02.03.2021 | Presseinfo Nr. 10

Der Arbeitsmarkt im Februar 2021

- Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit im Februar leicht gestiegen
- Arbeitslosenquote unverändert 5,1 Prozent
- Trotz Winter und Lockdown wieder höhere Arbeitskräftenachfrage

Nach dem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn nahm die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Landau im Vergleich zum Vormonat nur leicht zu. Im Februar waren in den kreisfreien Städten Landau und Neustadt sowie den Landkreisen Bad Dürkheim, Germersheim und Südliche Weinstraße insgesamt 13.433 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber Januar ist das eine Zunahme um 29 Personen oder 0,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 5,1 Prozent.
Ungünstiger sieht die Situation im Vergleich zum Vorjahresmonat aus: Im Februar 2020 waren 2.156 Personen oder 19,1 Prozent weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag damals bei 4,3 Prozent.
„Die Arbeitslosigkeit stieg im Februar nur im Bereich der Jobcenter an“, erklärt Christine Groß-Herick, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Landau, bei der Vorstellung der neuesten Arbeitsmarktdaten. Sie führt dies insbesondere darauf zurück, dass aufgrund der Pandemie weniger Arbeitslose in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen einmündeten. Teilnehmer werden während des Maßnahmebesuchs nicht als arbeitslos gezählt. „Auch die Dynamik am Arbeitsmarkt ist weiterhin relativ niedrig. Aktuell melden sich zwar weniger Menschen, die ihre Arbeitsstelle verlieren arbeitslos als im Vorjahr. Die Abmeldungen in eine neue Tätigkeit waren im Februar allerdings ebenfalls geringer ausgefallen. Ein gutes Signal sehe ich in der aktuellen Arbeitskräftenachfrage. Die Arbeitgeber der Region meldeten uns im Februar 260 Stellen mehr zur Besetzung als noch im Januar“, so die Agenturchefin abschließend.
Etwas weniger als die Hälfte der Arbeitslosen – 6.348 und damit 47,3 Prozent – wird aktuell von den drei Jobcentern in der Region betreut. In absoluten Zahlen sind dies 2.336 beschäftigungslose Frauen und Männer beim Jobcenter Landau-Südliche Weinstraße, 1.517 beim Jobcenter Germersheim und 2.495 beim Jobcenter Deutsche Weinstraße (Neustadt und Bad Dürkheim). Insgesamt 7.085 Arbeitslose sind bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur in Landau, Bad Dürkheim, Neustadt, Germersheim und Kandel gemeldet.
Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften hat im Februar trotz der Pandemie deutlich zugenommen. Dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und der Jobcenter wurden 804 Stellen zur Besetzung gemeldet, 260 mehr als im Januar. Das Stellenplus verteilt sich auf zahlreiche Branchen und ist sowohl im Verarbeitenden Gewerbe, als auch im Baugewerbe, im Handel, im Gastgewerbe, bei der Arbeitnehmerüberlassung sowie im Gesundheits- und Sozialwesen sichtbar.

Ausbildungsmarkt:
Seit Oktober 2020, dem Start des aktuellen Berichtsjahres zum regionalen Ausbildungsmarkt, wurden der Agentur für Arbeit Landau 1.793 Ausbildungsstellen gemeldet. Das entspricht einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von knapp 9 Prozent. Gleichzeitig haben sich insgesamt 1.623 Jugendliche mit den Berufsberaterinnen und Berufsberatern in Verbindung gesetzt und ihr Interesse an einer Ausbildungsstelle gezeigt, circa 300 weniger als vor einem Jahr. „Auch die Dynamik am Ausbil-dungsmarkt hat aufgrund der Corona-Pandemie nachgelassen. Viele Arbeitgeber sind aktuell noch vorsichtig mit den Einstellungszusagen. Gleichwohl wird der Fachkräftebedarf in den nächsten Jahren unser Thema am Arbeitsmarkt bleiben,“ so Groß-Herick. Die Arbeitsagentur berät junge BerufseinsteigerInnen aktuell telefonisch und virtuell zu den verschiedenen beruflichen Möglichkeiten.
Vom 15. bis 19. März bietet die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Landau viele Informationen in der digitalen „Woche der Ausbildung“. Das gesamte Programm gibt es unter
www.arbeitsagentur.de/landau/vor-ort/wochederausbildung.


Kontakt zur Berufsberatung der Agentur für Arbeit Landau:
Kostenfreie Rufnummer: 0800 4 5555 00
E-Mail: landau.berufsberatung@arbeitsagentur.de

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den kommunalen Gebietskörperschaften im Bezirk der Agentur für Arbeit Landau:


Stadt Landau
In der Stadt Landau waren im Februar 1.634 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 41 bzw. 2,6 Prozent mehr als im Januar und 218 oder 15,4 Prozent mehr als im Februar des vergangenen Jahres.
Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 6,0 Prozent auf 6,2 Prozent gestiegen. Im Februar letzten Jahres lag sie bei 5,4 Prozent.
Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Februar 659 arbeitslose Menschen. Gegenüber Februar 2020 waren dies 90 bzw. 15,8 Prozent mehr. Beim für den Rechtskreis der Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 975 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 128 bzw. 15,1 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.
Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Landau 125 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 32 Stellen mehr als im Januar und 22 weniger mehr als im Februar des vergangenen Jahres.


Stadt Neustadt
In der Stadt Neustadt waren im Februar 1.882 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 8 bzw. 0,4 Prozent mehr als im Januar und 282 oder 17,6 Prozent mehr als im Februar des vergangenen Jahres.
Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 6,4 auf 6,5 Prozent gestiegen. Im Februar letzten Jahres lag sie bei 5,5 Prozent.
Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Februar 837 arbeitslose Menschen. Gegenüber Februar 2020 waren dies 160 bzw. 23,6 Prozent mehr. Beim für den Rechtskreis der Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 1.045 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 122 bzw. 13,2 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.
Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Neustadt 64 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 12 Stellen mehr als im Januar und 41 weniger als im Februar des vergangenen Jahres.


Landkreis Bad Dürkheim
Im Landkreis Bad Dürkheim waren im Februar 3.392 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 26 bzw. 0,8 Prozent weniger als im Januar und 569 bzw. 20,2 Prozent mehr als im Februar des vergangenen Jahres.
Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat mit 4,7 Prozent gleichgeblieben. Im Februar letzten Jahres lag sie bei 3,9 Prozent. Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Februar 1.942 arbeitslose Menschen. Gegenüber Februar 2020 waren dies 398 bzw. 25,8 Prozent mehr. Beim für den Rechtskreis der Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 1.450 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 171 bzw. 13,4 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.
Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Bad Dürkheim 221 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 70 mehr als im Januar und 36 mehr als im Februar des vergangenen Jahres.


Landkreis Germersheim
Im Landkreis Germersheim waren im Februar 3.544 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 93 bzw. 2,6 Prozent weniger als im Januar und 482 bzw. 15,7 Prozent mehr als im Februar des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 4,9 auf 4,7 Prozent gesunken. Im Februar letzten Jahres lag sie bei 4,1 Prozent.
Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Februar 2.027 arbeitslose Menschen. Gegenüber Februar 2020 waren dies 336 bzw. 19,9 Prozent mehr. Beim für die Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 1.517 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 146 bzw. 10,6 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.
Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Germersheim 206 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 81 mehr als im Januar und 115 weniger als im Februar des vergangenen Jahres.


Landkreis Südliche Weinstraße
Im Landkreis Südliche Weinstraße waren im Februar 2.981 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 99 bzw. 3,4 Prozent mehr als im Januar und 605 bzw. 25,5 Prozent mehr als im Februar des vergangenen Jahres.
Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 4,7 Prozent auf 4,8 Prozent gestiegen. Im Februar letzten Jahres lag sie bei 3,9 Prozent.
Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Februar 1.620 arbeitslose Menschen. Gegenüber Februar 2020 waren dies 312 bzw. 23,9 Prozent mehr. Beim für die Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 1.361 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 293 bzw. 27,4 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.
Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Südliche Weinstraße 188 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 65 mehr als im Januar und 21 weniger als im Februar des vergangenen Jahres.