08.03.2021 | Presseinfo Nr. 15

Agentur für Arbeit erinnert Unternehmen

Anzeigepflicht gilt auch für Betriebe, die in 2020 von Kurzarbeit betroffen waren.

Unternehmen mit durchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätzen sind gesetzlich verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Die örtlichen Arbeitsagenturen prüfen jetzt diese gesetzlich verankerte Beschäftigungspflicht für das Kalenderjahr 2020. Deshalb erinnert die Agentur für Arbeit Kiel Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit mindestens 20 Beschäftigten daran, bis spätestens 31. März 2021 der für Ihren Sitz zuständigen Agentur für Arbeit ihre Beschäftigungsdaten anzuzeigen. Diese Frist kann nicht verlängert werden.

Die Beschäftigungs- und Anzeigepflicht gilt auch für Unternehmen, die im Jahr 2020 von Kurzarbeit betroffen waren.

Anhand der gemeldeten Daten prüft die Agentur für Arbeit, ob Unternehmen ihre Beschäftigungspflicht erfüllt haben. Arbeitgeber, bei denen dies nicht der Fall ist, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen. Die Mittel der Ausgleichsabgabe werden ausschließlich für die Integration schwerbehinderter Menschen in Ausbildung, Arbeit und die Gemeinschaft eingesetzt.

Die Meldung kann auf elektronischem Wege schnell und unbürokratisch vorgenommen werden. Hierfür können Unternehmen die kostenfreie Software IW-Elan nutzen.

Bei Fragen und Informationen rund um das Anzeigeverfahren und die Beschäftigungspflicht schwerbehinderter Arbeitnehmer können Unternehmen aus der Landeshauptstadt Kiel und dem Kreis Plön über die gebührenfreie Arbeitgeber- Hotline 0 800 / 4 5555 20, per E-Mail an hamburg.061-os@arbeitsagentur.de oder per Fax an 040 / 2485 1143 Kontakt zur Agentur für Arbeit aufnehmen.

Aktuell suchen 782 Menschen mit einer Schwerbehinderung eine neue Beschäftigung, 557 aus der Landeshauptstadt Kiel und 225 aus dem Kreis Plön. „Unternehmen gewinnen mit der Einstellung behinderter Bewerberinnen und Bewerber engagierte Mitarbeitende. Sie sollten bei der Personal- oder Nachwuchssuche deshalb ihre Chance bekommen. Zudem bieten sie auch bei der Suche nach Fachkräften ein Bewerberpotential. Rund 60 Prozent der jobsuchenden Menschen mit einer Schwerbehinderung haben eine qualifizierte Berufsausbildung“, sagte Petra Eylander, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kiel.