01.07.2019 | Presseinfo Nr. 40

Der Arbeitsmarkt im Juni 2019

Die Agentur für Arbeit Ludwigshafen veröffentlicht die Zahlen für den Monat Juni 2019.

Gesamtzahl, Quote und Bewegung

Die Arbeitslosigkeit ist im Juni im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen gestiegen. Mit 13.938 Personen waren 258 Arbeitslose mehr registriert als im Vormonat. In Bezug auf die beiden Rechtskreise ergibt sich folgendes Bild: 8.904 Frauen und Männer waren beim Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen gemeldet, 150 mehr als im Vormonat. Bei der Agentur für Arbeit Ludwigshafen ist ein Anstieg um 108 Menschen auf insgesamt 5.034 Arbeitslose zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote stieg um moderate 0,1 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent.

Im Juni haben sich 3.493 Personen arbeitslos gemeldet, eine Person weniger als im Mai. Im selben Zeitraum konnten 3.224 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 214 mehr als im Vormonat. „Wir arbeiten weiter daran, die Aufnahme von Beschäftigungsmöglichkeiten unserer Kundinnen und Kunden zu fördern und zu steigern. Der Bedarf an Fachkräften seitens der Unternehmen ist weiterhin ungebrochen. Durch Qualifizierungsprogramme bieten wir Möglichkeiten zur aktiven Unterstützung. Ganz besonders möchte ich an dieser Stelle das Teilhabechancengesetz erwähnen. Dieses gibt Arbeitgebern die Möglichkeit der Übernahme des Arbeitsentgelts bei arbeitsmarktfernen Kundinnen und Kunden, die von unserem Jobcenter betreut werden – bis zu fünf Jahren und bis zu 100 Prozent. Auch hier unterstützen wir gerne", erklärt Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen, und rät Arbeitgebern, sich beim Arbeitgeber-Service unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 4 5555 20 über die vielfältigen Förderprogramme zu informieren.

Stellen und Situation am Ausbildungsmarkt

Die Stellenzugänge sind auch im Juni auf einem hohen Niveau. Der Bestand an offenen Stellen ist auf 4.656 gestiegen. In den vergangenen vier Wochen wurden 905 neue Jobmöglichkeiten aufgenommen, 168 weniger als im Vormonat. Die Bereiche Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung, Verkehr und Logistik sowie Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung sind erneut Spitzenreiter bei den Neuzugängen an offenen Stellen.

Kurz vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres sind noch zahlreiche Arbeitgeber auf der Suche nach geeigneten Auszubildenden. Der Ausbildungsmarkt zeigt folgende Situation: Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2018 haben sich 2.257 Jugendliche bei der Agentur für Arbeit Ludwigshafen gemeldet, 14 weniger im Vergleich zum Vorjahr. Von diesen sind momentan noch 1.043 auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, 259 mehr als vor einem Jahr. „Es bestehen noch gute Chancen einen Ausbildungsplatz – auch kurzfristig – zu finden", meint Lips und empfiehlt Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, sich umgehend bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur zu melden. Hier bekommen sie praktische Tipps zum Bewerbungsverfahren sowie einen Überblick über Berufsmöglichkeiten oder Unternehmen, die für dieses Jahr noch freie Lehrstellen anbieten.

Aktuell sind noch 1.229 Ausbildungsplätze unbesetzt, 72 mehr als zur selben Zeit vor einem Jahr. Die kaufmännischen Berufe sowie die Bereiche Handel, Produktion und Fertigung und das Gesundheitswesen bieten noch zahlreiche Möglichkeiten für den erfolgreichen Start ins Berufsleben.

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwighafen waren mit 7.717 Personen im Juni 180 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. 1.828 Frauen und Männer haben im Juni ihre Arbeitslosigkeit beendet, 198 mehr als im Mai. Im gleichen Zeitraum haben sich 2.003 Personen arbeitslos gemeldet, 17 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote steigt um 0,2 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung bildet zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen ab, die nicht als arbeitslos eingestuft werden, weil sie zum Beispiel an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen. Hier zeigt sich keine wesentliche Veränderung zum Vormonat, denn die Unterbeschäftigungsquote liegt, wie bereits auch vor einem Jahr, weiterhin bei 8,0 Prozent.

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Im Juni waren insgesamt 2.130 Personen arbeitslos gemeldet. „Leider sind dies 43 Menschen mehr als im Vormonat", berichtet Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal. Diese Entwicklung bringt einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent mit sich. „Insgesamt mussten wir in den vergangenen Monaten einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote verzeichnen", sagt Lenke.

537 Frauen und Männer haben sich in den vergangenen vier Wochen arbeitslos ge-meldet, 28 mehr als im Vormonat. Mit insgesamt 489 Menschen konnten 14 mehr als im Mai ihre Arbeitslosigkeit beenden.

„Trotz der leichten Verschlechterung der Arbeitslosenquote zeigt sich der regionale Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefreudig", meint Lenke und ergänzt: „Unser Arbeitgeber-Service konnte im Juni 159 neue Stellenangebote entgegennehmen." Dies sind lediglich 39 weniger als im Vormonat. Aktuell befinden sich 572 Stellen im Bestand, von denen 465 im Stadtgebiet Frankenthal angesiedelt sind.

„Arbeitssuchenden möchte ich unsere neue Jobsuche-App empfehlen, mit der sie schnell und einfach neue Stellen finden können. Die bisherige App wurde komplett neu überarbeitet und lässt sich nun deutlich intuitiver bedienen. Einfach mal ausprobieren", empfiehlt Lenke.

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit ist auch im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer zu verzeichnen. Im Juni waren insgesamt 2.615 Arbeitslose registriert, 24 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote steigt um 0,1 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent.

630 Personen haben sich in den letzten vier Wochen arbeitslos gemeldet, 32 mehr als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum konnten 598 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 17 mehr als im Mai.

„Aktuell melden sich viele Jugendliche nach Abschluss ihrer Ausbildung bei uns, in den meisten Fällen kann aber schnell ein Anschlussarbeitsplatz vermittelt werden. In Bezug auf den aktuellen Fachkräftebedarf sind Arbeitskräfte mit abgeschlossener Ausbildung gerade im handwerklichen Bereich sehr gefragt", erläutert Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer. „Im Bezirk ist der Fachkräftebedarf nach wie vor hoch. Wir gehen daher bei den frisch ausgebildeten jungen Menschen davon aus, dass sie schnell eine neue Arbeitsstelle aufnehmen werden", ergänzt er.

Den hohen Bedarf an Personal verdeutlichen auch die im Juni neu gemeldeten Stellen: 163 Jobmöglichkeiten konnte der Arbeitgeber-Service aufnehmen, lediglich 53 weniger als im Vormonat. Im Geschäftsstellenbezirk befinden sich aktuell 961 Stellen im Bestand, 47 weniger als im Mai.