04.01.2019 | Presseinfo Nr. 1

Weihnachtsgeschäft mit wenig Einfluss auf den Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit zum Vormonat gesunken: 259 weniger Arbeitslose, Insgesamt 43.595 arbeitslose Kölnerinnen und Kölner;  Quote 7,4 Prozent;  2.715 weniger Arbeitslose als vor einem Jahr;  2.277 neue Stellen im Dezember gemeldet, 290 Stellen weniger als im November

„Nach leichtem Anstieg im November sind die Arbeitslosenzahlen im letzten Monat wieder leicht gesunken. Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin stabil,“ so Johannes Klapper, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Köln. Der Bestand an offenen Stellen hat im Dezember abgenommen. „Bei Neueinstellungen und Stellenmeldungen haben sich die Betriebe erst einmal wie gewohnt im Dezember zurückgehalten, dafür gab es weniger Kündigungen als im November. Das zeigt, dass die Auftragslage weiterhin gut ist und die Betriebe ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen halten wollen“, so Klapper. Die Verkaufsberufe melden weiterhin am meisten offene Stellen in Köln. Auf den Arbeitsmarkt hatte das Weihnachtsgeschäft aber wenig Auswirkungen.

Der Arbeitsmarkt im Dezember

Im Dezember sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum November um 0,6 Prozent oder 259 auf 43.595 Personen. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen um 2.715 Personen oder 5,9 Prozent.

Die Arbeitslosenquote bleibt im Dezember gegenüber November konstant bei 7,4 Prozent. Im Vorjahr betrug sie 8,1 Prozent.

Das Kundenzentrum der Agentur für Arbeit, verantwortlich für den Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) betreute im Dezember 11.947 Personen. Das sind 78 oder 0,7 Prozent mehr als im Vormonat und 59 Personen oder 0,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Das Jobcenter Köln, verantwortlich für die Grundsicherung nach dem zweiten Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB II), zählt im aktuellen Monat 31.648 Arbeitslose. Das sind 337 Personen oder 1,1 Prozent weniger als im November und 2.656 Personen oder 7,7 Prozent weniger als im Dezember 2017.
 

Die Unterbeschäftigung – sie erfasst die Zahl der Kölner, die insgesamt eine Beschäftigung suchen, darunter viele Teilnehmer in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen – ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken.
Neben den statistisch ausgewiesenen 43.595 Arbeitslosen suchten im Dezember 15.273 Kölner eine Beschäftigung, während sie sich in einer Förderung befanden oder aus anderen Gründen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen (Unterbeschäftigung im engeren und Arbeitslosigkeit im weiteren Sinne). Zählt man hierzu noch die Personen in geförderter Selbstständigkeit und Altersteilzeit hinzu, betrug die sogenannte „Unterbeschäftigung“ (einschließlich der arbeitslos Gemeldeten, jedoch ohne Personen in Kurzarbeit) im Dezember insgesamt 59.124 1. Sie lag damit um 263 oder 0,4 Prozent niedriger als im November. Gegenüber Dezember 2017 sank die Unterbeschäftigung um 2.779 Personen oder 4,5 Prozent.

Die Unterbeschäftigungsquote bleibt im Dezember im Vergleich zum Vormonat konstant bei 9,8 Prozent, vor einem Jahr waren es 10,5 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt im aktuellen Monat 73,7 Prozent nach 73,8 Prozent im Vormonat und 74,8 Prozent im Vorjahr.

Im Dezember mussten sich 3.185 Menschen arbeitslos melden. (Zahl der Entlassungen 2). Das waren 165 oder 4,9 Prozent weniger als im Vormonat aber 7 oder 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Im aktuellen Monat konnten 2.547 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Arbeit 3 beenden. Das sind 335 oder 11,6 Prozent weniger als im November und 11 oder 0,4 Prozent weniger als im Dezember 2017.

Ende Juni 2018, dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik mit gesicherten Angaben, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Köln auf 568.635. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Zunahme um 15.193 oder 2,7%, nach +15.405 oder +2,8% im Vorquartal. Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme bei Immobilien, freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+4.203 oder +5,7%); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung in der Metall- und Elektroindustrie sowie Stahlindustrie, einem Teilbereich des Verarbeitenden Gewerbes (–427 oder –1,2%).

Bei der Agentur für Arbeit Köln und dem Jobcenter Köln sind im November 7.763 geflüchtete Menschen (Personen im Kontext von Fluchtmigration) arbeitssuchend gemeldet. Davon sind 2.664 Menschen arbeitslos.

Die geflüchteten Menschen stellen somit in Köln derzeit 9,2 Prozent aller Arbeitsuchenden sowie 6,1 Prozent der arbeitslosen Menschen.

Die Zahl der offenen Stellen im Bestand lag im Dezember mit 8.865 um 684 oder 7,2 Prozent unter der des Vormonats. Gegenüber Dezember 2017 sind das 727 oder 7,6 Prozent weniger Stellen.
2.277 neue offene Stellen hat der Kölner Arbeitgeber-Service im Dezember aufgenommen, 290 weniger als im Vormonat.

Die offenen Stellen verteilen sich vor allem auf die folgenden Berufsbereiche: Am stärksten nachgefragt sind Berufe aus den Berufsgruppen Verkaufsberufe (1.068 Stellen im Bestand); Verkehr und Logistik (außer Fahrzeugführung) (728 Stellen im Bestand); Führer von Fahrzeug- und Transportgeräten (693 Stellen im Bestand); Unternehmensführung und Organisation (592 Stellen im Bestand); Mechatronik -, Energie - und Elektroberufe (568 Stellen im Bestand). Die meisten neuen Stellenmeldungen gab es in dem Berufsbereich der Unternehmensführung- und Organisation mit 264 neuen Stellen.

Unternehmen, die noch keinen festen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service haben, erreichen diesen telefonisch unter der kostenfreien Service-Rufnummer 0800 4 5555 20 oder per E-Mail unter Koeln.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de

Für viele Unternehmen hat die Suche nach Auszubildenden für das nächste Jahr bereits begonnen. Jugendliche sollten sich frühzeitig über die vielfältigen Möglichkeiten informieren, die ihnen nach Abschluss der Schule zur Verfügung stehen. Die Berufsberatung der Kölner Arbeitsagentur hilft Jugendlichen auch ohne Termin mit einer Kurzberatung. Ausführliche Beratung erhalten Sie mit Termin unter der kostenlosen Telefonnummer: 0800 4 5555 00.
 


Linktipps und wichtige Telefonnummern:
Ausbildung:

http://entdecker.biz-medien.de/   Berufe entdecken
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Arbeit:
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www.jobboerse.arbeitsagentur.de : Suche nach freien Arbeits-/Ausbildungsstellen
https://www.arbeitsagentur.de/meine-eservices   Online Serviceangebote
Servicenummer für Arbeitgeber 0800 4 5555 20*
 

1 Die Datenangaben basieren auf vorläufigen Werten, die auf der Basis der bisher erfassten Fallzahlen hochgerechnet wurden. Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.
In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen bzw. ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst und realwirtschaftliche bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt. Zudem können die direkten Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitslosenzahlen nachvollzogen werden.

2 = Zugang Arbeitslose aus Erwerbstätigkeit (Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt)

3 = Abgang Arbeitslose in Erwerbstätigkeit (Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt)