02.03.2021 | Presseinfo Nr. 21

PI 021 Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar

• Arbeitslosenquote bleibt im Februar auf Agenturebene unverändert bei 5,6 Prozent
• LDK: 78 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 1.085 mehr als vor einem Jahr
• LM-WEL: 98 Arbeitslose mehr als im Januar, 704 mehr als im Vorjahr
• LDK: 155 Betriebe zeigten im Januar für 1.076 Arbeitnehmer Kurzarbeit an
• LM-WEL: 87 Betriebe zeigten im Februar für 565 Arbeitnehmer Kurzarbeit an
• Im LDK arbeiteten im September 2020 insgesamt 10.884 Arbeitnehmer in 819 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 11,5 Prozent)
• In LM-WEL arbeiteten zur gleichen Zeit 2.962 Arbeitnehmer in 449 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 5,4 Prozent)

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Februar 2021 insgesamt 12.960 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 5,6 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Januar lag die Zahl der Arbeitslosen bei 12.940, die Arbeitslosenquote betrug ebenfalls 5,6 Prozent. Vor einem Jahr waren 11.171 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung -  die Quote betrug seinerzeit bei 4,8 Prozent. Von den insgesamt 12.960 arbeitslosen Personen waren 5.688 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.565 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.707 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

„Der heimische Arbeitsmarkt hat auch im Februar den Folgen des Lockdowns im Wesentlichen standhalten können. Festmachen kann man das vor allem an der nahezu unveränderten Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat, dem deutlichen Rückgang der aktuellen Arbeitslosmeldungen im Vergleich zum Februar 2020, als die Pandemie noch keinen Einfluss auf den Arbeitsmarkt nahm, und der hohen Inanspruchnahme der Kurzarbeit“, berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Vorlage der Arbeitsmarktzahlen für den abgelaufenen Monat. Erfreulich sei zudem, dass sich die Beschäftigungsnachfrage augenscheinlich -wenn auch auf niedrigem Niveau- konsolidiert habe.

Im Februar sei die Zahl der Erwerbslosen trotz zunächst noch winterlicher Witterungsbedingungen im Vormonatsvergleich insgesamt nur um 20 Personen angestiegen. Während in Limburg-Weilburg noch ein Anstieg um 98 Arbeitslosen zu verzeichnen gewesen sei, habe der Lahn-Dill-Kreis einen Rückgang um 78 Arbeitslose ausgewiesen. Dass sich der leichte Aufwuchs der Arbeitslosigkeit ausschließlich im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) abbilde und im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagenturen) sogar geringfügig gesunken sei, wertete Berbuir als positiven Trend. „Die Bewegungen im Rechtskreis SGB III stehen in direkterer Verbindung mit dem aktuellen Arbeitsmarktgeschehen, als bei unseren Kollegen in den Jobcentern“, erklärte Berbuir. Eine sehr ermutigende Entwicklung sei die nach wie vor geringe Zahl von Menschen, die sich direkt aus einer Beschäftigung neu arbeitslos melden. Im Februar waren dies 815 Personen – 217 weniger als im Februar 2020 (-21,0 Prozent). Berbuir dankte den heimischen Unternehmen, die augenscheinlich alle Hilfen nutzen, um ihre Belegschaft möglichst geschlossen durch die Pandemie zu führen.

Die heimischen Betriebe nehmen nach wie vor in erheblichem Maße Kurzarbeit in Anspruch. Allerdings gehen die Kurzarbeiterzahlen seit dem Höchststand im Mai langsam aber kontinuierlich zurück. Im Oktober lag die Kurzarbeiterquote im Lahn-Dill-Kreis bei 11,5 Prozent, in Limburg-Weilburg bei 5.4 Prozent.

Die Agenturchefin warf auch noch einen Blick auf die aktuelle Arbeitskräftenachfrage. Nachdem diese im Vorjahresvergleich bereits seit 2019 Monat für Monat kontinuierlich sinkt, habe sie sich im Februar im Lahn-Dill-Kreis auf dem Vorjahresniveau einpendeln können. In Limburg-Weilburg sei allerdings nochmals ein leichter Rückgang zu verzeichnen gewesen.

Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Februar im Kreis Limburg-Weilburg bei 5,4 Prozent und somit um 0,2 Prozentpunkte höher, als im Vormonat. Im Februar 2020 betrug die Quote 4,6 Prozent. In absoluten Zahlen: 5.010 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 98 mehr als im Januar (+2,0 Prozent) und 704 mehr als vor einem Jahr (+16,3 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,8 Prozent. 4.459 Personen waren 2020 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 48,8 Prozent (2.445 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 8 Personen (-0,3 Prozent) zurückgegangen und im Vergleich zum Vorjahr um 306 Arbeitslose (+14,3 Prozent) gestiegen. 51,2 Prozent (2.565 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Februar beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Anstieg um 106 Arbeitslose (+4,3 Prozent). Gegenüber Februar 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 18,4 Prozent (398 Personen) erhöht. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 2.082 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.376 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer hat sich im letzten Monat um 87 Betroffene (+3,0 Prozent) auf 2.986 Arbeitslose erhöht. Bei den Frauen stieg die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 11 Personen auf 2.024 Erwerbslose (+0,5 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 377 Arbeitslose (+14,4 Prozent), bei den Frauen um 327 Arbeitslose (+19,3 Prozent) zu. 2020 waren jahresdurchschnittlich 2.552 Männer und 1.907 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Februar um 9,4 Prozent oder 44 Arbeitslose gestiegen. Aktuell sind 510 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 88 mehr, als vor einem Jahr (+20,9 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 463 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 15 Betroffene (-0,9 Prozent) auf 1.576 Arbeitslose reduziert. Sie liegt damit um 298 Personen oder 23,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.356 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Kreis Limburg-Weilburg im Februar bei 360 Personen. Damit waren 6 arbeitslose Schwerbehinderte mehr zu verzeichnen, als im Vormonat (+1,7 Prozent). Gegenüber Februar 2020 war ein Anstieg um 67 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (+22,9 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 323 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.765 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 30 arbeitslose Ausländer mehr als im Januar (+1,7 Prozent) sowie 226 (+14,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 1.450 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Februar 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 337 Vermittlungsaufträge. Dies waren 30 Stellen weniger als im Februar letzten Jahres (-8,2 Prozent). 2020 wurden insgesamt 3.369 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.849 oder 35,4 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.

Kurzarbeit:

Im Februar 2021 gingen nach vorläufigen Erhebungen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitsanzeigen von 87 Betrieben aus dem Landkreis Limburg-Weilburg für 565 Arbeitnehmer ein. Somit liegt die Gesamtzahl der Anzeigen seit Beginn der Corona-Krise im Landkreis bei 2.488, die Zahl der angezeigten Arbeitnehmer bei 24.849. Da bei einer Unterbrechung der Kurzarbeit von drei Monaten eine erneute Anzeige erforderlich ist, ist nicht auszuschließen, dass für einige Betriebe und Arbeitnehmer inzwischen mehrere Kurzarbeitsanzeigen vorliegen. Aktuell gibt es für den September 2020 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Landkreis Limburg-Weilburg im genannten Monat 2.962 Arbeitnehmer in 449 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 5,4 Prozent). Das waren 463 Kurzarbeiter weniger, als im Monat zuvor (-13,5 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe ging binnen Monatsfrist um 70 zurück (-13,5 Prozent) zurück. Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Oktober vor, nach der seinerzeit 10.492 Arbeitnehmer in 1.188 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 7,0 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 10,8 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Oktober 81 Betriebe weniger kurzgearbeitet, als noch im Juli. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 3.354 Arbeitnehmer.

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2020 bis Februar 2021 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.090 Ausbildungssuchende. Dies waren 24 oder 2,2 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Demgegenüber erteilten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 827 Vermittlungsaufträge. Dies sind 37 Ausbildungsstellen bzw. 4,3 Prozent weniger, als vor einem Jahr. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,76 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,78 Stellen.

Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Februar bei 5,7 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im Februar 2020 betrug die Quote 4,9 Prozent. In absoluten Zahlen: 7.950 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 78 weniger als im Januar (-1,0 Prozent) und 1.085 mehr als vor einem Jahr (+15,8 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,5 Prozent. 7.734 Personen waren 2020 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 40,8 Prozent (3.243 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 155 Personen (-4,6 Prozent) zurückgegangen und im Vergleich zum Vorjahr um 636 Arbeitslose (+24,4 Prozent) gestiegen. 59,2 Prozent (4.707 Personen) aller Arbeitslosen waren im Februar beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Anstieg um 77 Arbeitslose (+1,7 Prozent). Gegenüber Februar 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 449 Personen erhöht (+10,5 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 3.075 Arbeitslose und beim Jobcenter 4.659 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 40 auf 4.619 Arbeitslose (-0,9 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen verminderte sich im gleichen Zeitraum um 38 auf 3.331 Betroffene (-1,1 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 619 Arbeitslose (+15,5 Prozent) zu, bei den Frauen stieg sie um 466 Arbeitslose (+16,3 Prozent) an. 2020 waren jahresdurchschnittlich 4.437 Männer und 3.666 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 43 Personen oder 6,0 Prozent angestiegen. Im Vergleich zum Februar 2020 hat sie sich um 86 Personen (+12,9 Prozent) erhöht. Aktuell sind 754 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 782 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.660 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 10 Personen (-0,4 Prozent) ab. Gegenüber Februar letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Anstieg um 385 ältere Arbeitslosen (+16,9 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.489 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Februar im Lahn-Dill-Kreis bei 753 Personen und damit um 15 Betroffene oder 2,0 Prozent über dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Februar 2020 war ein Anstieg von 101 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (+15,1 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 708 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.622 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies war ein arbeitsloser Ausländer weniger als im Januar (0,0 Prozent) sowie 324 mehr als im Februar letzten Jahres (+14,1 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 2.517 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag in diesem Monat mit 403 Vermittlungsaufträgen exakt auf dem Vorjahresniveau. 2020 wurden insgesamt 3.779 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.826 oder 32,6 Prozent weniger, als im Jahr zuvor. 

Kurzarbeit:

Im Februar 2021 gingen nach vorläufigen Erhebungen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitsanzeigen von 155 Betrieben aus dem Lahn-Dill-Kreis für 1.076 Arbeitnehmer ein Somit liegt die Gesamtzahl der Anzeigen seit Beginn der Corona-Krise im Landkreis bei 3.429, die Zahl der angezeigten Arbeitnehmer bei 46.857. Da bei einer Unterbrechung der Kurzarbeit von drei Monaten eine erneute Anzeige erforderlich ist, ist nicht auszuschließen, dass für einige Betriebe und Arbeitnehmer inzwischen mehrere Kurzarbeitsanzeigen vorliegen. Erstmals gibt es für den September 2020 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Lahn-Dill-Kreis im genannten Monat 10.884 Arbeitnehmer in 819 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 11,5 Prozent). Das waren 1.352 Kurzarbeiter weniger, als im Monat zuvor (-11,0 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe ging binnen Monatsfrist um 67 zurück (-7,6 Prozent). Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Oktober vor, nach der seinerzeit 10.492 Arbeitnehmer in 1.188 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 7,0 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 10,8 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Oktober 81 Betriebe weniger kurzgearbeitet, als noch im Juli. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 3.354 Arbeitnehmer.

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2020 bis Februar 2021 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 901 Ausbildungssuchende. Dies waren 198 oder 18,0 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Demgegenüber erteilten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.303 Vermittlungsaufträge. Dies sind 74 Ausbildungsstellen bzw. 5,4 Prozent weniger, als vor einem Jahr. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 1,45 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 1,25 Stellen.