29.11.2019 | Presseinfo Nr. 60

Der Arbeitsmarkt im November 2019

Die Agentur für Arbeit Ludwigshafen veröffentlicht die Zahlen für den Monat November 2019.

Gesamtzahl, Quote und Bewegung

Im November konnte im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen wieder ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 13.418 Personen registriert werden, 180 Menschen weniger als im Oktober. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies allerdings ein Anstieg um 12,7 Prozent. Im November 2018 waren 1.517 Arbeitslose weniger gemeldet als aktuell, womit wir uns auf einem Niveau von November 2016 befinden.

 

Dieser Unterschied zeigt sich ebenfalls im Vergleich der Arbeitslosenquote. Vor einem Jahr betrug diese 5,2 Prozent. In diesem Jahr liegt sie bei 5,8 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als im Oktober.

Die Dynamik am Arbeitsmarkt ist nach wie vor hoch. So hatten sich im November 3.419 Personen arbeitslos gemeldet, gleichzeitig konnten 3.601 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Bezogen auf die beiden Rechtskreise ergibt sich folgende Verteilung: Bei der Agentur für Arbeit waren im November 5.034 Personen registriert, 70 weniger als im Vormonat, aber 663 mehr als im Vorjahr. Beim Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen waren es im November 8.384 Frauen und Männer, 110 weniger als im Oktober und 854 mehr als zur selben Zeit vor einem Jahr. „Im November konnten vor allem junge Menschen unter 25 Jahren in der Arbeitswelt wieder Fuß fassen, denn hier fiel der Rückgang mit 6,1 Prozent am deutlichsten aus“, sagt Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen. Der Anstieg zum Vorjahr mache allerdings deutlich, dass die regionale Konjunktur weiterhin etwas schwächelt. „Ergänzend ist zu erwähnen, dass wir im vergangenen Jahr durch die Neuansiedlung des Logistiklagers von Amazon in Frankenthal einen sehr positiven Effekt hatten, da wir in den Monaten September bis November mehr als 1000 Arbeitslose aus unserer Arbeitsagentur und unserem Jobcenter dorthin vermitteln konnten. Dieser Effekt ist in diesem Jahr natürlich ausgeblieben, da das bereits vorhandene Personal nur noch um die saisonalen Aushilfskräfte fürs Weihnachtsgeschäft aufgestockt wird“, meint Lips.

 

Stellen

Dies zeigt sich auch mit einem Blick auf den Bestand an Stellen. Aktuell sind dort 3.469 Jobmöglichkeiten gelistet, 514 weniger als im Oktober und 1.322 weniger als vor einem Jahr. Im November wurden dem Arbeitgeber-Service 589 neue Stellenangebote gemeldet, 81 weniger als im Vormonat.

 

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung bildet zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen ab, die nicht als arbeitslos eingestuft werden, weil sie zum Beispiel an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen. Im November lag die Unterbeschäftigungsquote weiterhin bei 8,0 Prozent.

 

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwigshafen waren im November 7.426 Personen arbeitslos gemeldet, 102 weniger als im Vormonat, allerdings 1.038 Menschen mehr als zur gleichen Zeit vor einem Jahr.  1.970 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 58 weniger als im Oktober. Im gleichen Zeitraum haben sich 1.872 Personen arbeitslos gemeldet, 171 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte und liegt nun bei 8,1 Prozent.

 

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal zeigt sich trotz leicht schwächelnder Konjunktur weiterhin von seiner stabilen Seite. Mit 2.032 Arbeitslosen waren im November 28 Personen weniger gemeldet als im Vormonat, allerdings 261 mehr als vor einem Jahr, was einem Anstieg von 14,7 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 5,4 Prozent. „Aktuell besteht eine Zweiteilung im Bereich der Konjunktur. Die Binnenwirtschaft ist weitestgehend stabil, aber der Abschwung in der exportorientierten Industrie setzt sich fort. Angesichts der gedämpften Weltwirtschaft sowie aufgrund der Unsicherheiten über den Ablauf des Brexits und der amerikanischen Handelspolitik ist mit einer Erholung derzeit noch nicht zu rechnen. Dennoch zeigt sich der Arbeitsmarkt alles in allem robust“, beschreibt Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal, die aktuelle Lage.

 

Ab- und Zugänge waren im November fast ausgeglichen. So haben sich 511 Personen in den letzten vier Wochen arbeitslos gemeldet, 7 weniger als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum konnten 542 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 2 mehr als im Oktober. „Aufgrund der konjunkturellen Situation zeigen sich die Arbeitgeber verhalten, sodass Unternehmen zwar ihr Personal halten, aber von Neueinstellungen absehen“, berichtet Lenke. Daher fiel die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern durch Arbeitgeber in der Region auch etwas schwächer aus. 131 neue Jobmöglichkeiten konnte der Arbeitgeberservice im November entgegennehmen, 6 weniger als im Vormonat und 118 weniger als im Vorjahr. Insgesamt umfasst der Bestand aktuell 541 Stellen, 19 weniger als im Oktober. Von diesen Jobmöglichkeiten sind 434 in der Stadt Frankenthal angesiedelt.  

 

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Im November waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer 2.469 Arbeitslose registriert, 20 weniger als im Vormonat und 52 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 4,4 Prozent. 646 Personen haben sich in den letzten vier Wochen arbeitslos gemeldet, 1 weniger als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum konnten 666 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 56 weniger als im Oktober. „Aufgrund eines relativ milden Novembers ist ein stärkerer Anstieg der Arbeitslosigkeit ausgeblieben. Allerdings sind die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit im November geringer ausgefallen als in den typischen Einstellungsmonaten Oktober und September. Spannend werden wieder die nächsten Wochen. Hier bleibt abzuwarten, ob das anstehende Weihnachtsgeschäft zu einer leichten Belebung im Handel- und Gastronomiebereich führt“, sagt Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer.

 

Die Betriebe im Agenturbezirk bleiben verhaltener in Bezug auf Meldungen neuer Stellen. So wurden im November 144 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 17 weniger als im Vormonat. Insgesamt umfasst der Bestand aktuell 841 Stellen, 85 weniger als im Oktober und 324 weniger als zur selben Zeit vor einem Jahr. „Neben der reinen Meldung freier Arbeits- und Ausbildungsstellen möchten wir den Austausch mit den Arbeitergebern intensivieren. Dabei sollen Themen wie beispielsweise die Lage auf dem Arbeitsmarkt, der demografische Wandel im Betrieb und Qualifizierungs- und Fördermöglichkeiten der eigenen Beschäftigten besprochen werden. Gerne können sich Arbeitgeber an unseren Arbeitgeberservice wenden, um unser Dienstleistungsangebot in Anspruch zu nehmen“, meint Kuzmanovic.