30.10.2020 | Presseinfo Nr. 113

Frostschutz für den Arbeitsmarkt: Das Saison-Kurzarbeitergeld

• Förderzeitraum beginnt für die meisten witterungsabhängigen Betriebe am 1. Dezember – bei den Gerüstbauunternehmen schon am 1. November

Um zu verhindern, dass Arbeitnehmer witterungsabhängiger Branchen im Winter arbeitslos werden, gibt es das Saison-Kurzarbeitergeld (Saison-KUG). Betriebe des Baugewerbes, des Dachdeckerhandwerks sowie des Garten- und Landschaftsbaus können auf diese Weise vom 1. Dezember bis zum 31. März ihre Mitarbeiter in der Schlechtwetterzeit weiterbeschäftigen. In Gerüstbauunternehmen beginnt die Förderzeit bereits am 1. November. Darauf weist jetzt die Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar hin.

„Das Saison-KUG entfaltet ähnliche Wirkung, wie das konjunkturelle Kurzarbeitergeld: Bei saisonbedingtem Auftragsmangel und Arbeitsausfällen in Folge des Winterwetters bleibt den Beschäftigten der Arbeitsplatz und den Betrieben das eingearbeitete Personal erhalten“, erklärt Agentursprecher Ralf Fischer. So könnten sich Unternehmen im Frühjahr die Personalsuche ersparen und bei Wetterbesserung sofort auf ihre bewährten Mitarbeiter zurückgreifen. Das Saison-KUG ermögliche ferner, im Winter kleinere Aufträge oder Nachbesserungen auszuführen, erläutert Fischer die Vorzüge der Lohnersatzleistung.

Das Saison-Kurzarbeitergeld entspricht der Höhe des Arbeitslosengeldes. Für jede Ausfallstunde erhalten kinderlose Arbeitnehmer 60 Prozent und Arbeitnehmer mit Kindern 67 Prozent des pauschalierten Nettolohnes. In der Regel wird das Saison-Kurzarbeitergeld von der ersten Ausfallstunde an gewährt. Abweichende Regelungen gelten für Beschäftigte im Gerüstbau. Im Sommer angesammelte Arbeitszeitguthaben müssen jedoch zuvor aufgebraucht werden, sofern sie nicht durch Tarifverträge geschützt sind. Beantragt wird das Saison-Kurzarbeitergeld durch die betroffenen Unternehmen bei der Agentur für Arbeit. Unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/saison-kurzarbeitergeld gibt es weitere Informationen im Internet. Auch die Anträge, Merkblätter und Berechnungstabellen sind dort hinterlegt. Arbeitgeber können sich darüber hinaus vom Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur unter der Rufnummer 0800 4 5555 20 beraten lassen.