03.05.2022 | Presseinfo Nr. 8

Arbeitsmarkt weiter im Aufwind

-Zahl der Arbeitslosen geht auch im April zurück
-Arbeitskräftenachfrage steigt weiter
-Agentur für Arbeit bietet umfangreiches Förderangebot für Qualifizierungen

„Auch wenn die derzeitigen Wirtschaftsprognosen aufgrund des Krieges in der Ukraine, anhaltender Lieferengpässe, hoher Rohstoff- und Energiepreise und wegen des ungewissen Fortgangs der Covid-19-Pandemie weiterhin mit großen Unsicherheiten behaftet sind, zeigt sich der lokale Arbeitsmarkt von diesen Einflüssen völlig unbeeindruckt. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter und die gemeldeten Stellen steigen kontinuierlich an. Um diesen Arbeitskräftebedarf decken zu können, setzen wir noch mehr auf Qualifizierung von KundInnen und Beschäftigten,“ so Eva-Maria Kelch, Leiterin der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen. Ob sich aus dem Kreis der Kriegsflüchtenden zusätzliches Potential für den hiesigen Arbeitsmarkt erschließt, werden die nächsten Tage zeigen.

Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Landshut – Pfarrkirchen ist im April 2022 um 541 Personen auf 7.316 weiter zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Arbeitslosenbestand um 2.119 Personen reduziert. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Landshut - Pfarrkirchen ist von März auf April 2022 um 0,2 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent gesunken, im Vorjahr lag die Quote bei 3,5 Prozent.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Landshut – Pfarrkirchen waren im April 5.343 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber März ist das ein Plus von 140 Stellen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 2.106 Stellen mehr (+ 65 Prozent). Arbeitgeber meldeten im April 1.099 neue Arbeitsstellen, das waren 345 oder 46 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn sind damit 4.044 Stellen eingegangen, die Veränderung zum gleichen Zeitraum des Vorjahres ist sehr erfreulich. Hier ist ein Anstieg von 42 Prozent festzustellen.

Die berufsfachlichen Strukturen von Arbeitslosen und gemeldeten Arbeitsstellen lassen Chancen und Grenzen für eine Arbeitsaufnahme erkennen. Im Bereich Gesundheit und Soziales stehen die Chancen mit einem Verhältnis von 0,8 Arbeitsloser je gemeldete Stelle derzeit am besten, gefolgt von der Produktion bzw. Fertigung mit einem Verhältnis von 0,9.  

Die Aussichten eine Arbeit zu finden sind auch im Handel mit einem Verhältnis von 1,5 und im Bürobereich mit 1,7 besser als im Bereich Lager/Logistik bzw. Schutz und Sicherheit mit 2,5.

Eva-Maria Kelch erklärt weiter: „Von zunehmender Bedeutung für Arbeitsplatzsuche und Arbeitsplatzsicherheit zeigt sich das Thema Qualifikation“. Direkt an Betriebe, Beschäftigte und Arbeitsuchende gewandt fügt sie hinzu: „Die Agentur für Arbeit kann Kund*innen bei der beruflichen Neuorientierung und Weiterbildung unterstützen und fördert eine Vielzahl von Qualifizierungen. Dies gilt für den Pflegebereich, die Produktion und bei handwerklichen Berufen oder im kaufmännischen Bereich gleichermaßen. Auch Arbeitgeber können von Qualifizierungen ihrer Beschäftigten profitieren. Hier besteht die Möglichkeit, dass die Agentur für Arbeit Zuschüsse zu den Lohnkosten, wie auch Lehrgangsgebühren übernimmt“.

Über die näheren Fördervoraussetzungen informieren die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bei der Agentur für Arbeit gerne.

Der Arbeitsmarkt nach regionalen Gesichtspunkten:

Stadt Landshut

1.603 Landshuter waren im April 2022 über die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Landshut Stadt auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, 108 weniger als im März und 531 weniger als im Vorjahresmonat. In der Stadt Landshut errechnete sich im April 2022 eine Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent. Sie ist damit um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat und 1,3 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat.

Arbeitgeber aus der Stadt Landshut haben der Agentur für Arbeit im April 219 Stellen neu gemeldet. Insgesamt waren 1.071 Stellen in der Stadt Landshut über die Agentur für Arbeit zu besetzen. Das waren 371 mehr als im Vorjahresmonat.

Landkreis Landshut

2.217 Menschen, 146 weniger als im Vormonat, waren im Landkreis Landshut im April auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Im Vorjahresmonat waren 593 Personen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Landshut betrug im April 2022 2,3 Prozent. Sie liegt damit 0,2 Prozentpunkte niedriger als im März. Im Vorjahresmonat betrug sie drei Prozent.

Arbeitgeber aus dem Landkreis Landshut haben der Agentur für Arbeit im April 198 Stellen neu gemeldet. Insgesamt waren 1.377 Stellen im Landkreis Landshut über die Agentur für Arbeit zu besetzen. Das waren 463 mehr als im Vorjahresmonat.

Landkreis Rottal-Inn

Im Landkreis Rottal-Inn ist die Zahl der Arbeitslosen von März auf April 2022 um 199 gesunken. Insgesamt waren im April 2022 1.979 Personen auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, 543 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote ist mit 2,9 Prozent um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im März. Im Vorjahresmonat betrug sie auch 3,7 Prozent.

Arbeitgeber aus dem Landkreis Rottal-Inn haben der Agentur für Arbeit im April 369 Stellen neu gemeldet. Damit waren im April 1.720 Stellen im Landkreis Rottal-Inn über die Agentur für Arbeit zu besetzen. Das waren 748 mehr als im Vorjahresmonat.

Landkreis Dingolfing-Landau

Im Landkreis Dingolfing-Landau waren im April 2022 1.517 Personen auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, 88 weniger als im März und 452 weniger als im April 2021. Im Landkreis Dingolfing-Landau ist die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent gefallen. Sie ist damit um 0,7 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat.

Arbeitgeber aus dem Landkreis Dingolfing-Landau haben der Agentur für Arbeit im April 313 Stellen neu gemeldet. Damit waren im April 1.175 Stellen im Landkreis Dingolfing-Landau über die Agentur für Arbeit zu besetzen, 524 mehr als im Vorjahresmonat.