04.11.2020 | Presseinfo Nr. 36

„Wir müssen handlungsfähig bleiben, damit alle ihr Geld bekommen“

In gewisser Weise war der Lockdown in der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen nie völlig aufgehoben: Seit mehr als einem halben Jahr ist es nicht mehr möglich, die Geschäftsstellen der regionalen Arbeitsverwaltung ohne Termin aufzusuchen. Warum das neuerliche Herunterfahrend des öffentlichen Lebens seine Einrichtung dennoch betrifft, erklärt Agenturleiter Frank Schmidt: „Auch wenn es für Passanten nicht gleich erkennbar war, sind wir dort, wo es not notwendig und sinnvoll war, in den zurückliegenden Monaten langsam zum persönlichen Beratungsgespräch zurückgekehrt. Doch das müssen wir nun zumindest für einige Zeit wieder zurückdrehen.“

In gewisser Weise war der Lockdown in der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen nie völlig aufgehoben: Seit mehr als einem halben Jahr ist es nicht mehr möglich, die Geschäftsstellen der regionalen Arbeitsverwaltung ohne Termin aufzusuchen. Warum das neuerliche Herunterfahrend des öffentlichen Lebens seine Einrichtung dennoch betrifft, erklärt Agenturleiter Frank Schmidt: „Auch wenn es für Passanten nicht gleich erkennbar war, sind wir dort, wo es not notwendig und sinnvoll war, in den zurückliegenden Monaten langsam zum persönlichen Beratungsgespräch zurückgekehrt. Doch das müssen wir nun zumindest für einige Zeit wieder zurückdrehen.“     

Zwar werde man bereits ausgesprochene Einladungen nach Möglichkeit einhalten, neue Termine sollen aber vorläufig nicht vergeben werden. Den Grund für diese Zurückhaltung erklärt Schmidt mit der besonderen Aufgabe, die seiner Einrichtung zufällt. „Neben der Beratung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen gehört vor allem die Bearbeitung und Auszahlung von Leistungsansprüchen wie Arbeitslosen-, Kinder- oder auch Kurzarbeitergeld zu unseren Aufgaben. Die Aufrechterhaltung dieser Leistungen hat von Beginn der Pandemie an für uns höchste Priorität genossen. Nicht auszudenken, wenn zehntausende Menschen nicht rechtzeitig über ihr Geld verfügen könnten“, macht der Agenturleiter deutlich und verweist auf die jüngste Statistik aus seinem Haus.

So gab es im Agenturbezirk Ende Oktober mehr als 12.000 arbeitslose Menschen. Hinzu kamen rund 75.000 Beschäftigte, für die ihre Arbeitgeber Kurzarbeit angezeigt haben. Zwar sei davon auszugehen, dass nicht alle diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den letzten Monaten tatsächlich kurzgearbeitet hätten. „Aber wir gehen davon aus, dass mit dem neuerlichen Lockdown wieder verstärkt von dieser Hilfsmaßnahme Gebrauch gemacht wird.“ Angesichts des bevorstehenden Winters und der sich zuspitzenden Corona-Lage sei wohl außerdem mit steigenden Arbeitslosenzahlen zu rechnen.

Das bedeute natürlich auch, dass der Beratungsbedarf ansteigen wird, gibt Frank Schmidt zu bedenken. „Deshalb hoffen wir, dass die strengen Beschränkungen möglichst schnell wieder aufgehoben werden und wir im Dezember unseren Öffnungskurs fortsetzen können. Denn so wichtig es ist, die materielle Existenz unserer Kunden zu sichern: Uns ist auch klar, dass Menschen, die durch Corona ihren Job verlieren, weit über die finanziellen Fragen hinaus auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Viele dieser Leute sind in einer Lebenskrise und brauchen die persönliche Betreuung. Wir wollen sie ihnen so schnell wie möglich wieder bieten.“

Die strenge Vermeidung aller nicht absolut notwendigen persönlichen Kontakte gilt übrigens nicht nur für den Umgang mit Kunden. Auch intern sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefordert, einander möglichst wenig zu begegnen und Regeln strikt einzuhalten. „Wir können ja kaum davon ausgehen, dass wir in unseren Reihen keine Krankheitsfälle haben werden. Aber wir tun alles dafür, dass sich das nicht zum Flächenbrand entwickelt. Das sind wir unseren Kundinnen und Kunden schuldig.“

Auch wenn die persönliche Vorsprache bei der Arbeitsagentur derzeit stark eingeschränkt ist, gibt es vielfältige Möglichkeiten, mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kontakt zu treten und Anliegen zu klären. So hat die Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen neben den bundesweiten kostenlosen Servicenummer 0800 - 4 55 55 00 (Arbeitnehmer) und 0800 – 4 55 55 20 (Arbeitgeber) weitere regionale Kontaktmöglichkeiten geschaffen.

Sondertelefon:            0261 – 405 405
E-Mail:                        koblenz-mayen.postfach@arbeitsagentur.de

Hotline Berufsberatung

Koblenz:                     0261 – 405 444

Mayen:                       02651 – 950 333.


Vieles lässt sich auch ohne direkten Kontakt online erledigen:

https://www.arbeitsagentur.de/eservices

https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/arbeitslosengeld-2

Betriebe, die Kurzarbeit anzeigen wollen, können ihre Unterlagen an folgende Postanschrift schicken: Agentur für Arbeit, 54187 Trier