02.03.2021 | Presseinfo Nr. 10

Keine Entlassungswelle in Sicht

Der Arbeitsmarkt zeigt sich im Februar stabil. Trotz des anhaltenden Lockdowns waren 86 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als noch im Januar, aktuell sind 10.925 Personen in der Region arbeitslos.
 

Arbeitslosenquote gegenüber Januar unverändert

Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Lörrach blieb gegenüber dem Januar unverändert bei 4,9 Prozent. Vor der Corona-Krise lag die Arbeitslosenquote bei 3,6 Prozent. Das Land Baden-Württemberg weist eine Quote von 4,4 Prozent aus.


Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit in beiden Landkreisen

Im Februar wurden in den Landkreisen Lörrach und Waldshut 10.925 Arbeitslose gezählt. Im Landkreis Lörrach nahm die Arbeitslosigkeit um 52, im Landkreis Waldshut um 34 ab.


Jeder dritte Arbeitslose ist älter als 50 Jahre

Wie bereits in den Vormonaten spüren besonders Ältere die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Aktuell sind 3.927 Menschen über 50 Jahre von Arbeitslosigkeit betroffen.


Arbeitsmarkt ist aufnahmefähig

Im Februar meldeten sich 1.756 Personen neu oder erneut arbeitslos. Davon kamen 885 Personen direkt aus Beschäftigung und damit 559 weniger als im letzten Monat und 55 weniger als im Februar 2020. Gleichzeitig beendeten 1.839 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Davon nahmen 701 Personen eine Arbeit auf und damit sogar 89 mehr als im letzten Jahr.


Unternehmen fragen stärker Arbeitskräfte nach

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Lörrach waren im Februar 2.398 Stellenangebote registriert. Im Berichtsmonat wurden 676 neue Arbeitsstellen gemeldet und damit 238 Stellen mehr als im Januar.

Horst Eckert, Leiter der Lörracher Arbeitsagentur kommentiert die Lage unaufgeregt:

„Ich bin recht optimistisch, dass uns keine große Entlassungswelle treffen wird. Der zweite Lockdown führte nicht zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit – ganz im Gegenteil, wie gewohnt geht die Arbeitslosigkeit um diese Zeit sogar leicht zurück.“

Auch Unternehmen, die besonders von den angeordneten Schließungen des zweiten Lockdowns betroffen waren, halten an ihrem Stammpersonal fest und nutzen das bewährte Instrument Kurzarbeit. Im Februar 2021 verloren sogar weniger Beschäftigte ihren Job als noch im Februar des vergangenen Jahres.

Kurzarbeit bleibt der stabilisierende Faktor – die Anzeigen nahmen in den Wintermonaten wieder zu, nachdem über den Sommer ein Rückgang zu beobachten war. Vom Höchststand April 2020, als knapp 28.000 Menschen in der Region kurzarbeiteten, sind die jetzigen Meldungen allerdings weit entfernt.

„Es geht ein wenig bergauf – das spüren wir an der Nachfrage nach Arbeitskräften. Noch liegen wir unter dem Niveau des Vorjahres, aber immerhin meldeten uns Unternehmen gegenüber dem Januar über 200 Stellen mehr,“ blickt Eckert zuversichtlich auf die nächsten Monate.