19.07.2021 | Presseinfo Nr. 28

Kurzarbeit für Hochwasseropfer

Agentur für Arbeit und Jobcenter sind für Bürger*innen und Unternehmen erreichbar
 

Die Hochwasserkatastrophe hat viele Menschenleben gefordert, Häuser zerstört und immense Schäden verursacht. Auch Dienststellen der Agentur für Arbeit und des Jobcenters im Landkreis Ahrweiler sind betroffen. Dennoch sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für alle bekannten Anliegen erreichbar. Die finanziellen Leistungen sind sichergestellt und werden ohne Einschränkungen ausgezahlt.

Betroffene Bürgerinnen und Bürger erreichen die Agentur für Arbeit unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 - 4 55 55 00. Unternehmen steht die gebührenfreie Hotline 0800 - 4 55 55 20 zur Verfügung. Das Jobcenter Ahrweiler ist unter Telefon 02641 – 91 160 erreichbar. Außerdem gibt es in den besonders betroffenen Geschäftsstellen von Agentur und Jobcenter in Bad Neuenahr ab Dienstag (20. Juli) täglich von 8 bis 12 Uhr eine Notbesetzung für dringende persönliche Vorsprachen.

Für Arbeitsausfälle bei Betrieben, die von Hochwasserschäden betroffen sind, kann Kurzarbeitergeld gezahlt werden. Das gilt für Arbeitnehmer*innen und Auszubildende.

Hochwasser und die daraus resultierenden Schäden sind laut Gesetz ein „unabwendbares Ereignis“, das zu Arbeitsausfällen führen kann. Betroffene Betriebe können schnell und unkompliziert bei ihrer örtlichen Arbeitsagentur den Arbeitsausfall anzeigen und Kurzarbeitergeld beantragen. Die Anzeige muss unverzüglich nach Eintritt des Ereignisses erstattet werden. Sie kann auch elektronisch über die Kurzarbeits-App (Google Playstore oder Appstore) oder online über www.arbeitsagentur.de übermittelt werden.

Für die aktuellen Hochwasserschäden gelten die bestehenden gesetzlichen Regelungen für das Kurzarbeitergeld. Im Gegensatz zum konjunkturell bedingten Kurzarbeitergeld gibt es für solche Krisenfälle zusätzliche Erleichterungen: Beschäftigte, in deren Betrieb die Arbeit wegen Hochwasser ausfällt, können außerdem bei Aufräumarbeiten in ihrem Betrieb helfen, ohne dass sie den Anspruch auf Kurzarbeitergeld verlieren. Ferner wird es regelmäßig nicht notwendig sein vor der Zahlung von Kurzarbeitergeld Arbeitszeitkonten auszugleichen oder Urlaubstage zu nehmen.

Auch Produktionsbetriebe, die von ihrem Zulieferer wegen des Hochwassers kein Material erhalten, können Kurzarbeitergeld beantragen. Dies gilt genauso im umgekehrten Fall, nämlich wenn ein Zulieferer seine Waren nicht an seinen Abnehmer übergeben kann, weil dieser vom Hochwasser betroffen ist.

Bei Fragen zum Thema Kurzarbeitergeld können sich Betriebe über die bundesweite kostenfreie Servicenummer 0800 - 4 55 55 20 an ihre Arbeitsagentur wenden. Darüber hinaus stehen weitere Informationen auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit (https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-anzeige-antrag-berechnung) zur Verfügung