29.10.2020 | Presseinfo Nr. 39

Der Ausbildungsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Krefeld

Vorläufige Bilanz für das Ausbildungsjahr 2019/2020 - Es gibt noch Chancen auf dem Ausbildungsmarkt!

Die Corona-Pandemie verändert die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Voraussichtlich wird eine deutlich größere Zahl Jugendlicher als sonst üblich zu einem späteren Zeitpunkt eine duale Ausbildung beginnen. Auch im Agenturbezirk Krefeld sind alle Partner (Kammern, Berufsschulen etc.) auf einen späteren Ausbildungsstart eingestellt. Die notwendigen Rahmenbedingungen für einen Ausbildungsstart auch noch im Herbst oder Winter sind also geschaffen.

Insgesamt haben bisher mit 3.555 Bewerberinnen und Bewerbern 548 junge Leute weniger als im Vorjahr bei der Berufsberatung nach einer Ausbildungsstelle nachgefragt. Das ist ein Rückgang von 13,4 Prozent. Ihnen standen 3.503 bei der Arbeitsagentur erfasste Ausbildungsstellen gegenüber. Dies ist - gegenüber dem Vorjahr - ein um 399 Stellen (minus 10,2 Prozent) verringertes Angebot.

Rein rechnerisch standen somit über das Ausbildungsjahr 100 Bewerberinnen und Bewerbern 99 Ausbildungsangebote offen (Vorjahr 100 zu 95).

In diesem Jahr gibt es im 5. Quartal des Berufsberatungsjahres eine deutlich höhere Dynamik als in anderen Jahren. Die Pandemie verzögerte die Prozesse merklich, so dass auch jetzt noch Ausbildungsverhältnisse abschlossen werden. Dies ist bis Ende Januar möglich. Für die Jugendlichen, die noch auf der Suche sind, gilt: Es gibt noch Chancen auf dem Ausbildungsmarkt“, so Dr. Bettina Rademacher-Bensing, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld.

Zum Ende des Berufsberatungsjahres am 30. September waren 405 Jugendliche bei der Agentur für Arbeit gemeldet, die noch eine Ausbildungsstelle suchten und auch noch keine Alternative gefunden hatten. Dies entspricht einem Rückgang von 22 Jugendlichen im Vergleich zum Vorjahr. Zu Ende September waren aber auch noch nicht alle Ausbildungsstellen besetzt. Für 321 Stellen, und damit für 38 weniger als im Vorjahr, waren die Arbeitgeber noch auf der Suche nach den geeigneten Auszubildenden.

Bei der angesprochenen Vielfalt und noch offenen Ausbildungsstellen gibt es auch jetzt noch Chancen. Der Prozess der Ausbildungssuche verläuft über das ganze Beratungsjahr. Wir werden auch in den nächsten Wochen gemeinsam mit unseren Partnern im Ausbildungskonsens alle Anstrengungen unternehmen, diese Jugendlichen auf die freien Ausbildungsstellen zu vermitteln“, erläutert Rademacher-Bensing.

Jugendliche erreichen die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen unter der 02151/92-2200. Den Ausbildungsuchenden bietet die Agentur für Arbeit viele Unterstützungsmöglichkeiten an: Neben der individuellen Beratung und der Vermittlung von Ausbildungsstellen können auch Kosten übernommen werden, die bei Vorstellungsgesprächen oder der Aufnahme eines weiter entfernten Ausbildungsplatzes anfallen. Auch während der Ausbildung kann die Agentur mit ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) oder der assistierten Ausbildung (AsA) die Azubis unterstützen, wenn die Leistungen in der Berufsschule nicht ausreichen und Nachhilfe benötigt wird, um einen Ausbildungsabbruch zu vermeiden.

Die Unternehmen bittet Rademacher-Bensing, freie oder zusätzliche Ausbildungsstellen dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit zu melden. Betriebe erreichen den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit entweder unter der kostenfreien Servicenummer 0800 4 5555 20 oder direkt über den persönlichen Ansprechpartner. Hier werden auch Fragen zu einer möglichen Ausbildungsprämie geklärt.

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz von Agentur für Arbeit, IHK und Kreishandwerkerschaft am 09. Dezember 2020 werden zum Abschluss des in diesem Jahr erweiterten Berufsberatungsjahres dann die Jahresbilanzen präsentiert.