13.08.2020 | Presseinfo Nr. 70

Ausbildungsprämie sichern und Fachkräfte für morgen gewinnen

Ab sofort können Ausbildungsbetriebe auf www.arbeitsagentur.de – Suchwort Ausbildungsprämie - mit wenig Aufwand prüfen, ob sie die Voraussetzungen für eine Ausbildungsprämie im Rahmen des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ erfüllen und diese beantragen.
 

Die Folgen der Corona-Pandemie machen es derzeit vielen Betrieben schwerer, junge Menschen auszubilden. Daher hat die Bundesregierung das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beschlossen. Ausbildungsprämien sollen Betrieben helfen, die Auswirkungen der Corona Krise auf dem Ausbildungsmarkt besser zu bewältigen. Die Prämien sind an bestimmte Voraussetzungen gebunden:

Gefördert werden kleine und mittelständische Unternehmen, die – obwohl von der Corona Krise stark getroffen – ihr Ausbildungsniveau halten bzw. erhöhen und Ausbildungsverhältnisse zwischen dem 01. August 2020 und dem 15. Februar 2021 beginnen. Der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ist dabei nicht relevant. Dies gilt auch für Ausbildungsverträge, die bereits im letzten Jahr abgeschlossen wurden. Entscheidend ist ausschließlich der Beginn der Berufsausbildung. Die Prämie erhalten Betriebe, sobald die Probezeit erfolgreich abgeschlossen ist.

Horst Eckert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lörrach: „Es ist entscheidend, dass das Ausbildungsniveau auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hoch bleibt. Jeder Ausbildungsplatz weniger bedeutet für Ausbildungssuchende eine fehlende Zukunftschance und für Unternehmen eine fehlende Fachkraft von Morgen.“

 

Regionaler Ansprechpartner für interessierte Betriebe ist der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Lörrach.


Infokasten Ausbildungsprämie

Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Als KMU gelten Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten. Dabei wird die Zahl der Beschäftigten in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29. Februar 2020 zugrunde gelegt.

Für die Förderung kommen KMU infrage, die wie folgt ausbilden:

  • in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen,
  • in Ausbildungsberufen nach dem Pflegeberufe-, Krankenpflege- und/ oder Altenpflegegesetz oder
  • in den praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen, die bundes- und landesrechtlich geregelt sind.

Die Ausbildungsprämien

  • 2000 € nach Ablauf der Probezeit für Unternehmen, die ihr Ausbildungsniveau beibehalten haben (Durchschnitt der letzten 3 Jahre)
  • Für jeden Ausbildungsvertrag, der das Durchschnittsniveau übersteigt, erhalten Betriebe eine einmalige Prämie von 3000 €.
  • Förderung mit 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung, wenn Kurzarbeit während Ausbildung vermieden wird. Die gilt bei Betriebsausfällen zu mindesten 50 Prozent und befristet bis zum 31.12.2020
  • Unternehmen, die Azubis von Betrieben übernehmen, die aufgrund der Pandemie Insolvenz anmelden mussten, erhalten eine Prämie von 3000 €.

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