30.09.2022 | Presseinfo Nr. 42

Der Arbeitsmarkt in Leipzig im September 2022

Die Arbeitslosigkeit ist von August auf September geringfügig um 11 auf 22.349 Personen gestiegen. Das waren 358 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im September 6,8 Prozent; sie war damit genau so hoch wie im Vorjahresmonat.

  • Arbeitslosenzahl im September: +11 auf 22.349
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +358
  • Arbeitslosenquote ggü. Vormonat: unverändert bei 6,8 Prozent
  • sv. Beschäftigte im Vorjahresvergleich: +7.262 auf 285.253
  • Zugang von freien Arbeitsstellen: +1.517

Arbeitsmarkt Leipzig (PDF, 100 KB, nicht barrierefrei)

Entwicklung des Arbeitsmarktes

Die Arbeitslosigkeit ist von August auf September geringfügig um 11 auf 22.349 Personen gestiegen. Das waren 358 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im September 6,8 Prozent; sie war damit genau so hoch wie im Vorjahresmonat.

„Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiter stabil, auch wenn die Herbstbelebung im September verhaltener ausfällt als üblich. Positiv ist der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung vor Ort. Im Vergleich zu den Vorjahren haben im September weniger arbeitslose Leipzigerinnen und Leipziger eine Beschäftigung aufgenommen. Der Bestand an gemeldeten offenen Stellen sinkt leicht. Es sind dennoch mehr neue offene Stellen gemeldet als im Vormonat.“, so Steffen Leonhardi, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Leipzig, zur derzeitigen Entwicklung auf dem lokalen Arbeitsmarkt.

Im September meldeten sich 6.572 Personen arbeitslos, 1.208 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 6.578 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-229). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 48.728 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 4.812 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 46.259 Abmeldungen von Arbeitslosen (-111).

Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich. Die Spanne der Veränderungen reicht im September von -10 Prozent bei Deutschen bis +40 Prozent bei Ausländern. Auch der Anteil der ausgewählten Personengruppen am Arbeitslosenbestand ist unterschiedlich groß.

Die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen ist im zurückliegenden Monat in Leipzig zurückgegangen. Im September 2022 waren 6.432 Menschen langzeitarbeitslos, 134 weniger im Vergleich zu August. Im Vergleich zum September 2021 gab es 1.867 Langzeitarbeitslose weniger, ein Rückgang um 22,5 Prozent.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

Ende März 2022, dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik mit gesicherten Angaben, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Leipzig auf 285.253. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Zunahme um 7.262 oder 2,6 Prozent, nach +5.443 oder +1,9 Prozent im Vorquartal.
Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme bei Information und Kommunikation (+1.371 oder +7,4 Prozent); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung bei der Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen ohne Arbeitnehmerüberlassung (-231 oder -0,9 Prozent).

Arbeitsstellen

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Leipzig waren im September 10.190 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber August ist das ein Rückgang von 264 oder 2,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 547 Stellen mehr (+5,7 Prozent).
Arbeitgeber meldeten im September 1.517 neue Arbeitsstellen, das waren 55 oder 3,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Seit Jahresbeginn sind damit 14.941 Stellen eingegangen, das ist ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 760 oder 5,4 Prozent. Zudem wurden im September 1.813 Arbeitsstellen abgemeldet, 368 oder 25,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Von Januar bis September gab es insgesamt 14.051 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 1.512 oder 12,1 Prozent.

Arbeitsmarktentwicklung nach Rechtskreisen

Im Rechtskreis SGB III lag die Arbeitslosigkeit bei 6.762, das sind 425 weniger als im Vormonat und 257 weniger als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 2,1 Prozent. Im Rechtskreis SGB II gab es 15.587 Arbeitslose, das ist ein Plus von 436 gegenüber August; im Vergleich zum September 2021 waren es 615 Arbeitslose mehr. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent.

Krieg in der Ukraine

Aktuell sind im Jobcenter Leipzig 4.663 erwerbsfähige Personen aus der Ukraine gemeldet. Darunter sind 3.940 Personen als arbeitssuchend und davon 2.130 Menschen als arbeitslos registriert. Da derzeit sukzessive die Gespräche zur Vermittlung mit den Geflüchteten stattfinden, ist davon auszugehen, dass sich die Zahl der als arbeitslos registrierten Geflüchteten aus der Gruppe der gemeldeten Arbeitssuchenden in den nächsten Wochen noch weiter erhöht.

Ausbildungsmarkt

Die Bilanzierung des Ausbildungsjahres 2021/2022, welches immer den Zeitraum von Oktober bis September des darauffolgenden Jahres abbildet, liegen im kommenden Monat vor.

Ausbildung bleibt ein zentrales Zukunftsthema

„Auch wenn das Ausbildungsjahr im August begonnen hat, können sich junge Menschen weiter bewerben und auch jetzt noch in eine Ausbildung starten. Viele Unternehmen suchen noch immer Nachwuchs. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater suchen gemeinsam mit den Jugendlichen nach unbesetzten Ausbildungsstellen.
Am Samstag, den 8.10.2022 von 10.00 – 13.00 Uhr, veranstalten wir im Rahmen der Woche der Elternarbeit in der Agentur für Arbeit Leipzig eine Ausbildungsbörse zur Orientierung und Vermittlung. Weitere Infos dazu finden Sie online auf unsere Internetseite.“
, so Steffen Leonhardi.

Kontakt zur Berufsberatung der Agentur für Arbeit Leipzig:

Weitere Informationen zur Berufs- und Studienberatung finden Sie unter www.arbeitsagentur.de/vor-ort/leipzig/ausbildung-und-studium

Prognose

„Aktuell zeigt sich der Arbeitsmarkt stabil. Die Unternehmen suchen weiter nach qualifizierten Fachkräften. Der Krieg in der Ukraine, Lieferengpässe, hohe Inflation vor allem Preiserhöhungen im Energiesektor belasten jedoch weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. Eine Vorhersage für die kommenden Monate ist insofern mit Unsicherheiten verbunden. Ein Einbruch am Arbeitsmarkt ist aus aktueller Sicht nicht zu erwarten.“ so Steffen Leonhardi zum Abschluss.

Den ausführlichen Monatsbericht finden Sie im Internet unter www.statistik.arbeitsagentur.de.