28.02.2020 | Presseinfo Nr. 9

Arbeitgeber melden mehr offene Stellen

47.037 arbeitslose Kölnerinnen und Kölner
Arbeitslosenquote bei 7,9 Prozent
Weniger Entlassungen, mehr Einstellungen
Ausbildungsmarkt: Woche der Ausbildung vom 16. bis 20. März

„Die Arbeitgeber haben im letzten Monat wieder mehr Stellen gemeldet und auch vermehrt eingestellt. Vor allem die Älteren und Frauen haben von den offenen Stellen im Handel und Büro profitiert. Eine gute Ausgangslage für die zu erwartende Frühjahrbelebung auf dem Arbeitsmarkt,“ fasst Johannes Klapper die Entwicklungen auf dem Kölner Arbeitsmarkt zusammen.

„Der kommende Monat März wird vor allem für die Jugendlichen spannend, die sich für eine Ausbildung interessieren. In vielen Betrieben endet die Bewerbungsfrist für die Ausbildungsplätze. Wir machen in unserer „Woche der Ausbildung“ vom 16.03. bis 20.03. noch einmal mobil“, so Johannes Klapper, Vorsitzender der Kölner Agentur für Arbeit. „Je früher sich die Jugendlichen bewerben, desto größer ist die Chance den Traumausbildungsplatz zu bekommen. Noch sind fast alle Möglichkeiten offen,“ wirbt Klapper.

Bei verschiedenen Aktionen in Köln und Umgebung können sich Schüler und Schülerinnen über Ausbildungen informieren. Infos und Termine zur Woche der Ausbildung sind unter https://www.dasbringtmichweiter.de/ausbildungklarmachen zu finden. Diejenigen, die noch nicht genau wissen, welchen beruflichen Weg sie einschlagen wollen, sind bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur genau richtig. Für eine Kurzberatung stehen Berufsberater auch ohne Termin im Kölner Berufsinformationscenter der Agentur für Arbeit zur Verfügung. Termine können unter www.dasbringtmichweiter.de  oder unter der kostenlosen Hotline 0800 4 55 55 00 vereinbart werden. Unternehmen, die an Bewerberinnen und Bewerbern interessiert sind, melden ihre Stellen dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service unter der Hotline 0800 4 55 55 20.

Der Arbeitsmarkt im Februar

Im Februar sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Prozent oder 642 auf 47.037 Personen. Gegenüber dem Vorjahr steigt die Zahl der Arbeitslosen um 1.439 Personen oder 3,2 Prozent.

Die Arbeitslosenquote beträgt im Februar 7,9 Prozent. Im Januar lag sie bei 8,0 Prozent, im Vorjahr betrug sie 7,7 Prozent.

Das Kundenzentrum der Agentur für Arbeit, verantwortlich für den Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III), betreute im Februar 14.320 Personen. Das sind 213 oder 1,5 Prozent weniger als im Januar und 1.030 Personen oder 7,8 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Das Jobcenter Köln, verantwortlich für die Grundsicherung nach dem zweiten Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB II), zählt im aktuellen Monat 32.717 Arbeitslose. Das sind 429 Personen oder 1,3 Prozent weniger als im Vormonat und 409 Personen oder 1,3 Prozent mehr als im Februar 2019.

Die Unterbeschäftigung – sie erfasst die Zahl der Kölner, die insgesamt eine Beschäftigung suchen, darunter viele Teilnehmer in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen – ist im Vergleich zum Vormonat und zum Februar 2019 gestiegen.

Neben den statistisch ausgewiesenen 47.037 Arbeitslosen suchten im Februar 17.209 Kölnerinnen und Kölner eine Beschäftigung, während sie sich in einer Förderung befanden oder aus anderen Gründen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen (Unterbeschäftigung im engeren und Arbeitslosigkeit im weiteren Sinne). Zählt man hierzu noch die Personen in geförderter Selbstständigkeit hinzu, betrug die sogenannte  Unterbeschäftigung“ (einschließlich der arbeitslos gemeldeten, jedoch ohne Personen in Kurzarbeit) im Februar insgesamt 64.510 [1]. Sie lag damit um 30 Personen höher als im Januar. Gegenüber Februar 2019 stieg die Unterbeschäftigung um 3.385 Personen oder 5,5 Prozent. Die Unterbeschäftigungsquote liegt im Februar wie im Vormonat bei 10,6 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 10,1 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt im aktuellen Monat 72,9 Prozent nach 73,9 Prozent im Vormonat und 74,6 Prozent im Vorjahr.

Im Februar mussten sich 3.347 Menschen arbeitslos melden (Zahl der Entlassungen [2]). Das waren 1.300 Personen oder 28 Prozent weniger als im Vormonat und 130 oder 3,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Im aktuellen Monat konnten 2.609 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Arbeit [3] beenden. Das sind 392 oder 17,7 Prozent mehr als im Januar und 95 Personen oder 3,5 Prozent weniger als im Februar 2019.

Ende Juni 2019, dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik mit gesicherten Angaben, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Köln auf 582.613. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Zunahme um 13.978 oder 2,5 Prozent, nach 10.732 oder 1,9 Prozent im Vorquartal.

Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme bei Information und Kommunikation (+4.157 oder +9,4 Prozent); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung in der Arbeitnehmerüberlassung (-3.448 oder -17,1 Prozent).

Bei der Agentur für Arbeit Köln und dem Jobcenter Köln sind im Februar 8.089 geflüchtete Menschen (Personen im Kontext von Fluchtmigration) arbeitssuchend gemeldet. Davon sind 3.837 Menschen arbeitslos.

Die geflüchteten Menschen stellen somit in Köln derzeit 9,5 Prozent aller Arbeitsuchenden sowie 8,2 Prozent der arbeitslosen Menschen.

Die Zahl der offenen Stellen im Bestand lag im Februar mit 6.867 um 57 oder 0,8 Prozent über der des Vormonats. Gegenüber Februar 2019 sind das 1.190 oder 14,8 Prozent weniger Stellen.

2.102 neue offene Stellen hat der Kölner Arbeitgeber-Service in diesem Monat aufgenommen, 502 oder 31,4 Prozent mehr als im Vormonat, 719 Stellen oder 25,5 Prozent weniger als im Februar 2019.

Die offenen Stellen verteilen sich vor allem auf die folgenden Berufsbereiche: Am stärksten nachgefragt sind Berufe aus den Berufsgruppen    Verkaufsberufe ohne Produktspezialisierung (450 Stellen im Bestand); Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag (425 Stellen im Bestand); Fahrzeugführung im Straßenverkehr (326 Stellen im Bestand); Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege (320 Stellen im Bestand), Büro und Sekretariat (295 Stellen im Bestand).

Unternehmen, die noch keinen festen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service haben, erreichen diesen telefonisch unter der kostenfreien Service-Rufnummer 0800 4 5555 20 oder per E-Mail unter Koeln.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de


Linktipps:

Zum Thema Arbeit:

www.jobboerse.arbeitsagentur.de  Suche nach freien Arbeits-/Ausbildungsstellen

https://www.arbeitsagentur.de/meine-eservices  Online Serviceangebote

Zum Thema Ausbildung:

https://set.arbeitsagentur.de/teaser  Welcher Beruf passt zu dir?

http://dasbringtmichweiter.de  (Aus- und Weiterbildungsportal)


[1] Die Datenangaben basieren auf vorläufigen Werten, die auf der Basis der bisher erfassten Fallzahlen hochgerechnet wurden. Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen bzw. ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst und realwirtschaftliche bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt. Zudem können die direkten Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitslosenzahlen nachvollzogen werden.

[2] = Zugang Arbeitslose aus Erwerbstätigkeit (Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt)

[3] = Abgang Arbeitslose in Erwerbstätigkeit (Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt)