Unterstützung während der Ausbildung

Schau dir die Unterstützungsmöglichkeiten während deiner Ausbildung an

Die Erfahrung zeigt, was zahlreiche Statistiken belegen:

Auch im Laufe einer Ausbildung spielt die berufliche Beratung eine wichtige Rolle, um Unterstützung zu geben und einen drohenden Abbruch zu vermeiden!

Während deiner Ausbildung kann es immer wieder zu Problemen kommen. Der Grund können schlechte Noten in der Berufsschule sein. Oder Ärger mit einem Vorgesetzten. Oder finanzielle Probleme. Egal, woran es liegt: Du solltest deswegen nicht gleich deine Ausbildung abbrechen.

Wo liegt das Problem?

Meistens kommen mehrere Dinge zusammen, wenn Probleme auftreten. Es ist wichtig, dass du dir zuerst über die Gründe dafür Gedanken machst.

Häufige Gründe sind zum Beispiel:

  • Probleme in der Berufsschule (zum Beispiel Prüfungsangst oder schlechte Noten)
  • Probleme im Ausbildungsbetrieb (etwa wenn du Arbeiten erledigen sollst, die nicht zur Ausbildung gehören oder wenn du gemobbt wirst)
  • Persönliche Schwierigkeiten (vielleicht gibt es finanzielle Probleme)
  • Probleme mit dem gewählten Beruf (zum Beispiel mit den gesundheitlichen Anforderungen).

Versuche frühzeitig, die Ursache für deine Unzufriedenheit herauszufinden. Und mit einer Person zu sprechen, der du vertraust. Manche Probleme lassen sich auch durch ein Gespräch mit deinem Ausbilder bzw. deiner Ausbilderin oder der Lehrkraft an der Berufsschule klären.

Wer kann Dir weiterhelfen?

Wenn Gespräche mit deinem Ausbilder oder deiner Ausbilderin die Situation nicht verbessern, solltest du Hilfe von außen suchen. Mögliche Anlaufstellen sind hier:

  • Die Berufsberatung kann dich beraten und unterstützen.
    An nahezu jeder Leipziger Berufsschule steht Dir die Berufsberatung regelmäßig persönlich im Rahmen der Schulsprechstunde zur Verfügung. Erkundige Dich einfach mal im Sekretariat nach den Sprechzeiten.
    Du kannst einfach vorbeikommen und Dich beraten lassen!
    Oder nimm einfach per Mail Kontakt zu uns auf!
  • Ausbildungsberatung der zuständigen Kammer (zum Beispiel bei Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern):
    Wenn du das Gefühl hast, dass du nicht richtig ausgebildet wirst, helfen sie dir weiter
  • Beratungslehrkräfte oder Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen an Berufsschulen: Sie kennen die genauen Anforderungen an die Auszubildenden. Deswegen wissen sie auch, was zu tun ist und welche Angebote dir weiterhelfen können.
  • Ausbildungsbegleiterinnen und -begleiter des Senior-Experten-Service (SES): Die ehrenamtlichen Helfer der Initiative VerA - zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen haben langjährige Berufserfahrung und wissen, wie Konflikte zu lösen sind.

Ausbildungsabbruch droht – und was jetzt?

Falls du dennoch vor hast, deine Ausbildung abzubrechen, ist es gut zu überprüfen, ob es berufliche Alternativen gibt:

  • Ausbildung in einem anderen Ausbildungsbetrieb fortsetzen: Du bist mit dem gewählten Beruf zufrieden, hast aber Probleme mit Ausbildern oder Kollegen? Möglicherweise lässt sich die begonnene Ausbildung in einem anderen Betrieb fortsetzen.
  • Ausbildung in einem anderen Ausbildungsberuf fortsetzen: Vielleicht ist es nun doch nicht dein Wunschberuf oder du hattest komplett andere Vorstellungen davon? Sprich rechtzeitig mit deiner Berufsberatung über Alternativen. Möglicherweise kannst du in der gleichen Firma einen anderen Beruf erlernen. Oder du startest in einem anderen Betrieb noch einmal durch.
  • In jedem Fall solltest Du Dich bei uns melden!

Was tun, wenn der Abbruch unvermeidbar ist?

Wenn feststeht, dass du deine Ausbildung nicht fortsetzen wirst, solltest du folgende Dinge erledigen:

Kläre, was nach dem Abbruch kommt: Brich die Ausbildung möglichst erst dann ab, wenn du genau weißt, was du im Anschluss machen kannst.

Beachte gesetzliche Vorgaben und Fristen: Dein Ausbildungsvertrag enthält gesetzliche Richtlinien und Fristen, die du unbedingt beachten solltest. Innerhalb der Probezeit kannst du deine Ausbildung – aus rechtlicher Sicht – jederzeit abbrechen, ohne Gründe dafür nennen zu müssen. In diesem Zeitraum kannst du auch fristlos kündigen. Nach der Probezeit musst du in jedem Fall die Kündigungsfrist von vier Wochen einhalten. Informiere dich im Zweifelsfall über die rechtlichen Rahmenbedingungen in deinem Ausbildungsvertrag.

Informiere deine Krankenkasse: Wenn du die Ausbildung beginnst, wirst du selbst in der Krankenkasse versichert. Brichst du die Ausbildung ab, musst du die Krankenkasse darüber informieren. Eventuell wirst du dann wieder als Familienmitglied versichert.

Schon gewusst?!

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
Wer eine Ausbildung plant, will auf eigenen Beinen stehen – auch finanziell. Unter bestimmten Voraussetzungen unterstützt dich die Bundesagentur für Arbeit (BA) dabei mit einem Zuschuss.

So unterstützt dich die Berufsausbildungsbeihilfe
Wenn du während deiner Ausbildung in einer eigenen Wohnung lebst, reicht deine Ausbildungsvergütung vielleicht nicht aus, um neben der Miete auch noch Lebensmittel oder die Fahrten nach Hause zu bezahlen.

Die Bundesagentur für Arbeit kann dir in bestimmten Fällen weiterhelfen: Mit der sogenannten Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) unterstützt sie dich während deiner Ausbildung mit einem monatlichen Zuschuss.