11.03.2022 | Presseinfo Nr. 30

Dillenburger Schüler berühren die Zukunft

• TouchTomorrow-Truck macht vom 10. bis 17. März an der Wilhelm-von-Oranien-Schule halt
• Gemeinsames Projekt der Dr. Hans Riegel-Stiftung und der Bundesagentur für Arbeit (BA) will Begeisterung für MINT-Berufe wecken





 

„Touch tomorrow“ heißt es vom 10. bis 17. März an der Dillenburger Wilhelm-von-Oranien-Schule. Die Schulleitung hatte sich dafür stark gemacht, dass der „TouchTomorrow-Truck“ der Dr. Hans-Riegel-Stiftung in der ‚Woche der Ausbildung‘ neben dem Gymnasium Halt macht. Die Besatzung des Trucks möchte bei den Acht- bis Zwölfklässlern die MINT-Begeisterung wecken und sie mit Unterstützung der Dillenburger Berufsberatung über die beruflichen Chancen und Möglichkeiten in diesem Berufsfeld (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) informieren.

Kugeln nur mit Gedanken steuern, Roboter programmieren, die anschließend Plüschbären apportieren, einen Personenzug in einer Vakuumröhre durch Elektromagnetismus auf 1.300 Stundenkilometer beschleunigen, mit ‚Smart Glases“ in einer virtuellen Welt technische Bauteile zusammensetzen oder schon heute die textilen Materialen der Zukunft anfassen – die experimentellen Ansätze begeistern die Schüler der 8. Klasse in der Doppelstunde, die sie im Truck zubringen. Begleitet werden sie dabei von „MINT-Coaches“ – allesamt junge, pädagogisch geschulte Naturwissenschaftler, wie Hanna Wagner. Der Kognitionswissenschaftlerin macht die Arbeit mit den Jugendlichen sichtlich Freude. Dass sie häufig von den Achtklässlern angesprochen wird, zeigt: die Chemie stimmt. „Was, die zwei Stunden sind schon vorbei?“ „Wann kann ich denn nochmal kommen?“ „Kommt Ihr wieder?“ – alles Fragen, die Wagner nicht zum ersten Mal hört.

Den Achtklässlern folgen in den nächsten Tagen Leistungskursler Physik aus der Oberstufe. „Hier sind die Ansprüche und die Ansprache anders“, flüstert die MINT-Coachin. Während die Jüngeren häufig intuitiv an die Aufgaben herangehen, seien die Älteren eher ‚kopfgesteuert'. Allen gleich jedenfalls ist das große Interesse am Ausprobieren. Jeder Schüler erhält bei der Einweisung einen roten „Iko“, einen Ikosaeder (Polyeder mit zwanzig gleichseitigen Dreiecken als Flächen, dreißig Kanten und zwölf Ecken, in denen jeweils fünf Flächen zusammentreffen), auf dem sie an jeder Station Informationen speichern und zu Hause mit jedem Endgerät über die TouchTomorrow-Website weiterbearbeiten können. Er leuchtet auch zu Hause auf, wenn es auf der Homepage neue Infos oder Spiele gibt, die mit den gezeigten Interessen des Besitzers übereinstimmen.

Highfive!

Kerstin Renkhoff von der Schulleitung hat vor allem der ‚Nao-Roboter‘ begeistert: „Eine Schülerin sagte noch zu Beginn, dass sie bei MINT-Fächern und bei Programmierung überhaupt nichts könne. Das geringe Selbstwertgefühl beobachten wir häufiger in diesem Bereich. Und dann konnte diese Schülerin bei der Programmierung im Truck die Aufgabe meistern. Die Gruppe hat sich ein ‚Highfive‘ gegeben und gemeinsam ein koopertives Erfolgserlebnis gesammelt. Das stimmt uns sehr zuversichtlich, dass solche Projekte der richtige Ansatz sind." Ihr Kollege, Stefan Riemer, der in der Schule die berufliche Orientierung koordiniert fügt hinzu: „Uns war bei der Auswahl der Teilnehmer besonders wichtig, in der Jahrgangsstufe 8 ein breites Interesse zu wecken. Daher besuchen alle Jahrgangsteilnehmer den Truck. Diese Jugendlichen beginnen erst ihren Weg der Berufsorientierung. Auf diesem Prozess bereits ein eindrückliches Aha-Erlebnis im MINT-Bereich zu sammeln, ist uns als Schule sehr wichtig. Gleichzeitig haben wir aber auch gezielt interessierte Gruppen der älteren Jahrgänge ausgewählt, um vorhandenes Interesse durch Begeisterung zu verstärken und den Weg der Orientierung durch Angebote zu prägen."

Hintergrund:

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung führt das gemeinnützige Vermächtnis des namensgebenden verstorbenen Unternehmers fort mit dem vorrangigen Ziel, junge Menschen entlang der Bildungskette bei der Gestaltung ihrer Zukunft zu fördern und nachhaltig zu begleiten. Aufgrund der gemeinsamen Zielsetzung im Kontext der Lebensbegleitenden Berufsberatung wird der Truck auch durch die Regionaldirektionen Hessen der Bundesagentur für Arbeit (BA) gefördert.4