06.10.2020 | Presseinfo Nr. 82

Stellenwert der dualen Ausbildung muss hoch bleiben

Dr. Alexander Graf, Geschäftsführer der IHK Hochrhein-Bodensee besuchte die Agentur für Arbeit Lörrach.
Das beherrschende Thema war die Auswirkung der Corona-Pandemie auf den regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarkt.
 

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind deutlich sichtbar, aber wir beobachten leichte Besserungstendenzen,“ beschreibt Horst Eckert, Leiter der Lörracher Arbeitsagentur die Lage. Zuletzt meldete die Arbeitsagentur Statistikdaten, die keine weiteren Corona-Effekte mehr aufwiesen und sich saisonal normal entwickelten, wenngleich auf einem höheren Niveau als in den Vorjahren. Ähnlich wie die Agentur für Arbeit mit Kurzarbeit stand auch die IHK Hochrhein-Bodensee während des Lock-Downs besonders stark im Fokus: “Tausende Anfragen gingen zu Beratung und Antragstellung der Soforthilfen des Landes bei uns ein. Wir mussten dafür innerhalb kürzester Zeit eine Infrastruktur auf die Beine stellen,“ erklärte Dr. Alexander Graf.  In beiden Fällen ging es um existenzsichernde Leistungen und damit eine hohe Verantwortung, in kurzer Zeit telefonische Anfragen, Anträge und die Auszahlung dieser Leistungen zu gewährleisten und damit einen wichtigen Beitrag für die soziale Sicherung zu leisten. Nun ginge es darum, Schritt für Schritt in Richtung Normalbetrieb zu gehen und Dienstleistungen und Beratung unter Einhaltung der Hygieneregelungen auch wieder persönlich zugänglich zu machen.

„Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir unseren Wirtschaftsstandort stärken. Fachkräfte werden weiterhin händeringend gesucht. Wir arbeiten weiterhin an Strategien, wie wir unseren Standort attraktiv gestalten und Menschen gewinnen, die in unserer Region leben und arbeiten wollen“, so Dr. Alexander Graf.  

„Dazu gehört auch, jungen Menschen einen guten Start in die berufliche Zukunft zu ermöglichen und sie zu bestärken, eine Ausbildung zu absolvieren,“ so Eckert, der in diesem Zusammenhang darauf hinweist, dass nach wie vor ein hoher Anteil von Schülern den Besuch einer weiterführenden Schule der dualen Ausbildung vorziehen. „Corona hat auch dieses Phänomen verstärkt. Wir erleben, dass junge Menschen in diesem Jahr ganz bewusst keine Ausbildung aufnehmen, weil sie unsicher sind, ob sie die gleichen Rahmenbedingungen im Ausbildungsbetrieb vorfinden, die es vor Corona gab,“ so Eckert.

Obwohl das neue Ausbildungsjahr bereits am 01.09.2020 begann, gibt es noch viele freie Ausbildungsstellen für Spätentschlossene.

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit hilft von Montag bis Donnerstag zwischen 14 und 16 Uhr schnell und unkompliziert unter 07621 178 888.