30.10.2019 | Presseinfo Nr. 51

Der Arbeitsmarkt im Oktober 2019

Die Agentur für Arbeit Ludwigshafen veröffentlicht die Zahlen für den Monat Oktober 2019.

Gesamtzahl, Quote und Bewegung

Die Abkühlung der Konjunktur macht sich auch im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen bemerkbar. Zwar waren im Oktober mit 13.598 Personen 67 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat, zieht man jedoch einen Vergleich mit dem Vorjahr, so zeigt sich ein Anstieg der Arbeitslosigkeit um 11,8 Prozent. Betrug die Arbeitslosenquote vor einem Jahr noch 5,3 Prozent, so lag sie im Oktober weiterhin unverändert bei 5,9 Prozent. Nach wie vor ist der Anstieg in der Arbeitslosenversicherung, dem Bereich der Agentur für Arbeit, deutlicher als der Anstieg in der Grundsicherung, für die das Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen zuständig ist. So waren bei der Agentur für Arbeit im Oktober 5.104 Personen registriert, 839 mehr als im Vorjahr, beim Jobcenter waren es 8.494 Frauen und Männer, 599 mehr als zur selben Zeit vor einem Jahr. Am Arbeitsmarkt herrscht nach wie vor Bewegung. Im Oktober haben sich 3.615 Personen arbeitslos gemeldet, gleichzeitig konnten 3.690 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. „Erfreulich ist, dass besonders viele junge Menschen im Bereich der unter 25-Jährigen wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen konnten. Hier verzeichneten wir im Oktober einen Rückgang um 8,3 Prozent. Das zeigt, dass junge Fachkräfte nach wie vor bei regionalen Arbeitgebern sehr gefragt sind, und eine abgeschlossene Ausbildung eine der wichtigsten Grundlagen zum Schutz gegen Arbeitslosigkeit ist“, sagt Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

 

Stellen

Die schwächelnde Konjunktur macht sich besonders mit einem Blick auf die gemeldeten Arbeitsstellen bemerkbar. Im Oktober wurden dem Arbeitgeber-Service 670 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 134 weniger als im Vormonat und 463 weniger als vor einem Jahr. Der Bestand umfasst aktuell 3.983 Stellen, fast 1000 weniger als zur selben Zeit vor einem Jahr. „Angesichts der unklaren wirtschaftlichen Lage sind viele Firmen momentan eher zurückhaltend in Bezug auf Neueinstellungen. Wir sind daher im regen Austausch mit Arbeitgebern, um diese zu beraten und über Fördermöglichkeiten aufzuklären“, berichtet Lips.

 

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung bildet zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen ab, die nicht als arbeitslos eingestuft werden, weil sie zum Beispiel an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen. Im Oktober lag die Unterbeschäftigungsquote weiterhin bei 8,0 Prozent.

 

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwighafen waren im Oktober 7.528 Personen arbeitslos gemeldet, 23 mehr als im Vormonat und 933 Menschen mehr als zur gleichen Zeit vor einem Jahr.  2.028 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 144 weniger als im September. Im gleichen Zeitraum haben sich 2.043 Personen arbeitslos gemeldet, 74 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin unverändert bei 8,2 Prozent.

 

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal bleibt auch im Oktober stabil. Mit 2.060 Arbeitslosen waren 20 Personen weniger gemeldet als im Vormonat, allerdings 281 mehr als vor einem Jahr, was einem Anstieg von 15,8 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote sinkt leicht um 0,1 Prozentpunkte und liegt nun bei 5,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 4,7 Prozent.

518 Personen haben sich in den letzten vier Wochen arbeitslos gemeldet, 61 weniger als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum konnten 540 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 78 weniger als im September. „Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt junger Menschen unter 25 Jahren ist besonders erfreulich. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen sank um 16,7 Prozent auf derzeit 190 junge Personen“, erläutert Sandrina Lederer, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

Wer einen Job sucht, hat aktuell gute Chancen, auch wenn die Arbeitgeber in der Region bei der Meldung neuer Stellen etwas verhaltener werden. 137 neue Jobmöglichkeiten konnte der Arbeitgeber-Service im Oktober entgegennehmen, 3 weniger als im Vormonat und 238 weniger als im Vorjahr. Insgesamt umfasst der Bestand aktuell 560 Stellen, 27 weniger als im September. Von diesen Jobmöglichkeiten sind 455 in der Stadt Frankenthal angesiedelt.  

 

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Im Oktober waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer 2.489 Arbeitslose registriert, 77 weniger als im Vormonat und 66 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist um 0,2 Prozentpunkte gesunken und liegt nun bei 4,4 Prozent.

647 Personen haben sich in den letzten vier Wochen arbeitslos gemeldet, 9 mehr als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum konnten 722 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 53 weniger als im September. „Mich freut besonders die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt junger Menschen unter 25 Jahren. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen sank um 18,6 Prozent auf derzeit 175 junge Personen“, erläutert Zeljko Kuzmanovic, Leiter der Geschäftsstelle Speyer.

Die Betriebe im Agenturbezirk werden allmählich etwas verhaltener in Bezug auf Meldungen neuer Stellen. Im Oktober wurden dem Arbeitgeber-Service 161 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 84 weniger als im Vormonat. Insgesamt umfasst der Bestand aktuell 926 Stellen, 98 weniger als im September. „Die deutsche Konjunktur wird durch die außenwirtschaftlichen Entwicklungen gedämpft. Dennoch besteht Knappheit von Arbeits- und Fachkräften. Zeiten einer Auftragsflaute sollten Betriebe beispielsweise nutzen, um – auch mit Unterstützung der Agentur für Arbeit – intensiv in die Weiterbildung ihrer Beschäftigten zu investieren“, meint Kuzmanovic.

 

Videobotschaften zum Arbeitsmarkt auf Twitter

Vor lauter Zahlen wird Ihnen ganz schwindelig? Kein Problem: Schauen Sie einfach auf dem Twitter-Account von Daniel Lips, Chef der Arbeitsagentur Ludwigshafen, vorbei. Auf seiner Seite „@DanielLips2“ (einfach QR-Code scannen) fasst er in Videobotschaften das Geschehen auf dem Arbeitsmarkt in Kürze und leicht verständlich zusammen.