02.03.2022 | Presseinfo Nr. 11

Arbeitslosenzahl sinkt im Februar

Ältere bieten dem Arbeitsmarkt Chance

„Im Februar hat sich der Arbeitsmarkt als stabil erwiesen. Entgegen dem langjährigem saisonalen Trend hat sich die Arbeitslosigkeit sogar leicht reduziert. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Krefeld und Kreis Viersen liegt niedriger als im Februar vor zwei Jahren, kurz bevor die Pandemie ihren Anfang nahm“, so Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen, zu den aktuellen Zahlen auf dem Arbeitsmarkt, welche 20.721 arbeitslose Personen im Agenturbezirk ausweisen, ein Rückgang von 280 im Vergleich zum Vormonat. „Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen durch Aufholeffekte um gut 3.900 Personen gesunken“, erläutert Imkamp.

Kurzarbeit

Der Zugang zur Kurzarbeit lag im Februar bei 96 Anzeigen mit 991 Personen*. Die Hauptzugangsmonate waren mit weitem Abstand April und Mai 2020. Die realisierte Kurzarbeit lag damals im April bei etwa 29.000 Personen, im Mai bei etwa 27.000 Personen im Agenturbezirk.

* die Februardaten sind vorläufig mit Datenstand 24. Februar 2022

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen und Regionen

Aktuell werden im Bezirk der Agentur für Arbeit Krefeld 6.289 Menschen von der Arbeitsagentur betreut (139 weniger als vor einem Monat). 14.432 Arbeitslose (141 weniger als im Januar) sind in Betreuung der Jobcenter Krefeld und Kreis Viersen. Damit liegt die Arbeitslosenquote im Bezirk bei 7,3 Prozent (0,1 Prozentpunkte unter Januar; 1,3 Prozentpunkte unter Februar 2021).

In der Stadt Krefeld liegt die Arbeitslosigkeit aktuell bei 9,9 Prozent (wie Januar 2022, Februar 2021: 11,7 %), im Kreisgebiet Viersen nun bei 5,3 Prozent (Januar 2022: 5,4%, Februar 2021: 6,3 %).

Die Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen im Kreisgebiet:

Kempen (Kempen, Grefrath, Tönisvorst):                           4,2 Prozent (Vorjahr: 5,1%)
Nettetal (Nettetal, Brüggen):                                               5,2 Prozent (Vorjahr: 6,4%)
Viersen (Stadt Viersen, Willich, Niederkrüchten, Schwalmtal):      5,8 Prozent (Vorjahr: 6,9%)

Kräftenachfrage

Der Zugang an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen liegt im Februar dieses Jahres bei 1.020 Stellen. Gegenüber Januar wurden somit 170 oder 20 % mehr Stellen von den Arbeitgebern gemeldet.

„Der gemeldete Stellenbestand und die kräftige Steigerung gegenüber dem Vormonat sowie dem Vorjahr zeigt die äußerst gute Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarkts“, so Imkamp.

Beschäftigung Älterer

„In den letzten Monaten konnten verschiedenste Personengruppen von der guten Stellensituation profitieren“, schaut Imkamp detailliert auf die Entwicklungen. Doch bei den älteren Arbeitslosen ist der Trend in der Langzeitbetrachtung ein anderer. Dies ist unbefriedigend und stellt eine besondere Herausforderung für den Bezirk dar. „Gerade unter der Gruppe der arbeitslos gemeldeten älteren Menschen ist das Qualifikationsniveau hoch, es liegt reichlich Berufserfahrung und somit Know-how vor. Hier müssen Vorbehalte der Arbeitgeber abgebaut werden. Aber auch die lebensälteren Arbeitslosen müssen weiter am Ball bleiben, sie werden zukünftig weiter und verstärkt gebraucht. Hier haben wir einen elementaren Hebel bei der Bewältigung des Fachkräftebedarfs.“ Die Unternehmen können dabei durch Weiterbildungen im Betrieb oder Eingliederungszuschüsse bei Einstellungen unterstützt werden.       

Aktuell gibt es in Krefeld und im Kreis Viersen 7.721 arbeitslose Menschen, die 50 Jahre oder älter sind (Krefeld: 4.050, Kreis Viersen: 3.671), 845 weniger als vor einem Jahr. Damit macht dieser Personenkreis einen Anteil von 37,3 % an allen arbeitslosen Menschen aus.

Unternehmen erhalten weitere Informationen bei ihrem persönlichen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service oder unter der gebührenfreien Service-Rufnummer des Arbeitgeber-Service 0800 4 5555 20.

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