Arbeitsmarkt fehlt der Schwung

Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Korbach stagniert bei 4,1 Prozent

30.11.2023 | Presseinfo Nr. 76

Die Arbeitslosquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Korbach stagniert im November bei 4,1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen in den beiden Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder ist seit Oktober allerdings um 92 auf 7733 gestiegen. Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt ein deutliches Plus von 707 Arbeitslosen seit November 2022, die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk lag damals bei 3,8 Prozent.

„Die Arbeitgeber halten sich mit Einstellungen und Stellenausschreibungen zurück, die globalen Krisen und ökonomischen Herausforderungen lassen die Betriebe vorsichtig agieren“, erläutert Bernd Wilke, Geschäftsführer der Korbacher Agentur. Er weist darauf hin, dass der Stichtag für die November-Statistik vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Bundeshaushalt liege, dies somit keinen Einfluss auf die aktuelle Statistik gehabt habe.

Üblicherweise sei von Oktober auf November ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu erwarten. Dies sei in diesem Jahr nur im Schwalm-Eder-Kreis der Fall, wo 30 Menschen weniger arbeitslos gemeldet seien als im Vormonat. In Waldeck-Frankenberg gibt es hingegen 122 mehr Arbeitslose, die Arbeitslosenquote liegt mit 4,1 Prozent aber trotzdem noch etwas niedriger als Schwalm-Eder-Kreis (4,2 Prozent).

Auffällig sei auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Agenturbezirk. Diese ist sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich gestiegen auf jetzt 1969 (plus 46 gegenüber Oktober 2023, plus 319 gegenüber November 2022). „Dies ist ein weiteres Zeichen für die schwächelnde Aufnahmefähigkeit des Marktes“ so Wilke.

Während in den Personengruppen der Jüngeren unter 25 Jahren und der Frauen die Arbeitslosigkeit leicht rückläufig ist (minus 1,6 bzw. minus 0,5 Prozent), ist bei Männern (plus 2,7 Prozent), bei Älteren (plus 1,8 Prozent) und Ausländern (plus 0,6 Prozent) ein Anstieg zu verzeichnen. 

Die Zahlen für die beiden Rechtskreise: Im Bereich der Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) erhielten 2933 Personen Arbeitslosengeld, 68 mehr als im Oktober (plus 2,4 Prozent), und 385 mehr als im Vorjahr (plus 15,1 Prozent). Bei den Jobcentern (Rechtskreis SGB II, Bürgergeld) waren 4800 Arbeitslose registriert, 24 mehr als im Oktober (plus 0,5 Prozent) und 322 mehr als im November 2022 (plus 7,2 Prozent).

 

Der Stellenbestand im Agenturbezirk ist seit Oktober um 113 auf 1694 gesunken, das entspricht im Vergleich mit dem Vorjahr 736 offenen Stellen weniger.

 

Die Arbeitsmarktzahlen in den Landkreisen:
Im Landkreis Waldeck-Frankenberg waren im November 3557 Menschen arbeitslos gemeldet, 122 mehr als im Oktober (plus 3,6 Prozent) und 359 mehr als im Vorjahr (plus 11,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote steigt von 3,9 auf 4,1 Prozent und liegt damit 0,4 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. 771 offene Stellen waren im Landkreis gemeldet, 72 weniger als im Oktober und 471 weniger als im November 2022.

 

Korbach mit Bad Wildungen. 1670 Personen ohne Arbeit waren im November in Korbach und Bad Wildungen gemeldet, 45 mehr als im Oktober (plus 2,8 Prozent) und 234 mehr als vor einem Jahr (plus 16,3 Prozent). Die Quote steigt im Vergleich mit Oktober um 0,1 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent, vor einem Jahr hatte sie 3,5 Prozent betragen.

 

Geschäftsstelle Frankenberg. Im Vergleich mit dem Oktober steigt in der Geschäftsstelle Frankenberg die Arbeitslosenzahl um 68 auf 1083 (plus 6,7 Prozent), das sind 85 mehr als im November vor einem Jahr (plus 8,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote in Frankenberg steigt um 0,2 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 3,5 Prozent gelegen.

 

Geschäftsstelle Bad Arolsen: 804 Menschen auf Jobsuche waren in der Geschäftsstelle Bad Arolsen erfasst, 9 mehr als im Oktober (plus 1,1 Prozent) und 40 mehr als vor einem Jahr (plus 5,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote steigt um 0,1 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent (November 2022: 4,4 Prozent).

 

Landkreis Schwalm-Eder. 4176 Arbeitslose waren im November im Schwalm-Eder-Kreis registriert, 30 weniger als im Oktober (minus 0,7 Prozent) und 348 mehr als vor einem Jahr (plus 9,1 Prozent). Die Quote liegt bei 4,2 Prozent. Vor einem Monat hatte sie 4,3 Prozent betragen, vor einem Jahr 3,9 Prozent. 923 offene Stellen waren im Landkreis gemeldet, 41 weniger als im Oktober und 265 weniger als im Vorjahr.

 

Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg. 2008 Arbeitslose waren in der Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg erfasst, ein Minus von 23 gegenüber Oktober (minus 1,1 Prozent) und 193 mehr als im Vorjahr (plus 10,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote stagniert bei 4,3 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 3,9 Prozent.  

 

Geschäftsstelle Melsungen. In der Geschäftsstelle Melsungen waren im November 1112 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, genauso viele wie vor vier Wochen und 113 mehr im Jahresvergleich (plus 11,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt stabil bei 4,4 Prozent, das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als im November 2022.

 

Geschäftsstelle Schwalmstadt. Die November-Statistik für die Geschäftsstelle Schwalmstadt zeigt 1056 Menschen auf Jobsuche, 7 weniger als im Vormonat (minus 0,7 Prozent) und 42 mehr als vor einem Jahr (plus 4,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 4,0 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.

 

 

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