04.01.2022 | Presseinfo Nr. 1

Nur leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit Kurzarbeit in kontaktintensiven Berufsbereichen nimmt zu

Die sich seit dem Sommer abzeichnende positive Entwicklung stagniert im Dezember – allerdings ist das jahreszeitlich üblich und auf einem geringeren Niveau als in den Vorjahren. Angesichts des aktuellen Pandemiegeschehens und den geltenden 2G-Regelungen ein gutes Jahresendergebnis für die Region.

Arbeitslosenquote bleibt unverändert

Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Lörrach liegt wie bereits im Vormonat bei 3,7 Prozent. Vor der Corona-Krise lag die Arbeitslosenquote bei 3,6 Prozent. Das Land Baden-Württemberg weist eine Quote von 3,4 Prozent aus.


Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Landkreis Waldshut

Im Dezember wurden in den Landkreisen Lörrach und Waldshut 8.334 Arbeitslose gezählt. Im Landkreis Lörrach nahm die Arbeitslosigkeit um 9 Personen (minus 0,2 Prozent) ab, im Landkreis Waldshut um 112 Personen (plus 3,8 Prozent) zu.


Leichter Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit

Im Dezember waren 47 Langzeitarbeitslose mehr gemeldet als noch im November. Nach wie vor sind langzeitarbeitslose Menschen am stärksten von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Zwar war auch hier seit dem Sommer eine Trendwende zu beobachten, allerdings sind nach wie vor über 10 Prozent mehr Personen langzeitarbeitslos als im vergangenen Jahr.


Vorkrisenniveau bei den Stellenmeldungen erreicht

Im Dezember wurden erneut mehr neue Arbeitsstellen gemeldet als im Vormonat und im Vorjahr. Aktuell liegt der Stellenbestand mit 3.286 mehr als ein Drittel höher als noch im Dezember 2020

Horst Eckert, Leiter der Agentur für Arbeit Lörrach, zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung: „Schaue ich mir den Dezember des Vorjahres an, dann ist es uns gelungen fast 20 Prozent der Arbeitslosigkeit in diesem Jahr abzubauen. Aktuell ist die Arbeitslosigkeit gerade mal um 103 Personen gegenüber November angestiegen und folgt damit dem saisonalen Muster der vergangenen Jahre.“

Zwar erholte sich der regionale Arbeitsmarkt in der 2. Jahreshälfte, zuletzt nahmen die konjunkturellen Risiken allerdings wieder zu, welche sich in einer erhöhten Nachfrage nach Kurzarbeit niederschlugen. Nicht nur die in Baden-Württemberg geltende Alarmstufe II bremste die Wirtschaft aus, nach wie vor kämpfen Unternehmen in der Region mit Engpässen bei Lieferketten.

„Wir stellen uns aktuell wieder neu auf und bereiten uns auf einen erneuten Anstieg der Kurzarbeit vor. Seit Mitte November ist der Anstieg spürbar, vor allem in den Bereichen, die kontaktintensiv und von der 2G-Regel betroffen sind, wie z.B. die Gastronomie oder der Einzelhandel.“, so Eckert.

Für 2022 sei er dennoch optimistisch: „Ich glaube daran, dass wir im Laufe des Jahres 2022 unseren Erholungskurs fortsetzen und das Vor-Corona-Niveau erreichen können.“