20.07.2021 | Presseinfo Nr. 55

Wieviel Geld an Eder und Diemel verdient wird

Agentur für Arbeit veröffentlicht Entgeltstatistik
 

Wie hoch liegt das mittlere Bruttoeinkommen von Vollzeitbeschäftigten im Schwalm-Eder-Kreis oder in Waldeck-Frankenberg? Wie groß sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen? Wie sieht es bei den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Antworten auf diese Fragen liefert die Entgeltstatistik 2020 der Bundesagentur für Arbeit, die heute veröffentlicht wurde. Neu ist, dass gegenüber den Vorjahren zusätzliche Daten auf Ebene der Landkreise enthalten sind, informiert die Agentur für Arbeit Korbach.

Die Entgeltstatistik bezieht sich auf das Bruttomonatsentgelt von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten (ohne Auszubildende). In Waldeck-Frankenberg betrug das mittlere Brutto-Einkommen (Medianeinkommen, s. Hintergrundinfo) am Stichtag 31. Dezember 2020 insgesamt 3317 Euro (2019: 3272 Euro), wobei es deutliche Unterschiede zwischen Männern (3492 Euro) und Frauen (2809 Euro) gibt. Im Schwalm-Eder-Kreis lag das mittlere Brutto-Einkommen etwas niedriger, bei 3179 Euro (2019: 3178 Euro), der Unterschied zwischen Männern (3256 Euro) und Frauen (2997 Euro) ist geringer als im Nachbarkreis. Die Veröffentlichung unterscheidet zudem nach Nationalität (Deutsche/Ausländer) Altersstruktur und Qualifikationsniveau, außerdem gibt es eine Auswertung nach Wirtschaftszweigen und nach Berufsgruppen.

Die aktuelle Entgeltstatistik wird durch die Corona-Krise beeinflusst - in erster Linie durch Kurzarbeitergeld, aber beispielsweise auch Corona-Zulagen oder den Verzicht auf Gehaltserhöhungen. Eine Abschätzung des Corona-Effektes ergibt sich aus dem Vergleich mit den Vorjahren: Ohne Pandemie wäre für 2020 für Waldeck-Frankenberg ein um 46 Euro höheres mittleres Einkommen zu erwarten gewesen, für den Schwalm-Eder-Kreis hätte der Wert ohne die Pandemie schätzungsweise 79 Euro höher gelegen. 

Die Entgeltstatistik ist hier zu finden

Hintergrundinformation:

Das Medianeinkommen bezeichnet die Einkommenshöhe, von der aus die Zahl der Personen mit niedrigeren Einkommen gleich groß ist wie die der Personen mit höheren Einkommen. Damit definiert der Median das mittlere Einkommen.

Die Berechnung von Mittelwerten – wie dem arithmetischen Mittel – ist methodisch nicht sinnvoll, da die tatsächlichen Bruttomonatsentgelte oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze nicht bekannt sind.