29.01.2021 | Presseinfo Nr. 5

Der Arbeitsmarkt im Januar 2021

- Vorwiegend jahreszeitlich bedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit
- Arbeitslosenquote beträt 5,1 Prozent
- Ausbildungsmarkt läuft verhalten an

Neben den anhaltenden Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung lassen saisonale Einflüsse im Winter und Kündigungstermine zum Jahresende die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Landau deutlich steigen. Im Januar waren in den kreisfreien Städten Landau und Neustadt sowie den Landkreisen Bad Dürkheim, Germersheim und Südliche Weinstraße insgesamt 13.404 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber Dezember 2020 ist das eine Zunahme um 982 Personen oder 7,9 Prozent. Der Anstieg zum Jahresbeginn fällt geringer aus als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des anhaltenden Lockdowns seit November sind allerdings weiterhin deutlich spürbar.

Die Arbeitslosenquote steigt von 4,7 auf 5,1 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,4 Prozent.

„Die ersten Arbeitsmarktzahlen für das Jahr 2021 spiegeln hauptsächlich den üblichen saisonalen Anstieg wider und sind für diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich", erklärt Christine Groß-Herick, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Ar-beit Landau. Sie führt dies insbesondere auf auslaufende Arbeitsverträge zum Jahresende und den geringen Personalbedarf in witterungsabhängigen Branchen in den Wintermonaten zurück. „In das Jahr 2021 sind wir mit relativ Arbeitslosenzahlen gestartet, da die pandemiebedingten Entlassungen schon im letzten Jahr vorgenommen wurden. Wir sehen aber jetzt, dass die Arbeitgeber im Vergleich zum Januar 2020 weniger Beschäftigte freisetzten. Dies ist auch als Indiz dafür zu sehen, dass die Gewährung von Kurzarbeitergeld weiterhin Arbeitsplätze sichert", so Groß-Herick weiter.

Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften bleibt auf dem Niveau von Dezember 2020. Im Januar wurden 544 zu besetzende Arbeitsstellen bei dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und der Jobcenter gemeldet, 22 weniger als vor einem Jahr. Der Bestand der gemeldeten Arbeitsstellen hat sich mit 3.447 um knapp 390 Jobofferten oder 10,1 Prozent gegenüber Januar 2020 verringert.

Ausbildungsmarkt:

Auch am Ausbildungsmarkt macht sich die Corona-Krise bemerkbar. „Einerseits halten sich manche potentiellen Ausbildungsbetriebe besonders betroffener Branchen aus nachvollziehbaren Gründen zurück und melden uns ihre Ausbildungsstellen derzeit noch nicht. Andererseits berichten Personalverantwortliche, dass aktuell sie deutlich weniger Bewerbungen erhalten. Gleichwohl stehen viele Ausbildungsplätze zur Verfügung. Wir gehen davon aus, dass sich das Ausbildungsgeschehen aufgrund der pandemiebedingten Unsicherheiten zeitlich verschiebt", erklärt Groß-Herick. Die Corona-Pandemie macht es auch den Schulabgängern nicht leicht. Bereits geschmiedete Pläne können eventuell nicht in die Tat umgesetzt werden oder es fehlt an Informationen, wie es nach der Schulzeit weitergehen könnte. „Gerade jetzt, wo die Schulen geschlossen sind, stehen die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Agentur für Arbeit auch mit telefonischer Beratung zur Verfügung. Jetzt kommen die Halbjahreszeugnisse, ein guter Moment Bewerbungen zu schreiben", appelliert Groß-Herick an Jugendliche, die im Sommer eine Ausbildung beginnen wollen.

Kontakt zur Berufsberatung der Agentur für Arbeit Landau:

Kostenfreie Rufnummer: 0800 4 5555 00

E-Mail: landau.berufsberatung@arbeitsagentur.de

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den kommunalen Gebietskörperschaften im Bezirk der Agentur für Arbeit Landau:

Stadt Landau

In der Stadt Landau waren im Januar 1.593 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 88 bzw. 5,8 Prozent mehr als im Dezember und 188 oder 13,4 Prozent mehr als im Januar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 5,7 Prozent auf 6,0 Prozent gestiegen. Im Januar letzten Jahres lag sie bei 5,3 Prozent.

Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Januar 703 arbeitslose Menschen. Gegenüber Januar 2020 waren dies 139 bzw. 24,6 Prozent mehr. Beim für den Rechtskreis der Grundsicherung zu-ständigen Jobcenter sind aktuell 890 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 49 bzw. 5,8 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.

Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Landau 93 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 20 Stellen weniger als im Dezember und 41 weniger mehr als im Januar des vergangenen Jahres.

Kurzarbeit: Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen für die Stadt Landau derzeit nur bis August 2020 zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im August für 1.229 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt, nach 2004 im Juli, 2.745 im Juni, 3.860 im Mai, 3.818 im April und 1.837 im März 2020.

Stadt Neustadt

In der Stadt Neustadt waren im Januar 1.874 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 114 bzw. 6,5 Prozent mehr als im Dezember und 223 oder 13,5 Prozent mehr als im Januar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 6,0 auf 6,4 Prozent gestiegen. Im Januar letzten Jahres lag sie bei 5,7 Prozent.

Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Januar 854 arbeitslose Menschen. Gegenüber Januar 2020 waren dies 154 bzw. 22,0 Prozent mehr. Beim für den Rechtskreis der Grundsicherung zu-ständigen Jobcenter sind aktuell 1.020 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 69 bzw. 7,3 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.

Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Neustadt 52 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 9 Stellen weniger als im Dezember und 7 weniger als im Januar des vergangenen Jahres.

Kurzarbeit: Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen für die Stadt Neustadt derzeit nur bis August 2020 zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im August für 915 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt, nach 1.156 im Juli, 1.506 im Juni, 2.433 im Mai, 2.585 im April und 1.261 im März 2020.

Landkreis Bad Dürkheim

Im Landkreis Bad Dürkheim waren im Januar 3.418 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 197 bzw. 6,1 Prozent mehr als im Dezember und 530 bzw. 18,4 Prozent mehr als im Januar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 4,4 Prozent auf 4,7 Prozent gestiegen. Im Januar letzten Jahres lag sie bei 4,0 Prozent.

Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Januar 1.985 arbeitslose Menschen. Gegenüber Januar 2020 waren dies 438 bzw. 28,3 Prozent mehr. Beim für den Rechtskreis der Grundsicherung zu-ständigen Jobcenter sind aktuell 1.433 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 92 bzw. 6,9 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.

Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Bad Dürkheim 151 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 46 mehr als im Dezember und 44 mehr als im Januar des vergangenen Jahres.

Kurzarbeit: Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen für den Landkreis Bad Dürkheim derzeit nur bis August 2020 zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im August für 1.952 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt, nach 2.419 im Juli, 3.245 im Juni, 4.296 im Mai, 5.007 im April und 2.455 im März 2020.

Landkreis Germersheim


Im Landkreis Germersheim waren im Januar 3.637 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 330 bzw. 10,0 Prozent mehr als im Dezember und 468 bzw. 14,8 Prozent mehr als im Januar des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 4,4 auf 4,9 Prozent gestiegen. Im Januar letzten Jahres lag sie bei 4,2 Prozent.
Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Januar 2.143 arbeitslose Menschen. Gegenüber Januar 2020 waren dies 374 bzw. 21,1 Prozent mehr. Beim für die Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 1.494 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 94 bzw. 6,7 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.
Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Germersheim 125 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 16 weniger als im Dezember und 6 weniger als im Januar des vergangenen Jahres.

Kurzarbeit: Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen für den Landkreis Germersheim derzeit nur bis August 2020 zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im August für 1.847 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt, nach 2.681 im Juli, 4.173 in Juni, 15.659 im Mai, 15.905 im April und 2.352 im März 2020.

Landkreis Südliche Weinstraße

Im Landkreis Südliche Weinstraße waren im Januar 2.882 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 253 bzw. 9,6 Prozent mehr als im Dezember und 430 bzw. 17,5 Prozent mehr als im Januar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 4,2 Prozent auf 4,7 Prozent gestiegen. Im Januar letzten Jahres lag sie bei 4,0 Prozent.

Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Januar 1.648 arbeitslose Menschen. Gegenüber Januar 2020 waren dies 307 bzw. 22,9 Prozent mehr. Beim für die Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 1.234 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 123 bzw. 11,1 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.

Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Südliche Weinstraße 123 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 3 mehr als im Dezember und 12 weniger als im Januar des vergangenen Jahres.

Kurzarbeit: Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen für den Landkreis Südliche Weinstraße derzeit nur bis August 2020 zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im August für 2.233 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt, nach 2.825 im Juli, 3.760 im Juni, 5.427 im Mai, 5.791 im April und 2.330 im März 2020.