30.11.2021 | Presseinfo Nr. 58

Arbeitsmarktbericht für die Landeshauptstadt Kiel

Daten und Einschätzungen zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt.

 

Petra Eylander, Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel, sagte zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in der Landeshauptstadt:

„Der Arbeitsmarkt geht mit Elan in den nahenden Winter. Nicht nur gegenüber dem Vormonat Oktober und gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der arbeitslosen Menschen in der Landeshauptstadt Kiel gesunken, mit nunmehr 9.664 registrierten arbeitslosen Frauen und Männern haben wir den bislang niedrigsten Stand der Arbeitslosenzahl seit mindestens 30 Jahren erreicht. Bislang konnte die 10.000er-Marke in diesem Zeitraum nur einmal unterboten werden, das war im November 2019 und damit unmittelbar vor Beginn der Corona-Pandemie. Der Arbeitsmarkt in der Landeshauptstadt Kiel hat sich somit erst einmal von den Folgen der Pandemie erholt. Ob sich dieser Trend fortsetzt, hängt nicht zuletzt davon ab, ob es aufgrund der Entwicklung der Infektionslage erneut zu Einschränkungen in der Wirtschaft kommt“.

Zur Stellennachfrage sagte sie:

„Das Auf und Ab bei den Stellenmeldungen der letzten Monate setzt sich im November fort. So wurden uns beispielsweise mit aktuell 775 sozialversicherungspflichtigen Stellen fast genauso viele freie Arbeitsplätze wie im starken Monat September gemeldet. Gegenüber dem Vormonat Oktober sind es 176 oder 29,4 Prozent mehr. Zum einen sind es immer noch Nachholeffekte aber auch kurzfristige Einstellungen im Advents- und Weihnachtsgeschäft, die für diesen Zuwachs sorgen.

Dem gemeinsamen Arbeitgeberserviceteam der Arbeitsagentur und Jobcenter wurden seit Jahresbeginn 7.554 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Dies ist ein Anstieg von 1.562 oder 26,1 Prozent zum Vorjahr. Dieser Zuwachs von mehr als einem Viertel im Jahresverlauf zu 2020 zeigt die wiedergewonnene Stärke der Nachfrage der Kieler Wirtschaft.

Mit diesen 7.554 neuen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen haben wir de facto den Stand der vor Corona-Zeit erreicht. Damals wurden 7.574 Stellen registriert.

Das ist ein starkes Ergebnis und betont den Willen der Betriebe, die pandemiebedingten Einschränkungen hinter sich zu lassen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Robustheit des Arbeitsmarktes auch in den kommenden Wochen und Monaten des Winters trotz steigender Infektionszahlen trägt“.