus der Vor-Corona-Zeit liegen, so ist es doch unter den gegebenen Rahmenbedingungen ein solides Ergebnis, auf das es in den Folgejahren aufzubauen gilt. Die demografische Entwicklung und die Entwicklung am Arbeitsmarkt bedingen, dass Betriebe unverändert jede ausgebildete Fachkraft brauchen werden.

Aktuell ist in der Landeshauptstadt Kiel jede/r fünfte Arbeitnehmer/in über 55 Jahre alt. Deshalb ist richtig und wichtig, weiterhin auf Ausbildung zu setzen, um in die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens zu investieren.“

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