31.01.2019 | Presseinfo Nr. 9

Saisontypischer Anstieg der Zahl der Arbeitslosen in Krefeld und im Kreis Viersen

Arbeitslosenzahl in einem Januar so niedrig wie seit 1993 nicht mehr

„Mit dem Anstieg im Vergleich zum Vormonat war saisonal bedingt zu rechnen“, zeigt sich Dr. Bettina Rademacher-Bensing, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen, nicht allzu überrascht über die aktuellen Zahlen auf dem Arbeitsmarkt im Januar 2019, welche 21.280 arbeitslose Personen im Agenturbezirk ausweisen, eine Steigerung von 674 im Vergleich zum Vormonat. Immer noch ist das Quartals- und zeitgleich Jahresende ein typischer Kündigungstermin. Ebenso führen zum Jahresende auslaufende befristete Verträge und das Ende des Weihnachtsgeschäfts im Einzelhandel regelmäßig im Januar zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen. „Gegenüber dem Januar des Vorjahres ist die Zahl der Arbeitslosen jedoch sehr deutlich um 1.391 Personen gesunken, das ist eine gute Nachricht. Wir verzeichnen somit die niedrigste Arbeitslosigkeit in einem Januar seit 26 Jahren. Auf der Stellenseite gibt es weiterhin einen hohen Bestand, der Markt ist aufnahmefähig“, erläutert Rademacher-Bensing weitere Eckwerte. „Der Arbeitsmarkt befindet sich somit weiter in einer äußerst stabilen Verfassung, auch wenn im Februar saisontypisch mit einer weiteren Steigerung der Arbeitslosigkeit gerechnet werden muss“, lautet ihr Resümee für den Januar und der Ausblick auf die weitere Entwicklung.  

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen und Regionen

Aktuell werden im Bezirk der Agentur für Arbeit Krefeld 6.875 Menschen von der Arbeitsagentur betreut (510 weniger als vor einem Jahr).

14.405 Arbeitslose (881 weniger als im Januar 2018) sind in Betreuung der Jobcenter Krefeld und Kreis Viersen. Damit liegt die Arbeitslosenquote im Bezirk jetzt bei 7,5 Prozent (0,2 Prozentpunkte über Dezember, aber 0,6 Prozentpunkte unter Januar 2018).

In der Stadt Krefeld liegt die Arbeitslosigkeit aktuell bei 10,0 Prozent (Dezember 2018: 9,7 %, Januar 2018: 10,5 %), im Kreisgebiet Viersen nun bei 5,6 Prozent (Dezember 2018: 5,5%, Januar 2018: 6,4 %).

Die Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen im Kreisgebiet:

Kempen (Kempen, Grefrath, Tönisvorst):
4,6 Prozent (Vorjahr: 5,3%)

Nettetal (Nettetal, Brüggen):
5,9 Prozent (Vorjahr: 6,7%)

Viersen (Stadt Viersen, Willich, Niederkrüchten, Schwalmtal):
6,0 Prozent (Vorjahr: 6,8%)

Kräftenachfrage

Der Bestand an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen liegt im Januar dieses Jahres bei 4.574 Stellen (-66 im Vergleich zum Vorjahr).

„Die Nachfrage nach Fachkräften ist weiter da. Der gemeldete Stellenbestand zeigt weiter die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarkts. Für die bald einsetzende Frühjahrsbelebung ist es wichtig, dass die Arbeitgeber frühzeitig ihre Vakanzen melden, denn eine Stellenbesetzung kann etwas Zeit in Anspruch nehmen“, richtet Rademacher-Bensing ihren Blick auf die nächsten Monate.