29.11.2019 | Presseinfo Nr. 76

Wenige Arbeitslose im November

Die Zahl der Arbeitslosen im Arbeitsagenturbezirk Landau ist auf 10.014 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 3,8 Prozent.
Der Anteil älterer Arbeitsloser nimmt zu.
 

In der Südpfalz und in den Regionen Neustadt und Bad Dürkheim waren zur Monatsmitte November 10.014 Arbeitslose gemeldet, das sind knapp 100 oder 1 Prozent weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote liegt gleichbleibend bei 3,8 Prozent. Ungünstiger sieht der Vergleich zum November 2018 aus. Damals waren rund 360 Arbeitslose weniger registriert. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,7 Prozent. Der Zuwachs ist ausschließlich bei den arbeitsmarktnäheren Arbeitslosen im Bereich der Arbeitsagentur zu verzeichnen.

 

Insgesamt 51,6 Prozent der Arbeitslosen sind den drei Jobcentern zugeordnet. In der regionalen Verteilung werden 1.823 Arbeitslose vom Jobcenter Landau-Südliche Weinstraße betreut, 1.261 vom Jobcenter Germersheim und 2.083 vom Jobcenter Deutsche Weinstraße (Neustadt und Bad Dürkheim).

 

Die Unterbeschäftigungsquote liegt wie bereits im Vormonat bei 5,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 5,1 Prozent. In diese Quote werden auch Personen einbezogen, die an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen oder aus anderen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden.

 

Die Arbeitskräftenachfrage war zwar im November mit rund 900 Stellen um 150 höher als im Vormonat, im Vergleich zum Vorjahr fiel sie aber weit schwächer aus: So wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern im November letzten Jahres rund 400 Stellen mehr zur Besetzung gemeldet. Diese kamen vorwiegend aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung.

Bei der Vorstellung der aktuellen Situation am Arbeitsmarkt legt Christine Groß-Herick, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Landau, den Focus auf die Gruppe der Älteren ab 55 Jahre: „Die Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist in unserer Region seit Jahren auf dem Wachstumspfad. Dabei werden – bedingt durch die demografische Entwicklung – auch die Belegschaften in den Unternehmen zunehmend älter. Während vor zehn Jahren rund 14 Prozent der Arbeitnehmer über 55 Jahre alt waren, sind es mittlerweile rund 22 Prozent. Aber nicht nur die Beschäftigten, auch die Arbeitslosen werden im Durchschnitt älter. Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Landau ist zwar in den letzten fünf Jahren gesunken, der Anteil der über 55-jährigen jedoch gestiegen. Aktuell liegt er um rund 20 Prozent höher als im Jahr 2015. Dabei verschiebt sich die Altersstruktur insbesondere im Bereich des SGB III – also der arbeitsmarktnahen Kundengruppe der Arbeitsagentur“.

Die Auswirkungen dieser Entwicklung auf das Arbeitsmarktgeschehen sowie die persönliche Situation der Betroffenen ist laut der Agenturchefin vielschichtig: „Durch die bevorstehende Verrentungswelle der sogenannten Babyboomer werden zahlreiche gut qualifizierte Arbeitskräfte die Unternehmen verlassen. Gleichzeitig denken vor allem bei konjunkturellen Schwankungen die Betriebe oftmals über die vorrangige Freisetzung von älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach. Der damit verbundene Wegfall von Erfahrungswissen kann den Fachkräftemangel verschärfen“, betont Groß-Herick.

Sorge bereiten ihr die mit zunehmendem Alter schlechteren Wiederbeschäftigungschancen von betroffenen Arbeitslosen. „Wer mit 55 Jahren in Beschäftigung steht, gehört meist zu den sehr erfahrenen, gut qualifizierten Mitarbeitern – oft mit Führungsaufgaben. Sobald jedoch Arbeitslosigkeit eintritt, verringert sich die Wahrscheinlichkeit einer Wiederbeschäftigung schnell und das Risiko von Langzeitarbeitslosigkeit steigt.“ Groß-Herick appelliert an Unternehmen, das Potential der lebensälteren Bewerberinnen und Bewerber stärker zu nutzen. „Wir unterstützen die geplante Neueinstellung von Älteren - sowohl mit finanziellen Mitteln als auch durch Förderungen von Weiterbildungen und Qualifizierungen. Auch bei notwendigen Qualifizierungen von noch in Beschäftigung stehenden älteren Mitarbeitern können wir den Betrieben behilflich sein“, so Groß-Herick abschließend.

 

 

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den kommunalen Gebietskörperschaften im Bezirk der Agentur für Arbeit Landau:

 

Stadt Landau

 

In der Stadt Landau waren im November 1.210 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 18 bzw. 1,5 Prozent weniger als im Oktober dieses Jahres und 4 oder 0,3 Prozent mehr als im November des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat von 4,7 Prozent auf 4,6 Prozent. Im November letzten Jahres lag sie ebenfalls bei 4,6 Prozent.

 

Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt ein unterschiedliches Bild. Während die Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, stieg sie in der Grundsicherung. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im November 439 arbeitslose Menschen. Gegenüber November 2018 waren dies 25 bzw. 5,4 Prozent weniger. Beim für die Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 771 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 29 bzw. 3,9 Prozent mehr als vor zwölf Monaten. 

 

Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Landau 115 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 16 Stellen weniger als im Oktober dieses Jahres und 171 weniger als im November des vergangenen Jahres.

 

 

Stadt Neustadt

 

In der Stadt Neustadt waren im November 1.421 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 39 bzw. 2,7 Prozent weniger als im Oktober dieses Jahres und 100 bzw. 7,6 Prozent mehr als im November des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit gegenüber dem Vormonat von 5,0 Prozent auf 4,9 Prozent gesunken. Im November letzten Jahres lag sie bei 4,6 Prozent.

                                                                                          

Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im November 551 arbeitslose Menschen. Gegenüber November 2018 waren dies 57 bzw. 11,5 Prozent mehr. Beim für den Rechtskreis der Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 870 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 43 bzw. 5,2 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.

 

Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Neustadt 81 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 18 mehr als im Oktober dieses Jahres und 40 weniger als im November des vergangenen Jahres.

 

 

Landkreis Bad Dürkheim

 

Im Landkreis Bad Dürkheim waren im November 2.505 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 65 bzw. 2,5 Prozent weniger als im Oktober dieses Jahres und 170 bzw. 7,3 Prozent mehr als im November des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber dem Vormonat unverändert bei 3,5 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 3,2 Prozent.

Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt sowohl bei der Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Grundsicherung eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im November 1.292 arbeitslose Menschen. Gegenüber November 2018 waren dies 117 bzw. 10,0 Prozent mehr. Beim für den Rechtskreis der Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 1.213 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 53 bzw. 4,6 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.

 

Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Bad Dürkheim 138 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 15 weniger als im Oktober dieses Jahres und 120 weniger als im November des vergangenen Jahres.

 

 

Landkreis Germersheim

 

Im Landkreis Germersheim waren im November 2.789 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 10 mehr als im Oktober dieses Jahres und 117 bzw. 4,4 Prozent mehr als im November des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber dem Vormonat unverändert bei 3,7 Prozent. Im November letzten Jahres lag sie bei 3,6 Prozent.

 

Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt ein unterschiedliches Bild. Während die Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, sank sie in der Grundsicherung. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im November 1.528 arbeitslose Menschen. Gegenüber November 2018 waren dies 214 bzw. 16,3 Prozent mehr. Beim für die Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 1.261 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 97 bzw. 7,1 Prozent weniger als vor zwölf Monaten.

 

Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Germersheim 369 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 149 mehr als im Oktober dieses Jahres und 41 weniger als im November des vergangenen Jahres.

 

 

Landkreis Südliche Weinstraße

 

Im Landkreis Südliche Weinstraße waren im November 2.089 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 13 bzw. 0,6 Prozent mehr als im Oktober dieses Jahres und 32 bzw. 1,5 Prozent weniger als im November des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber dem Vormonat unverändert bei 3,4 Prozent. Im November letzten Jahres lag sie ebenfalls bei 3,4 Prozent.

 

Der Blick auf die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen zeigt ein unterschiedliches Bild. Während die Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, sank sie in der Grundsicherung. So zählte die für den Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung zuständige Agentur für Arbeit im November 1.037 arbeitslose Menschen. Gegenüber November 2018 waren dies 19 bzw. 1,1 Prozent mehr. Beim für die Grundsicherung zuständigen Jobcenter sind aktuell 1.052 Frauen und Männer als arbeitslos registriert und damit 51 bzw. 4,6 Prozent weniger als vor zwölf Monaten.

 

Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Südliche Weinstraße 196 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 11 mehr als im Oktober dieses Jahres und 37 weniger als im November des vergangenen Jahres.