29.04.2021 | Presseinfo Nr. 42

PI 042 Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar

• Arbeitslosenquote sinkt im April im Gesamtbezirk um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent
• LDK: 178 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 79 weniger als vor einem Jahr
• LM-WEL: 177 Arbeitslose weniger als im März, 24 weniger als im Vorjahr
• Anteil der Langzeitarbeitslosen steigt 
• Jugendarbeitslosigkeit annähernd auf Vor-Corona-Werte gesunken
• LDK: 30 Betriebe zeigten im April für 399 Arbeitnehmer Kurzarbeit an
• LM-WEL: 24 Betriebe zeigten im April für 154 Arbeitnehmer Kurzarbeit an
• Im LDK arbeiteten im November 2020 insgesamt 8.524 Arbeitnehmer in 885 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 8,9 Prozent)
• In LM-WEL arbeiteten zur gleichen Zeit 3.274 Arbeitnehmer in 440 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 5,8 Prozent)

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im April 2021 insgesamt 11.979 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 5,1 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im März lag die Zahl der Arbeitslosen bei 12.334, die Arbeitslosenquote betrug 5,3 Prozent. Vor einem Jahr waren 12.082 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung -  die Quote betrug seinerzeit bei 5,2 Prozent. Von den insgesamt 11.979 arbeitslosen Personen waren 4.607 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.625 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.747 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

„Im April hat sich die Lage auf dem heimischen Arbeitsmarkt geringfügig verbessert. Bis auf die Langzeitarbeitslosen konnten alle Zielgruppen an der leichten Erholung partizipieren“, berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Vorlage der Arbeitsmarktzahlen für den abgelaufenen Monat. Während sich die Arbeitslosigkeit insgesamt annähernd auf dem Vorjahresniveau bewegt habe, gäbe es eine ausgesprochen positive Entwicklung bei den unter 25-jährigen. Hier liegt die Arbeitslosenzahl nahezu bei den ‚Vor-Corona-Werten‘. Weniger günstig sei das Bild bei den Langzeitarbeitslosen. Ihre Zahl steige bereits seit Frühjahr 2020 stetig an. „Leider reicht das Stellenangebot nicht aus, um jedem Betroffenen ein Angebot zu machen. Unser Ziel ist es, durch geeignete Maßnahmen einer Entwertung vorhandener Qualifikationen dieser Menschen entgegenzuwirken, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten“, sagte Berbuir weiter. Ab Mai verstärke die Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar personell und strategisch ihr Beratungsangebot hinsichtlich der Berufsberatung für Menschen im Erwerbsleben, zu denen neben Arbeitnehmern auch Arbeitsuchende und Arbeitslose zählen. Nach wie vor stützt die Kurzarbeit den Arbeitsmarkt. Überraschenderweise ging die Zahl der Kurzarbeitenden laut einer aktuellen Hochrechnung im Dezember trotz des seinerzeit verhängten zweiten Lockdowns im Agenturbezirk um 1.557 Betroffene zurück, während die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe um 136 zunahm. Für die Agenturchefin ein Indiz dafür, dass sich die Lage in der beschäftigungsintensiven Industrie seinerzeit leicht verbesserte und die beschränkenden Maßnahmen vom 13. Dezember vorwiegend kleine Unternehmen betroffen hat. Ein Zwischenhoch meldet der Ausbildungsmarkt. „Obwohl die Bewerberzahlen vor allem im Lahn-Dill-Kreis noch deutlich hinter den Vorjahreswerten zurückbleiben, gab es im April in beiden Landkreisen vernehmbar mehr Jugendliche, die sich als ausbildungssuchend gemeldet haben, als im Vorjahresmonat. Dazu beigetragen haben vor allem die Aktivitäten im Rahmen der Woche der Ausbildung“, so Berbuir abschließend.

Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im April im Kreis Limburg-Weilburg bei 4,9 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte niedriger, als im Vormonat. Im April 2020 betrug die Quote ebenfalls 4,9 Prozent. In absoluten Zahlen: 4.551 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 177 weniger als im März (-3,7 Prozent) und 24 weniger als vor einem Jahr (-0,5 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,8 Prozent, 4.459 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos. 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet durchschnittlich 4,0 Prozent und 3.735 Personen waren im Jahresschnitt arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 42,3 Prozent (1.926 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 258 Personen (-11,8 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 103 Arbeitslose (-5,1 Prozent) zurückgegangen. 57,7 Prozent (2.625 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im April beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Anstieg um 81 Arbeitslose (+3,2 Prozent). Gegenüber April 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 3,1 Prozent (79 Personen) erhöht. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 2.082 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.376 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer hat sich im letzten Monat um 205 Betroffene (-7,4 Prozent) auf 2.559 Arbeitslose reduziert. Bei den Frauen stieg die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 28 Personen auf 1.992 Erwerbslose (-1,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 73 Arbeitslose (-2,8 Prozent) ab, bei den Frauen hingegen um 49 Arbeitslose (+2,5 Prozent) zu. 2020 waren jahresdurchschnittlich 2.552 Männer und 1.907 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im April um 8,8 Prozent oder 41 Arbeitslose zurückgegangen. Aktuell sind 423 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 61 weniger, als vor einem Jahr (-12,6 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 463 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 33 Betroffene (-2,2 Prozent) auf 1.469 Arbeitslose reduziert. Sie liegt damit um 123 Personen oder 9,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.356 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Kreis Limburg-Weilburg im April bei 352 Personen. Damit waren 2 arbeitslose Schwerbehinderte weniger zu verzeichnen, als im Vormonat (-0,6 Prozent). Gegenüber April 2020 war ein Anstieg um 49 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (+16,2 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 323 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Aktuell weist die Statistik 1.396 Langzeitarbeitslose aus, 44 mehr als im Vormonat (+3,3 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 351 Personen oder 33,6 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 1.087 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.475 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 121 arbeitslose Ausländer weniger als im März (-7,6 Prozent) sowie 26 (-1,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 1.450 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im April 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 260 Vermittlungsaufträge. Dies waren 135 Stellen mehr als im April letzten Jahres (+108,0 Prozent). Allerdings liegen die Stellenmeldungen deutlich unter den April-Werten vorangegangener Jahre (Schnitt der Aprilmonate 2015 bis 2019: 414 Stellenangebote). 2020 wurden insgesamt 3.369 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.849 oder 35,4 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.

Kurzarbeit:

Im April 2021 gingen nach vorläufigen Erhebungen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitsanzeigen von 24 Betrieben aus dem Landkreis Limburg-Weilburg für 154 Arbeitnehmer ein. Somit liegt die Gesamtzahl der Anzeigen seit Beginn der Corona-Krise im Landkreis bei 2.573, die Zahl der angezeigten Arbeitnehmer bei 25.706. Da bei einer Unterbrechung der Kurzarbeit von drei Monaten eine erneute Anzeige erforderlich ist, ist nicht auszuschließen, dass für einige Betriebe und Arbeitnehmer inzwischen mehrere Kurzarbeitsanzeigen vorliegen. Aktuell gibt es für den November 2020 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Landkreis Limburg-Weilburg im genannten Monat 3.274 Arbeitnehmer in 576 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 5,8 Prozent). Das waren 480 Kurzarbeiter mehr, als im Monat zuvor (+17,2 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe stieg binnen Monatsfrist um 136 an (+30,9 Prozent) an. Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Dezember vor, nach der seinerzeit 10.241 Arbeitnehmer in 1.596 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 6,7 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 14,4 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Dezember 136 Betriebe mehr kurzgearbeitet, als noch im November. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum hingegen um 1.557 Arbeitnehmer oder 13,2 Prozent.

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2020 bis April 2021 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.240 Ausbildungssuchende. Dies waren 44 oder 3,4 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 644 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 661). Demgegenüber erteilten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 959 Vermittlungsaufträge. Dies sind 49 Ausbildungsstellen bzw. 5,4 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 540 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende April 2020 waren noch 514 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,77 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,71 Stellen.

Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im April bei 5,3 Prozent und somit um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im April 2020 betrug die Quote 5,4 Prozent. In absoluten Zahlen: 7.428 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 178 weniger als im März (-2,3 Prozent) und 79 weniger als vor einem Jahr (-1,1 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,5 Prozent, 7.734 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos. 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet durchschnittlich 4,8 Prozent und 6.640 Personen waren im Jahresschnitt arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 36,1 Prozent (2.681 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 196 Personen (-6,8 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 255 Arbeitslose (-8,7 Prozent) zurückgegangen. 63,9 Prozent (4.747 Personen) aller Arbeitslosen waren im April beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Anstieg um 18 Arbeitslose (-0,4 Prozent). Gegenüber April 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 176 Personen erhöht (+3,9 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 3.075 Arbeitslose und beim Jobcenter 4.659 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 117 auf 4.219 Arbeitslose (-2,7 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen verminderte sich im gleichen Zeitraum um 61 auf 3.209 Betroffene (-1,9 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 88 Arbeitslose (-2,0 Prozent) ab, bei den Frauen stieg sie um 9 Arbeitslose (+0,3 Prozent) an. 2020 waren jahresdurchschnittlich 4.437 Männer und 3.666 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 67 Personen oder 9,5 Prozent gesunken. Im Vergleich zum April 2020 hat sie sich um 146 Personen (-18,6 Prozent) reduziert. Aktuell sind 639 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet.

Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 782 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.547 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 20 Personen (-0,8 Prozent) ab. Gegenüber April letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Anstieg um 107 ältere Arbeitslosen (+4,4 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.489 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im April im Lahn-Dill-Kreis bei 767 Personen und damit um 16 Betroffene oder 2,1 Prozent über dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum April 2020 war ein Anstieg von 71 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (+10,2 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 708 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Aktuell weist die Statistik 3.159 Langzeitarbeitslose aus, 80 mehr als im Vormonat (+2,6 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 783 Personen oder 33,0 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 2.554 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.469 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 60 arbeitslose Ausländer weniger als im März (-2,4 Prozent) sowie 48 mehr als im April letzten Jahres (+2,0 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 2.517 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im April 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen 292 Vermittlungsaufträge. Dies waren 134 Stellen mehr als im April letzten Jahres (+84,8 Prozent). Allerdings liegen die Stellenmeldungen deutlich unter den April-Werten vorangegangener Jahre (Schnitt der Aprilmonate 2015 bis 2019: 576 Stellenangebote). 2020 wurden insgesamt 3.779 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.826 oder 32,6 Prozent weniger, als im Jahr zuvor. 

Kurzarbeit:

Im April 2021 gingen nach vorläufigen Erhebungen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitsanzeigen von 30 Betrieben aus dem Lahn-Dill-Kreis für 399 Arbeitnehmer ein Somit liegt die Gesamtzahl der Anzeigen seit Beginn der Corona-Krise im Landkreis bei 3.507, die Zahl der angezeigten Arbeitnehmer bei 47.642. Da bei einer Unterbrechung der Kurzarbeit von drei Monaten eine erneute Anzeige erforderlich ist, ist nicht auszuschließen, dass für einige Betriebe und Arbeitnehmer inzwischen mehrere Kurzarbeitsanzeigen vorliegen. Erstmals gibt es für den November 2020 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Lahn-Dill-Kreis im genannten Monat 8.524 Arbeitnehmer in 885 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 8,9 Prozent). Das waren 52 Kurzarbeiter weniger, als im Monat zuvor (-0,6 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe stieg dagegen binnen Monatsfrist um 111 an (+14,3 Prozent). Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Dezember vor, nach der seinerzeit 10.241 Arbeitnehmer in 1.596 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 6,7 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 14,4 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Dezember 136 Betriebe mehr kurzgearbeitet, als noch im November. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum hingegen um 1.557 Arbeitnehmer oder 13,2 Prozent.

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2020 bis April 2021 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.072 Ausbildungssuchende. Dies waren 177 oder 14,2 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 561 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 564). Demgegenüber erteilten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.412 Vermittlungsaufträge. Dies sind 36 Ausbildungsstellen bzw. 2,5 Prozent weniger, als vor einem Jahr. 798 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende April 2020 waren noch 819 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 1,32 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 1,16 Stellen.