31.03.2020 | Presseinfo Nr. 20

Aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt geprägt von Anfragen zum Thema Kurzarbeit

Auswirkungen der Corona-Krise werden erstmals in den Aprildaten sichtbar werden.

Der Zähltag für die verarbeiteten Daten für den Monat März lag vor dem Beginn der bundesweiten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Die abgebildeten Zahlen und Verläufe bilden daher in keiner Weise die aktuelle Lage ab, sondern vielmehr die Lage vor der Krise. Verstärkte Auswirkungen der Coronakrise werden daher erst in der Berichterstattung zum Arbeitsmarkt für den Monat April deutlich werden.

Mit den Zahlen Ende April werden wir einen genaueren Überblick darüber haben, welche Auswirkungen die Coronakrise auf die Beschäftigung in der Region insgesamt haben wird“, kommentiert Dr. Bettina Rademacher-Bensing, Leiterin der Agentur für Arbeit Krefeld, die aktuelle Lage.

Kurzarbeit

Erste Hochrechnungen ergaben, dass bis zum 27. März im Agenturbezirk Krefeld knapp 1.700 Anzeigen für Kurzarbeit gestellt wurden. Diese Zahl steigt täglich an. Im Vergleich dazu wurden im durch die Finanzkrise geprägten Jahr 2009 insgesamt 987 Anzeigen auf Kurzarbeit gestellt.

Rademacher-Bensing: „Jeder Antrag auf Kurzarbeit verhindert Arbeitslosigkeit, unterstützt Arbeitnehmer und Unternehmen in dieser Krise. Derzeit konzentriert sich die Agentur für Arbeit insbesondere darauf, Beratungen zu Kurzarbeit und die Zahlbarmachung von Leistungen zu gewährleisten. Die Beratungs-Hotlines sind maximal ausgelastet. Wir bündeln alle Kräfte und setzen massiv Personal ein, um unsere Arbeitnehmer- und Arbeitgeberkunden in der Region in dieser schwierigen Phase bestmöglich zu unterstützen. Wir bitten um Verständnis, dass es aufgrund des ungewöhnlich hohen Aufkommens von Anträgen auch zu Verzögerungen bei der Bearbeitung kommen kann.“

Die Arbeitslosenquoten im Agenturbezirk im März 2020:

 

Agenturbezirk Gesamt      
7,3 Prozent
(Vorjahr: 7,4%)
Krefeld   10,0 Prozent (Vorjahr: 10,0%)
Kreis Viersen 5,3 Prozent (Vorjahr:  5,5%)
Kempen (Kempen, Grefrath, Tönisvorst): 4,1 Prozent (Vorjahr:  4,4%)
Nettetal (Nettetal, Brüggen): 5,5 Prozent (Vorjahr:  5,9%)
Viersen (Stadt Viersen, Willich, Niederkrüchten, Schwalmtal): 5,8 Prozent (Vorjahr:  5,9%)

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt zur Halbzeit des Berufsberatungsjahres

Der Wandel hin zum Bewerbermarkt wurde in den Daten bis März weiter deutlich. Bei einer Relation von 104 Ausbildungsstellen auf 100 Bewerber ist eine Steigerung gegenüber den Vorjahren zu verzeichnen (März 2019: 98 zu 100). Bis März wurden für den Agenturbezirk Krefeld/Kreis Viersen 2.843 Ausbildungsstellen gemeldet und (März 2019: 3.099) und 2.745 Jugendliche suchten eine Ausbildungsstelle (März 2019: 3.156).