31.07.2019 | Presseinfo Nr. 41

Der Arbeitsmarkt im Juli 2019

Die Agentur für Arbeit Ludwigshafen veröffentlicht die Zahlen für den Monat Juli 2019.

Gesamtzahl, Quote und Bewegung

Die Arbeitslosigkeit ist im Juli im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen minimal gestiegen. Mit 14.099 Personen waren 161 Arbeitslose mehr registriert als im Vormonat. Die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen verlief in den vergangenen Wochen unterschiedlich. Bei der für die Arbeitslosenversicherung zuständigen Agentur für Arbeit waren im Juni 5.205 Arbeitslose gemeldet, 171 mehr als im Juni. Das Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen, das die Menschen in der Grundsicherung betreut, zählte 8.894 Arbeitslose, 10 weniger als im Vormonat. Diese Entwicklung bringt auch eine leichte Erhöhung der Arbeitslosenquote mit sich, die um 0,1 Prozentpunkte auf 6,1 gestiegen ist.

Jeden Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung. Im Juli sah diese Bewegung folgendermaßen aus: 3.681 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 188 mehr als im Juni. Im selben Zeitraum konnten 3.508 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 284 mehr als im Vormonat. „Im Juli war ein Anstieg bei den Jugendlichen unter 25 Jahren zu verzeichnen. Dies waren überwiegend junge Menschen, die nach der Ausbildung den Weg zur Agentur für Arbeit suchten, weil sie beispielsweise von ihrem Ausbildungsbetrieb nicht übernommen wurden. Dieser Anstieg ist jahreszeitlich bedingt normal. Die Chancen, auf dem Arbeitsmarkt aber auch schnell wieder Fuß zu fassen, sind groß, denn gut ausgebildete Fachkräfte werden in allen Bereichen händeringend gesucht“, erklärt Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

 

Stellen und Situation am Ausbildungsmarkt

Obwohl die Zahl der neu gemeldeten Stellen im Juli rückläufig war, gibt es nach wie vor großen Bedarf an Personal. Allen voran suchen die Bereiche Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung, Verkehr und Logistik sowie Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung verstärkt nach neuen Kräften, denn hier wurde erneut der meiste Bedarf gemeldet. 485 der insgesamt 731 neu registrierten Jobmöglichkeiten sind in diesen drei Bereichen angesiedelt. Im Bestand der Arbeitsagentur sind aktuell 4.554 Stellen, 102 weniger als im Vormonat. „Am Stellenangebot ist allmählich die bundesweit etwas nachlassende Kräftenachfrage zu erkennen. Dennoch bietet der umfangreiche Bestand an offenen Stellen Menschen in der Region gute Chancen, beruflich neu durchzustarten oder wieder in die Berufswelt einzusteigen“, sagt Lips.

 

Selbst jungen Menschen, die jetzt Panik schieben, weil sie zum Start des neuen Ausbildungsjahres noch keinen Lehrbetrieb gefunden haben, rät Lips, die Ruhe zu bewahren. Denn auch auf der Zielgeraden suchen Arbeitgeber immer noch nach ihren Fachkräften von morgen. So kommen auf derzeit 802 unversorgte Jugendliche 1.062 Berufsausbildungsstellen, die noch unbesetzt sind. Viele offene Lehrstellen sind in den Bereichen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung, kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb und Tourismus sowie Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit zu finden. „Wichtig ist, dass sich junge Menschen, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, sofort mit der Berufsberatung in Verbindung setzen. Hier erhalten sie Unterstützung und den Kontakt zu Arbeitgebern, die ebenfalls noch auf der Suche sind. Ein Fehler wäre es, nun aufzugeben, denn auch kurzfristig lassen sich noch Weichen für den Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft stellen“, meint Lips.

 

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwighafen waren mit 7.776 Personen im Juli 59 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. 1.887 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 59 mehr als im Juni. Im gleichen Zeitraum haben sich 1.952 Personen arbeitslos gemeldet, 51 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 8,4 Prozent.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung bildet zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen ab, die nicht als arbeitslos eingestuft werden, weil sie zum Beispiel an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen. Hier zeigt sich im Juli keine wesentliche Veränderung zum Vormonat, denn mit 8,2 Prozent beträgt die Unterbeschäftigungsquote lediglich 0,1 Prozentpunkte mehr als im Juni.

 

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Die Arbeitslosigkeit ist im Juli im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal geringfügig gestiegen. Insgesamt waren 2.142 Arbeitslose registriert, 12 mehr als im Vormonat. Auf die Arbeitslosenquote wirkt sich diese Entwicklung nicht aus, sie liegt weiterhin bei 5,6 Prozent. 607 Personen haben sich in den letzten vier Wochen arbeitslos gemeldet, 70 mehr als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum konnten 593 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 104 mehr als im Juni.

Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Juli nicht ungewöhnlich. „Es enden viele Ausbildungen, weshalb sich im Juli verstärkt junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet haben“, erklärt Sandrina Lederer, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Ludwigshafen. Die Chancen, schnell wieder eine Anschlussbeschäftigung zu finden, sind sehr gut, denn „Fachkräfte werden händeringend gesucht“, sagt Lederer.

Auch wenn der Zugang an offenen Stellen mit 104 Meldungen nicht so hoch ausgefallen ist wie in den Monaten zuvor, so hat sich der Bestand kaum verändert. Insgesamt umfasst dieser aktuell 558 Stellen, nur 14 weniger als im Juni. Davon sind 454 in der Stadt Frankenthal angesiedelt.  

 

Geschäftsstellenbezirk Speyer

Ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Juli im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer zu verzeichnen. Insgesamt waren 2.665 Arbeitslose registriert, 50 mehr als im Vormonat. Auf die Arbeitslosenquote wirkt sich diese Entwicklung nicht aus, sie liegt weiterhin bei 4,7 Prozent. 721 Personen haben sich in den letzten vier Wochen arbeitslos gemeldet, 91 mehr als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum konnten 672 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 74 mehr als im Juni.

„Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Juli durchaus üblich, denn im Sommer enden viele Ausbildungen. Daher war im Juli ein erhöhter Zugang von Jugendlichen unter 25 Jahren, die ihre betriebliche oder schulische Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hatten, zu verzeichnen“, erklärt Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer, und ergänzt: „Wir möchten gemeinsam mit diesen frisch ausgebildeten Fachkräften so schnell wie möglich den Weg aus der Arbeitslosigkeit finden. Ihre Chancen stehen gut, denn aktuell werden gut ausgebildete Fachkräfte stark nachgefragt.“

Dies verdeutlicht auch der Zugang an Stellen, die im Juli dem Arbeitgeber-Service gemeldet wurden: 172 neuen Jobmöglichkeiten kamen in den vergangen vier Wochen hinzu, 9 mehr als im Vormonat. Insgesamt befinden sich aktuell 942 Stellen im Bestand der Agentur für Arbeit.

Ebenso gibt es noch unbesetzte Lehrstellen, in der Stadt Speyer sind es aktuell 225. „Wer noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist, sollte das Beratungsangebot der Arbeitsagentur nutzen. Die Berufsberatung unterstützt sowohl bei der Suche nach einer Ausbildung als auch bei der Erarbeitung von Alternativen“, rät Kuzmanovic. „Die Agentur für Arbeit bietet ebenfalls eine Ausbildung an, die Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistung heißt. Bewerbungen für das Ausbildungsjahr 2020 sind noch bis 31. Oktober über das Karriereportal auf der Internetseite der Arbeitsagentur möglich.“

 

Videobotschaften zum Arbeitsmarkt auf Twitter

Vor lauter Zahlen wird Ihnen ganz schwindelig? Kein Problem: Schauen Sie einfach auf dem Twitter-Account von Daniel Lips, Chef der Arbeitsagentur Ludwigshafen, vorbei. Auf seiner Seite „@DanielLips2“ fasst er ab sofort in Videobotschaften das Geschehen auf dem Arbeitsmarkt in Kürze und leicht verständlich zusammen.