03.07.2019 | Presseinfo Nr. 43

Arbeitslose dürfen bis zu drei Wochen verreisen - Aber: Vermittlung hat immer Vorrang

Wichtig für Arbeitslose, die ihren Sommerurlaub planen: Sie dürfen im Jahr bis zu drei Wochen „ortsabwesend“ sein. Das gilt aber nur, wenn der zuständige Arbeitsvermittler dieser Abwesenheit schon vorher zugestimmt hat.
 

„Wer arbeitslos ist, kann dennoch in den Urlaub fahren. Erforderlich ist lediglich vorher ein Gespräch mit dem Arbeitsvermittler“, erklärt Jutta Driesch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg. „Die Agentur für Arbeit ist verpflichtet, vor Reiseantritt zu prüfen, ob während der geplanten Abwesenheit eine Vermittlung wahrscheinlich ist oder eine Qualifizierungsmaßnahme beginnt.“ Da besonders in den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit die Aussichten auf eine Wiedereingliederung am besten sind, wird in dieser Phase der Urlaub selten genehmigt.

Einen Urlaubsanspruch, wie er Arbeitnehmern während ihres Beschäftigungsverhältnisses zusteht, gibt es während der Arbeitslosigkeit nicht. Wer Arbeitslosengeld bekommt, sollte orts- und zeitnah erreichbar sein, um seine Chancen am Arbeitsmarkt wahrzunehmen. Wenn aktuell weder passende Arbeits- oder Qualifizierungsangebote vorliegen, ist eine Ortsabwesenheit bis zu drei Wochen möglich; die Leistungen werden dann weiter gezahlt. Das sollten Arbeitslose aber unbedingt rechtzeitig vor dem Urlaub mit dem Arbeitsvermittler klären und sich nach Rückkehr pünktlich wieder dort melden, sonst drohen finanzielle Einbußen.