28.02.2020 | Presseinfo Nr. 3

Milder Winter lässt den Arbeitsmarkt kalt

Arbeitsmarktreport Februar 2020

Ein strenger Winter ist bisher ausgeblieben. Und das wirkt sich auch auf den heimischen Arbeitsmarkt positiv aus. „Die Winterarbeitslosigkeit ist in diesem Jahr moderater ausgefallen als in den vergangenen Jahren. In diesem Jahr ist die Arbeitslosigkeit im Februar schon stärker zurückgegangen als in den Vorjahren. Die Zahl der Arbeitslosen ist um 381 auf 9.305 gesunken. Auch wenn wir die Auswirkungen der eingetrübten Konjunktur beispielsweise beim Rückgang der gemeldeten Arbeitsstellen und beim Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich spüren, rechne ich fest damit, dass in den nächsten Monaten die Zahl der Arbeitslosen wieder deutlich zurückgehen wird, da gerade bei den Aussenberufen, wie beispielsweise im Baubereich oder im Garten- und Landschaftsbau die Auftragsbücher voll sind und die Mitarbeiter*innen nach der Winterpause bei ihren bisherigen Betrieben wieder eingestellt werden“, so die Leiterin der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen, Eva-Maria Kelch.

Die Arbeitslosenquote betrug im Februar 3,5 Prozent, Sie ist damit um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Januar und genauso hoch wie im letzten Jahr.

1.148 Arbeitslose haben im Februar eine Erwerbstätigkeit aufgenommen. Das waren 403 mehr als im Januar und 93 mehr als im letzten Jahr. Gleichzeitig haben sich 1.296 Menschen bei der Arbeitsagentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen arbeitslos gemeldet, weil sie ihre Arbeit verloren haben. Das waren 1.673 weniger als im Januar und 75 weniger als im Februar letzten Jahres.

Rechnet man die Menschen mit ein, die beispielsweise an einer Umschulung teilnehmen und allein deswegen nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, waren im Februar 12.176 Menschen in der Unterbeschäftigung. Das waren 454 mehr als im Februar letzten Jahres.

 

Arbeitskräftenachfrage

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Landshut – Pfarrkirchen waren im Februar 3.530 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Januar ist das ein Plus von 106 Stellen oder gut drei Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 489 Stellen weniger (-12,2 Prozent).                     

                                                                                                         

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Region Landshut-Pfarrkirchen ist nach wie vor sehr hoch. 180.052 Personen waren zum aktuellsten Stichtag, am 30. Juni 2019 sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Seit Juni 2010 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 22,9 Prozent bzw. 33.490 Personen gestiegen. Der Zuwachs hat sich im letzten Jahr allerdings etwas verlangsamt. Der Anstieg der Beschäftigten entfiel mit 18.386 Personen auf Ausländer, hauptsächlich aus EU-Staaten wie Rumänien, Polen, Ungarn und Kroatien. 14,3 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind derzeit mit 25.757 Personen Ausländer. Über ein Drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind im verarbeitenden Gewerbe, über zwölf Prozent im Handel und knapp acht Prozent im Gesundheits- und Sozialwesen beschäftigt.  Im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung war seit Juni 2010 ein Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung von 444 Prozent bzw. 2.876 Personen zu verzeichnen. Allerdings hat dort im letzten Jahr ein Rückgang von 21,6 Prozent bzw. 977 Personen stattgefunden.

                                                                                                                     

Der Arbeitsmarkt nach regionalen Gesichtspunkten:

Stadt Landshut

1.871 Landshuter waren im Februar über die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Landshut Stadt auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, 64 Personen weniger als im Januar und zwei weniger als im Vorjahresmonat. In der Stadt Landshut errechnete sich im Februar 2020 eine Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent. Sie ist damit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat und als im Vorjahresmonat.

 

Landkreis Landshut

2.881 Menschen und damit 132 weniger als im Vormonat waren im Februar auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Im Vorjahr waren es 158 mehr. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Landshut betrug im Februar 2020 3,1 Prozent. Sie ist damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Januar. Im Vorjahresmonat betrug sie 3,2 Prozent.

 

Landkreis Rottal-Inn

Im Landkreis Rottal-Inn ist die Zahl der Arbeitslosen von Januar auf Februar 2020 um 186 auf 2.545 gesunken. Das waren 186 weniger als im Vormonat und 89 mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote ist mit 3,8 Prozent um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Januar und um 0,1 Prozentpunkte höher als im Februar 2019.

 

Landkreis Dingolfing-Landau

Im Landkreis Dingolfing Landau waren im Februar 2020 2.008 Personen auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, eine Person mehr als im Januar und 72 weniger als im Februar 2019. Die Arbeitslosenquote beträgt im Februar 2020 3,2 Prozent. Sie ist damit so hoch wie im Januar und um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat.