30.06.2021 | Presseinfo Nr. 30

Entspannung setzt sich fort: Weniger Arbeitslose im Juni

- Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Landau unter 12.000
- Arbeitslosenquote sinkt auf 4,5 Prozent
- Gute Chancen für junge Fachkräfte sowie Ausbildungsplatzsuchende

Positive Bilanz zum Ende des ersten Halbjahres 2021: Am Arbeitsmarkt setzt sich die um diese Jahreszeit gewohnte Belebung fort. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Landau – dieser umfasst die kreisfreien Städte Landau und Neustadt sowie die Landkreise Bad Dürkheim, Germersheim und Südliche Weinstraße – waren im Juni 11.917 Personen arbeitslos gemeldet – 463 oder 3,7 Prozent weniger als im Vormonat Mai 2021 und 1.559 oder 11,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat Juni 2020.
Mit 4,5 Prozent liegt die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte unter dem Mai-Wert dieses Jahres. Noch deutlicher ist mit 0,6 Prozentpunkten der Rückgang gegenüber dem Juni 2020.
Etwas mehr als die Hälfte der Arbeitslosen – 6.157 und damit 51,7 Prozent – wird aktuell von den drei Jobcentern in der Region betreut. In absoluten Zahlen sind dies 2.255 beschäftigungslose Frauen und Männer beim Jobcenter Landau-Südliche Weinstraße, 1.421 beim Jobcenter Germersheim und 2.481 beim Jobcenter Deutsche Weinstraße (Neustadt und Bad Dürkheim). Insgesamt 5.760 Arbeitslose sind bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur in Landau, Bad Dürkheim, Neustadt, Germersheim und Kandel gemeldet.

„Von der seit März anhaltenden Erholung am Arbeitsmarkt profitieren alle Personengruppen, wenn auch in unterschiedlichem Maß“ erklärt Christine Groß-Herick, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Landau. Insbesondere jüngere Arbeitslose unter 25 Jahre haben gute Chancen am Arbeitsmarkt. Die spezifische Arbeitslosenquote für die jüngere Generation beträgt lediglich 4,1 Prozent und liegt damit um 1,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau von Juni 2020.
Im Fokus von Qualifizierung und Förderung steht die Gruppe der Langzeitarbeitslosen, deren Zahl im Zuge der Corona-Krise in den letzten Monaten stark zugenommen hat. Mehr als ein Drittel aller Arbeitslosen ist seit einem Jahr oder länger ohne Beschäftigung. Mit aktuell 4.381 Langzeitarbeitslosen ist deren Zahl im Vergleich zum Mai zwar leicht zurückgegangen, im Vergleich zum Vorjahreslevel ist dies jedoch eine Steigerung um 1.031 Personen bzw. 30,8 Prozent.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften nahm im vergangenen Monat gegenüber dem Vormonat leicht ab. Die Unternehmen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur und der Jobcenter 780 Stellen; das sind 38 weniger als im Mai. Dennoch weist das erste Halbjahr 2021 eine deutliche Steigerung der Arbeitskräftenachfrage aus: Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 4.464 neue Jobofferten gemeldet – ein Plus um mehr als 1.100 Stellen oder knapp 33 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2020. Der Bestand an zu vermittelnden Arbeitsstellen hat mit 4.041 wieder das Niveau der Jahre vor Corona erreicht.

Ausbildungsmarkt
Seit Oktober 2020, dem Start des aktuellen Berichtsjahres zum regionalen Ausbildungsmarkt, wurden der Agentur für Arbeit Landau 2.093 Ausbildungsstellen gemeldet. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um knapp 3 Prozent. Gleichzeitig haben sich insgesamt 2.249 Jugendliche mit den Berufsberaterinnen und Berufsberatern in Verbindung gesetzt und ihr Interesse an einer Ausbildungsstelle gezeigt, circa 290 (11,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Aktuell sind noch mehr als 1.000 der insgesamt rund 2.190 gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen unbesetzt. „Am Ausbildungsmarkt wird bis in den Herbst eine hohe Dynamik herrschen“, vermutet Groß-Herick. „Schülerinnen und Schülern sowie Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz suchen, stehen also noch viele Wege offen. Sie haben in den nächsten Wochen noch die Chance, sich einen Ausbildungsplatz zu sichern“, so Groß-Herick. Interessierte sollten schnellstmöglich mit den Berufsberaterinnen und Berufsberatern der Agentur für Arbeit Landau Kontakt aufnehmen.


Kontakt zur Berufsberatung der Agentur für Arbeit Landau:
Kostenfreie Rufnummer: 0800 4 5555 00; E-Mail: landau.berufsberatung@arbeitsagentur.de

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den kommunalen Gebietskörperschaften im Bezirk der Agentur für Arbeit Landau:

Stadt Landau
In der Stadt Landau waren im Juni 1.500 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 44 bzw. 2,8 Prozent weniger als im Mai und 167 oder 10,0 Prozent weniger als im Juni des vergangenen Jahres.
Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 5,8 Prozent auf 5,6 Prozent gesunken. Im Juni letzten Jahres lag sie bei 6,3 Prozent.
Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Juni 544 arbeitslose Menschen. Gegenüber Juni 2020 waren dies 158 bzw. 22,5 Prozent weniger. Beim für den Rechtskreis der Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 956 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 9 bzw. 0,9 Prozent weniger als vor zwölf Monaten.
Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Landau 150 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 5 Stellen mehr als im Mai und 88 mehr als im Juni des vergangenen Jahres.

Stadt Neustadt
In der Stadt Neustadt waren im Juni 1.740 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 46 bzw. 2,6 Prozent weniger als im Mai und 230 oder 11,7 Prozent weniger als im Juni des vergangenen Jahres.
Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 6,1 auf 6,0 Prozent gesunken. Im Juni letzten Jahres lag sie bei 6,8 Prozent.
Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Juni 701 arbeitslose Menschen. Gegenüber Juni 2020 waren dies 142 bzw. 16,8 Prozent weniger. Beim für den Rechtskreis der Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 1.039 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 88 bzw. 7,8 Prozent weniger als vor zwölf Monaten.
Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Neustadt 109 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 25 Stellen mehr als im Mai und 71 mehr als im Juni des vergangenen Jahres.

Landkreis Bad Dürkheim
Im Landkreis Bad Dürkheim waren im Juni 3.083 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 111 bzw. 3,5 Prozent weniger als im Mai und 265 bzw. 7,9 Prozent weniger als im Juni des vergangenen Jahres.
Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 4,4 Prozent auf 4,3 Prozent gesunken. Im Juni letzten Jahres lag sie bei 4,6 Prozent.
Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Juni 1.641 arbeitslose Menschen. Gegenüber Juni 2020 waren dies 213 bzw. 11,5 Prozent weniger. Beim für den Rechtskreis der Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 1.442 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 52 bzw. 3,5 Prozent weniger als vor zwölf Monaten.
Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Bad Dürkheim 163 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 5 weniger als im Mai und 69 mehr als im Juni des vergangenen Jahres.

Landkreis Germersheim
Im Landkreis Germersheim waren im Juni 3.000 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 178 bzw. 5,6 Prozent weniger als im Mai und 623 bzw. 17,2 Prozent weniger als im Juni des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 4,3 auf 4,0 Prozent gesunken. Im Juni letzten Jahres lag sie bei 4,8 Prozent.
Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Ar-beitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Juni 1.579 arbeitslose Menschen. Gegenüber Juni 2020 waren dies 468 bzw. 22,9 Prozent weniger. Beim für die Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 1.421 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 155 bzw. 9,8 Prozent weniger als vor zwölf Monaten.
Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeit-gebern aus dem Landkreis Germersheim 178 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 69 weniger als im Mai und 58 mehr als im Juni des vergangenen Jahres.

Landkreis Südliche Weinstraße
Im Landkreis Südliche Weinstraße waren im Juni 2.594 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 84 bzw. 3,1 Prozent weniger als im Mai und 274 bzw. 9,6 Prozent weniger als im Juni des vergangenen Jahres.
Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 4,3 Prozent auf 4,2 Prozent gesunken. Im Juni letzten Jahres lag sie bei 4,6 Prozent.
Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt ein unterschiedliches Bild. Während die Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, stieg sie in der Grundsicherung. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im Juni 1.295 arbeitslose Menschen. Gegenüber Juni 2020 waren dies 336 bzw. 20,6 Prozent weniger. Beim für die Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 1.299 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 62 bzw. 5,0 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.
Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Südliche Weinstraße 180 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 6 mehr als im Mai und 75 mehr als im Juni des vergangenen Jahres.